Das Gebiet Bechtaler Wald ist ein mit Verordnung vom 1. März 2004 durch die Körperschaftsforstdirektion Freiburg ausgewiesener Bannwald (Schutzgebiet-Nummer 100002) bei Weisweil im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg.
Lage
Das Schutzgebiet befindet sich nordöstlich von Weisweil. Es liegt im Staatswald Landkreis Emmendingen auf dem Flurstück 085060-000-04791/000.https://wnsinfo.fva-bw.de/waldschutzgebiete/8012/
Der Bannwald ist Teil des Vogelschutzgebiets Rheinniederung Sasbach-Wittenweier.
Geologie Der Untergrund besteht mehrheitlich aus mäßig frischem kalkgründigem Lehm. Daneben gibt es zu einem geringen Anteil mäßig frischen Sandlehm. Darüber hinaus liegen frischer Sandlehm und Löss vor.
Vegetation Im Bannwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Pflanzen vor: Feldahorn, Spitzahorn, Berg-Ahorn, Knoblauchsrauke, Bärlauch, Buschwindröschen, Gemeine Akelei, Wald-Zwenke, Zittergras-Segge, Gemeine Hainbuche, Großes Hexenkraut, Gemeine Hasel, Eingriffeliger Weißdorn, Wald-Knäuelgras, Wilde Möhre, Rasen-Schmiele, Echter Wurmfarn, Einjähriges Berufkraut, Mandelblättrige Wolfsmilch, Zypressen-Wolfsmilch, Rotbuche, Gemeine Esche, Gewöhnliche Goldnessel, Bunter Hohlzahn, Gemeiner Hohlzahn, Kletten-Labkraut, Echte Nelkenwurz, Gundermann, Gemeiner Efeu, Wiesen-Bärenklau, Wolliges Honiggras, Weiches Honiggras, Behaartes Johanniskraut, Echte Walnuss, Gefleckte Taubnessel, Gemeiner Rainkohl, Gewöhnlicher Liguster, Deutsches Weidelgras, Waldgeißblatt, Rote Heckenkirsche, Wald-Flattergras, Wald-Sauerklee, Gemeine Fichte, Vielblütige Weißwurz, Vogelkirsche, Stieleiche, Gewöhnliche Robinie, Feld-Rose, Kratzbeere, Brombeeren, Winterlinde, Feldulme, Große Brennnessel, Hirschkäfer, Gelbhalsmaus, Feldspitzmaus, Zwergmaus, Waldspitzmaus, Zwergspitzmaus, Ringeltaube, Waldkauz.
Der Bannwald ist weitgehend deckungsgleich mit dem Biotop Bannwald 'Bechtaler Wald' NO Weisweil mit der Biotopnummer 277123162128.
Schutzzweck Der Schutzzweck des Bannwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung Die unbeeinflusste, spontane Entwicklung des Waldes mit seinen Tier- und Pflanzenarten (Schutz des Sukzessionsablaufs, Prozessschutz) sowie die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten. Dies beinhaltet den Schutz der Lebensräume und -gemeinschaften, die sich im Gebiet befinden, sich im Verlauf der eigendynamischen Entwicklung des Waldbestandes innerhalb des Schutzgebietes ändern oder durch die eigendynamische Entwicklung entstehen.
Betreuung Wissenschaftlich betreut wird der Bannwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).
Siehe auch Liste der Bannwälder in Baden-Württemberg
Weblinks mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte https://www.weisweil.de/forstwirtschaft/
Einzelnachweise
Kategorie:Waldschutzgebiet im Landkreis Emmendingen Kategorie:Weisweil Kategorie:Schutzgebietsgründung 2004