mini|hochkant|Jadwiga Rudnicka (2005) Jadwiga Julia Rudnicka (* 28. August 1931 in Sokołówka Hetmańska, Polen, heute Sokoliwka in der Ukraine; † 25. Januar 2026 in GliwiceNachruf auf zozpu.org, abgerufen am 18. Februar 2026.) war eine polnische Politikerin (ZChN, ChDSP, AWS, PiS). Sie war von 1991 bis 1993 Abgeordnete des Sejm in der I. Wahlperiode und gehörte von 2005 bis 2007 dem Senat der Republik Polen an.

Leben und Beruf Jadwiga Rudnicka wuchs zunächst in Lwów auf, bevor sie 1943 mit ihrer Mutter, einer Aktivistin der Turnbewegung „Sokół“, nach Opatów kam. 1945 ging es weiter nach Katowice und später nach Opole, wo sie ihr Abitur ablegte. Nach einer Ausbildung an der Oppelner Zweigstelle des Schlesischen Technisch-Wissenschaftlichen Instituts arbeitete sie im Kunststoffwerk „Nitron-Erg“ in Krupski Młyn. Sie schloss 1964 ihr Studium der Chemie an der Schlesischen Technischen Universität ab. Von 1955 bis 1981 arbeitete sie im Konstruktionsbüro „Prosynchem“ in Gliwice. Von 1985 bis 1991 arbeitete sie für das Unternehmen „Metalchem“. Von 1991 bis 2005 war sie Vertreterin für Investitionen der Direktorin des Maria-Skłodowska-Curie-Instituts für Onkologie in Gliwice. Zudem war sie auch Präsidentin der Hospizstiftung in Gliwice sowie jeweils stellvertretende Vorsitzende des schlesischen Zweigs der polnischen Krebsgesellschaft und der Gesellschaft zur Verteidigung der westlichen Grenzgebiete Polens. Zudem engagierte sie sich in verschiedenen polnisch-ukrainischen Gesellschaften. Nach ihrem Tod wurde sie auf dem Zentralfriedhof in Gliwice beigesetzt.

Politik Im Jahr 1980 trat Rudnicka der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność bei. Von 1980 bis 1982 engagierte sie sich zudem im Klub der katholischen Intelligenz in Gliwice. 1989 wurde sie stellvertretende Vorsitzende des Komitet Obywatelski „Solidarność” in Gliwice. Bei der ersten freien Parlamentswahl 1991 wurde Rudnicka auf der Liste des Wahlbündnisses Wyborcza Akcja Katolicka in den Sejm gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 500. Während der Wahlperiode verließ sie die Fraktion der Zjednoczenie Chrześcijańsko-Narodowe und schloss sich der Abgeordnetengruppe des Wahlbündnisses Chrześcijańska Demokracja an.„KOŁO POSELSKIE "CHRZEŚCIJAŃSKA DEMOKRACJA"“ auf der Seite des Sejm, abgerufen am 7. August 2025. Dort vertrat sie die Chrześcijańskiej Demokracji (ChDSP). Bei der Parlamentswahl 1993 kandidierten die Kandidaten der ChDSP auf der Liste des Porozumienie Centrum, das jedoch mit 4,4 % der Stimmen an der neu eingeführten Sperrklausel scheiterte.Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 610. Bei der Parlamentswahl 1997 kandidierte sie auf der Liste des Wahlbündnisses Akcja Wyborcza Solidarność (AWS), an dem sich die ChDSP beteiligt hatte, erreichte aber kein Mandat.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 20. Dezember 2025. Bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 wurde sie auf der Liste der AWS in den Sejmik der Woiwodschaft Schlesien gewählt. Bei der Parlamentswahl 2001 kandidierte sie erfolglos für die ChDSP auf der Liste der Prawo i Sprawiedliwość (PiS).Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 7. August 2025. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 wurde sie für die ChDSP auf der Liste „Prawo, Sprawiedliwość, Rodzina-Inicjatywa Samorządowa“ in den Stadtrat von Gliwice gewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 7. August 2025. Während der Wahlperiode trat sie zur PiS über. Für diese wurde sie 2005 in den Senat der Republik Polen gewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 7. August 2025. 2007 kandidierte sie nicht erneut. Bei den Europawahlen 2009Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 7. August 2025. und 2014Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 7. August 2025. kandidierte sie jeweils erfolglos für das Europaparlament.

Ehrungen 2011 Goldenes Verdienstkreuz der Republik PolenVerleihnachricht in Monitor Polski 2012, S. 282. 2016 Krzyż Wolności i SolidarnościVerleihnachricht in Monitor Polski 2016, S. 882. 2026 Kommandeurskreuz des Ordens Polonia Restituta (postum)„Prezydent nadał pośmiertnie Krzyż Komandorski Orderu Odrodzenia Polski Jadwidze Rudnickiej“ auf www.portalsamorzadowy.pl, abgerufen am 18. Februar 2026.

Weblinks

Biogram auf der Website des Sejm

Einzelnachweise

Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Dritte Republik) Kategorie:Senator (Dritte polnische Republik) Kategorie:ZChN-Mitglied Kategorie:AWS-Mitglied Kategorie:PiS-Mitglied Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Goldenen Verdienstkreuzes der Republik Polen Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Komtur) Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1931 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Frau