Max Otto Richard Foitzick (* 19. Mai 1836 in Tost, Kreis Tost-Gleiwitz, Provinz Schlesien; † 28. November 1906 in Groß-LichterfeldeBerg- und Hüttenmännische Rundschau, Organ für die Interessen des Bergbaues, Hüttenbetriebes und verwandter lndustrieen.Verlag: Gebrüder Böhm, Kattowltz O S.III. Jahrgang. Kattowitz, den 20. Dezember 1906Digitalisat, heute Berlin) war ein deutscher Berghauptmann und Leiter des Bergamtes Wettin.

Leben Max Foitzick war der Sohn eines preußischen Kreisrichters und machte 1855 das Abitur am Gymnasium Oppeln und begann seine bergmännische Laufbahn an der Friedrichsgrube zu Tarnowitz in Oberschlesien und wurde 1863 nach Beendigung des vorgeschriebenen Ausbildungsganges als Referendar in den preußischen Staatsdienst übernommen. Zwischenzeitlich leistete er vom 1. April 1858 bis Ende März 1859 seinen Militärdienst beim Leib-Infanterie-Regiment Nr. 8 in Berlin. Im Juli 1866 als Bergassessor zum Oberbergamt Breslau gerufen und kam 1867 als Hilfsarbeiter zum Oberbergamt Dortmund. Zuvor kämpfte er im Deutschen Bruderkrieg 1866 als Landwehroffizier im 3. Niederschlesischen Infanterie-Regiment Nr. 50. Foitzick erhielt die Berufung zum Berginspektor und Leiter der Berginspektion am Deister und wurde dort zwei Jahre später Bergwerksdirektor und Direktor der Inspektion. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 kämpfte er im 16. Landwehr-Regiment. Zum Direktor der Berginspektion Rüdersdorf berufen, erhielt er 1876 die Ernennung zum Bergrat und kam 1880 als Direktor (Berghauptmann) zum Bergamt Wettin, das wegen der großen Steinkohlevorkommen in der Provinz Sachsen durch Preußen eingerichtet wurde.Saarländische Universitäts- und Landebibliothek: Der Bergfreund Digitalisat Offenbar wurden die preußischen Bergbeamten nicht sehr gut für ihre Arbeit bezahlt, denn am 4. November 1890 sah sich Max Foitzickk veranlasst, beim Minister für Handel und Gewerbe ein Klageschreiben über seine finanziellen Verhältnisse einzureichen.Michael Farrenkopf: Zwischen Bürgerlichkeit, Beamtenstatus und berufsständischer Orientierung. Die höheren preußischen Bergbeamten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Digitalisat).

1901 trat Foitzick in den Ruhestand.

Auszeichnungen 1866 Erinnerungskreuz für 1866 1870 Landwehr-Dienstauszeichnung II. Klasse 1871 Kriegsdenkmünze 1870/1871 1887 Roter Adlerorden IV. Klasse 1894 Geheimer Bergrat 1897 Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Medaille 1897 1897 Roter Adlerorden III. Klasse mit Schleife 1901 preußischer Kronen-Orden II. Klasse

Literatur Walter Serlo: Die preußischen Bergassessoren | S. 31 Ewig, Wolfgang W.: Die Direktoren des Steinkohlenbergwerkes in Barsinghausen von 1867 bis 1957. Barsinghausen 1996, S. 13–15

Weblinks Max Foitzick Kurzbiografie im Internet-Portal „Westfälische Geschichte“

Einzelnachweise

Kategorie:Geheimer Bergrat Kategorie:Berghauptmann (Breslau) Kategorie:Behördenleiter Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1836 Kategorie:Gestorben 1906 Kategorie:Mann