Jakob Dobler (* 9. April 1886 in Pflugfelden; † 8. Juni 1980 in Ludwigsburg) war ein deutscher Landwirt und Pferdeverbandsfunktionär.
Dobler wuchs auf dem Hof seines Vaters auf. Er studierte Landwirtschaft an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim und bewirtschaftete danach den Familien-Bauernhof auf der Schwäbischen Alb in der 11. Generation. Neben der Milchviehhaltung galt sein Hauptinteresse der Pferdezucht, speziell der Württemberger Warmblutzucht. Er errichtete eigens dafür einen Fohlenhof, der einer gesunden Aufzucht der Jungtiere diente.
Dobler hat sich auch in der württembergischen Pferdezucht engagiert und war jahrelang Vorsitzender des Württembergischen Pferdezuchtverbandes. Er hat in zahlreichen Artikeln und Fachaufsätzen zu Pferdezuchtfragen Stellung genommen.
Jakob Dobler gehörte 1946 als Vertreter der Landwirte der Vorläufigen Volksvertretung von Württemberg-Baden an. Gemeinsam mit Heinrich Stooß initiierte er die Neugründung des Landesbauernverbands in Württemberg-Baden 1946.
1952 erhielt er das Verdienstkreuz (Steckkreuz) der Bundesrepublik Deutschland. Die Landwirtschaftliche Hochschule Hohenheim ernannte ihn 1952 zum Ehrensenator.
Der Mediziner Theodor Dobler war sein Bruder. Sein Sohn Carl Dobler (1930–2022) war ebenfalls Landwirt und Agrarfunktionär.
Literatur Josef Weik: Die Landtagsabgeordneten in Baden-Württemberg 1946 bis 2003. 7. Auflage. Landtag von Baden-Württemberg, Stuttgart 2003, ISBN 3-923476-03-5, S. 32
Weblinks
Ehrensenator der Universität-Hohenheim Jakob Dobler Hartmut Boettcher, Manfred G. Raupp: Hohenheimer Lexikon der Agrarbiografien. 2025, Seite 403 DOI:10.60848/12209 Das Altwürttemberger Pferd
Kategorie:Mitglied der Vorläufigen Volksvertretung für Württemberg-Baden Kategorie:Landwirt (Deutschland) Kategorie:Person (Ludwigsburg) Kategorie:Agrarfunktionär Kategorie:Verbandsfunktionär (Deutschland) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Württemberger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1886 Kategorie:Gestorben 1980 Kategorie:Mann