Cenodoxus – Doctor von Paris ist ein deutscher Puppenfilm der Augsburger Puppenkiste aus dem Jahr 1958. Es handelt sich um eine Verfilmung des Werkes Cenodoxus von Jakob Bidermann.
Handlung Mariscus will den gelehrten Cenodoxus in seinem Haus aufsuchen. Dort wird er allerdings von dessen Hausfrau Dama abgewiesen, die behauptet, dass im Haus die Pest sei. Unterdessen lebt schon seit längerem Philautia unter dem Namen Phillis im Haus und soll den Doktor zur Sünde führen. Cenodoxus erhält jedoch ebenso Beistand von seinem Schutzengel Cenodoxophylax, der ihm als Albertus begegnet. Da Phillis Cenodoxus nicht dazu bringen kann, Gott zu verfluchen, wird auch noch Hypocrisis unter dem Namen Hippia zu Cenodoxus gesandt. Unterstützung, um auf den rechten Weg zu gelangen, erhält Cenodoxus hingegen von Magda, bei der es sich um Conscientia handelt. Als im weiteren Verlauf Mariscus wieder auftaucht und von der Pest berichtet, will Cenodoxus ihn ins Irrenhaus schicken. Nach Intervention von Magda wird jedoch Dama abgeführt. Im weiteren Verlauf wird Cenodoxus von Morbus, der Krankheit, heimgesucht. Die herbeigerufenen Ärzte sind schließlich mehr am Profit als an der Genesung des Kranken interessiert. Schließlich ereilt Cenodoxus der Tod und er landet vor dem göttlichen Gericht. Währenddessen hört man bei der Beerdigung von Cenodoxus dessen Stimme und sein Klagen. Da Cenodoxus Gott nicht verflucht hat, verzichtet Luzifer darauf, ihn in die Hölle aufzunehmen. Die himmlischen Richter wollen ihn jedoch ebenfalls nicht in den Himmel aufnehmen, weshalb Gott selbst die Entscheidung treffen muss. Letztlich setzt sich zwar Conscientia als Fürsprecherin für Cenodoxus ein, kann das göttliche Urteil der Verdammnis über ihn jedoch nicht verhindern.
Synchronisation Rolle Synchronsprecher Mariscus, Schüler des Cenodoxus Albert Hehn Dama, Hausfrau des Cenodoxus Liane Kopf Panurgus, der Teufel der Gelehrsamkeit / Pandolfo Paul Verhoeven Asteroth, der Grossherzog der Hölle Fritz Rasp Hypocrisis, die Gleißnerei / Hippia Anja Buczkowski Cenodoxus Peter Pasetti Philautia, die Eigenliebe / Phillis Ina Peters Cenodoxophylax / Albertus Hans Baur Erzengel Michael Peter Arens Labeo, Schüler des Cenodoxus Karl Schaidler Naseo, Schüler des Cenodoxus Werner Uschkurat Exoristus, ein heimatloser Bettler Adalbert Fuhlrott Ptochus, ein verstümmelter Bettler Victor Gehring Dropax, Ordnungshüter Josef Schaper Smilax, Ordnungshüter Helmut Fischer Conscientia, das Gewissen / Magda Eleonore Noelle Philaretes, ein Klient des Cenodoxus Rolf von Nauckhoff Navegus, der Bettler der geteilten Naturen Harald Mannl Bruno, ein Minister des Königs Peter Martin Urtel Guarinus, ein Klient des Cenodoxus Wolf Petersen Rusticus, ein Bauer aus Naufragia Kurt Horwitz Morbus, Gott der Krankheit Kurt Stieler Dr. Asklepios Klaus Willi Krause Dr. Machaon Hans Magel Christus, der Herr Horst Tappert Luzifer, Herr der Hölle und Ankläger Peter Lühr St. Peter Ralph Turray St. Paul Hans Reinhard Müller Asempoloth, Sekretär der Hölle (stumm) Pausalioth, ein Teufel (stumm) Mors, der Tod (stumm) 4. Schöffe vor dem höchsten Gericht (stumm)
Produktion Der Film wurde für den Bayerischen Rundfunk produziert. Die Dreharbeiten fanden am 18., 20., 21. und 24. März 1958 in München statt. Die Erstausstrahlung erfolgte am 24. März 1958 um 20:55 Uhr im Deutschen Fernsehen.
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Einzelnachweise
Kategorie:Augsburger Puppenkiste Kategorie:Filmtitel 1958 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Fernsehfilm (Das Erste) Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Literaturverfilmung