Interpol war eine deutsche True-Crime-Filmreihe von 1963 bis 1967. In der Dokumentation wurden echte internationale Kriminal- und Spionagefälle nacherzählt, bei denen die Hilfe von Interpol benötigt wurde. Dabei sollte die Serie der Ermittler bei der Aufklärung komplexer Verbrechen von Einbruch, Falschgeld, Kunstfälschung bis Kindesentführung. Allerdings wurden dann Folgen in die Serie aufgenommen, welche diesem angestrebten Schema nicht entsprachen.
Die Serie sollte an die ZDF-Erfolge von Das Kriminalmuseum (1963–1970) und Die fünfte Kolonne (1963–1968) anknüpfen. Auch die ARD-Serie Stahlnetz (1958–1968) lief sehr erfolgreich.
Im Gegensatz zu diesen Serien sollte Interpol international ausgerichtet werden und wurde bei der Filmproduktion Unifera in München in Auftrag gegeben. Der Produktionsleiter Adolf Rosen hatte in der Vergangenheit schon die Produktionsleitung für Der Hexer (1932), Die Fischerin vom Bodensee (1956), Die Prinzessin von St. Wolfgang (1957) und Drei weiße Birken (1961) inne.
Nach nur acht Folgen wurde die Serie aber nicht fortgesetzt.
Name der Filmreihe Der Vorspann beginnt in der Regel (Filme 1, 3, 4, 8) mit der Einblendung Interpol und endet mit Aus den Akten der Interpol. Auch soll in Fernsehzeitschriften die Filmreihe mit Nach den Akten der Interpol angekündigt worden sein. Interpol auf www.tv-krimis.info
Im Abspann des ersten Films Der Trick mit dem Schlüssel und vierten Films Die Dame mit dem Spitzentuch wird der Film auch noch mit Sie sahen: Interpol greift ein abgekündigt. Im ersten Film und dritten Film taucht im Abspann unter den Drehbuchautoren und im vierten Film nach dem Filmtitel die Formulierung Aus den Archiven der Interpol auf.
Vom obigen ausgenommen sind die Filme 2, 6 und 7, welche für die Filmreihe Streng geheim vorgesehen waren und diese Worte tauchen dann im Vor- und Abspann auf.
Der fünfte Film Tod um die Ecke weist weder den Interpol-Vorspann auf, noch war er für Streng geheim vorgesehen, beginnt mit den Schlagworten: Menschen, Schicksaale, Schlagzeilen und auch im Abspann taucht die Bezeichnung Interpol nicht auf.
Heute ist es üblich die Filmreihe in der Kurzform Interpol zu benennen und so wurde die Filmreihe auch 2019 auf DVD veröffentlicht.
Folgen Folge Epiosentitel Erstausstrahlung Deutschland RegieAnmerkung1. Der Trick mit dem Schlüssel 22. August 1963 Rudolf Nussgruber Fall über Trickdiebstahl mit Einbruch2. Ich war Cicero 12. September 1963 Rudolf Nussgruber Fall des deutschen Spions Cicero (Elyesa Bazna)3. Herz ist Trumpf 24. Oktober 1963 Rudolf Nussgruber Fall über gefälschte US-Dollars4. Die Dame mit dem Spitzentuch 19. März 1964 Rudolf Nussgruber Kunstdiebstahl und Fälschung5. Tod um die Ecke 18. Juni 1964 Rudolf Nussgruber Fall einer Kindesentführung6. Geld, Geld, Geld - Zwei Milliarden gegen die Bank von England 15. Juni 1965 Eugen York deutsche Fälschungen im 2. Weltkrieg7. Geld kennt keine Grenzen 22. Juni 1966 Eugen York Fortsetzung Folge 68. …geborene Lipowski 21. Juli 1967 Thomas Fantl Versicherungsbetrug
Kuriositäten Die zweite Folge: Ich war Cicero sollte eigentlich Pilotfilm der Serie Streng Geheim werden. Da diese aber nicht gestartet wurde, konnte (gleiche Produktionsfirma mit identischer Dramaturgie) daraus eine Folge von Interpol werden. Das gilt auch für die Doppelfolge 6 und 7: Geld, Geld, Geld und Geld kennt keine Grenzen.
Im Abspann der Folgen sollen die wechselnden Schauspieler nicht nach ihre Bedeutung für die Folge oder ihrer allgemeinen Bekanntheit, sondern alphabetisch nach Männern und dann Frauen getrennt aufgelistet worden sein. Diese Behauptung lässt sich anhand der DVD-Version von 2019 nicht nachweisen.
DVD Am 15. Februar 2019 ist die Filmreihe in einer Sammelbox aus drei DVDs von der Pidax Film- und Hörspielverlag GmbH veröffentlicht worden.
Weblinks
Interpol auf www.tv-krimis.info Vorspann der Filmreihe auf www.youtube.com Einzelnachweise
Kategorie:Fernsehserie der 1960er Jahre Kategorie:Fernsehserie (ZDF) Kategorie:Kriminal-Fernsehserie