Carrega Ligure (, ) ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Alessandria, Region Piemont, mit Einwohnern (Stand ).
Geographie mini|hochkant|Lage der Gemeinde Carrega Ligure in der Provinz Alessandria Die Gemeinde Carrega Ligure liegt 82 km südöstlich der Provinzhauptstadt Alessandria auf einer Höhe von im hinteren Val Borbera. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 55,26 km² und mit rund 1,5 Einwohnern/km² ist sie eine der Gemeinden Italiens mit der geringsten Bevölkerungsdichte und vielen unbewohnten Fraktionen im Val Campassi. Die Gemeinde liegt am südöstlichen Ende der Provinz am Ligurischen Apennin und grenzt an die Regionen Emilia-Romagna und an Ligurien. Es ist die einzige Gemeinde im Tal, die zum Naturpark Alta Val Borbera gehört.
Die Nachbargemeinden sind Cabella Ligure, Fascia (GE), Gorreto (GE), Mongiardino Ligure, Ottone (PC), Propata, Valbrevenna (GE) und Vobbia (GE).
Etymologie Der Ortsname ist seit 1257 als „Carega“ bezeugt, abgeleitet vom lateinischen Carratica. Dieser Name könnte durch die Lage der Siedlung, an der Kreuzung ligurischer Handelsstraßen und durch die „Maultiertreiber“-Tätigkeit der Einwohner für den Warentransport von Genua in die Lombardei erklärt werden.
Geschichte mini|Die Ruine des Castello dei Malaspina Fieschi Doria mini|hochkant|Verlassene Kirche im verlassener Fraktion Reneuzzi Seine Ursprünge scheinen, basierend auf einigen Ziegelfunden, bis ins 1. Jahrhundert n. Chr. zurückzugehen. Im Mittelalter gehörte es zum Bistum Tortona, wie aus einer Urkunde von 1157 hervorgeht, in der Papst Adrian IV. es erneut als bischöflichen Besitz bestätigte. Im Jahr 1225 erlebten wir den Übergang als Lehen an die Herren von Montalto und später an die Fieschi-Familie von Genua und die Doria, unter denen es lange Zeit mit einem Marquis-Titel blieb.Geschichte auf www.italiapedia.it
Seine jüngste Geschichte ist durch einen langsamen Verfallsprozess gekennzeichnet, der hauptsächlich durch Auswanderungsbewegungen in die nahegelegenen Gemeinden Genua und Novi Ligure verursacht wurde. Sie zählt zurzeit mit ihren 79 Einwohnern (Stand: 30. November 2024) zu den Gemeinden mit einer sehr geringen Bevölkerungszahl. Sie steht auf Platz 37 in ganz Italien und ist zusammen mit der Gemeinde Malvicino die mit der geringsten in der Provinz Alessandria ist. Seit Beginn der Einwohnerzählung 1861 hat die Gemeinde einen Rückgang von 97 % zu verkraften.
Am 1. Mai 2022 verschüttete ein Erdrutsch die Provinzstraße SP 147 und versperrte so die Zufahrt nach Carrege Ligure, so dass die Zufahrt nur über ligurisches Gebiet möglich war.Erdrutsch vom 1. März 2022 auf www.primaalessandria.it Nach über 2 Jahren, am 6. Juni 2024 konnte die Straße wieder eröffnet werden und die Gemeinde war wieder über das Borbera-Tal mit Alessandria erreichbar, allerdings unter ständiger Überwachung der Erdrutschbewegungen und der Wetterbedingungen.Wiedereröffnung der Straße am 6. Juni 2024 auf www.ilpopolotortona.it
Bevölkerungsentwicklung
Sehenswürdigkeiten Die Ruine des Castello dei Malaspina Fieschi Doria, die auf einem Hügel mit Blick auf das Dorf liegt. Die Pfarrkirche San Giuliano aus dem 15. Jahrhundert mit ihrem für die Gegend typischen Glockenturm mit Zwiebelturm. Eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert, einst ein Getreidespeicher der Zisterzienserabtei Rivalta Scrivia.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Piemont Kategorie:Ersterwähnung 1257