Vogelherd (auch Vogelheerd genannt) ist eine Wüstung im Gemeindegebiet der kreisfreien Stadt Nürnberg.
Geographie Die Einöde lag auf einer Höhe von inmitten des Sebalder Reichswaldes. Das Anwesen gehörte zu Haus Nr. 4 von Ziegelstein. Etwa 600 Meter südöstlich befand sich Herrnhütte.
Geschichte Im Atlas von Paul Pfinzing (1594) wurden in den Reichswäldern um Nürnberg 94 Vogelherde ausgewiesen. 1833 wurde eine zu dem Steuerdistrikt Großreuth hinter der Veste gehörige Einöde namens Vogelherd erwähnt.D. Fastnacht: Nürnberg, S. 442. Sie gehörte ursprünglich zur Ruralgemeinde Ziegelstein, 1836/37 erfolgte die Umgemeindung nach Erlenstegen. Nichtsdestotrotz findet sich im Topographisch-statistischem Handbuch des Königreichs Bayern (1867) auch bei der Gemeinde Ziegelstein ein Eintrag, jedoch mit abweichender Einwohneranzahl. Am 1. Januar 1899 wurde Vogelherd mit der Gemeinde Erlenstegen in die Stadt Nürnberg eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 13 4 4 3 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1840 werden diese als Häuser bezeichnet, 1836 und 1885 als Wohngebäude. 1 1 1Quelle Vogelherd wird noch bei der Gemeinde Ziegelstein aufgelistet, jedoch mit dem Vermerk, dass der Ort zur Gemeinde Erlenstegen gehöre.
Religion Vogelherd war evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Jobst (Nürnberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Wüstung in Nürnberg Kategorie:Ersterwähnung 1833