Der Fußgängertunnel Rendsburg ist ein Fußgängertunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg.
Der Tunnel wurde zwischen 1962 und 1965 als Ersatz für die 1961 stillgelegte zweite der Rendsburger Drehbrücken 550 m östlich des 1961 eröffneten Straßentunnels im Schildvortrieb unter Überdruck gebaut.
Die Einweihung des Tunnels fand am 28. Mai 1965 statt. Die tatsächlichen Baukosten beliefen sich auf 13 Millionen D-Mark und überschritten damit die ursprüngliche Planung um etwa 5 Millionen D-Mark.
Vorgesehen war der Tunnel für die Nutzung durch Fußgänger, Fahrradfahrer, Mopedfahrer und Kranken-Fahrstühle. Vorausberechnungen im Rahmen der Planung ergaben eine mittlere Stundenlast von 150 Fußgängern und 800 Radfahrern. Als mittlerer Tagesverkehr wurden 3400 Fußgänger und 3800 Radfahrer, 540 Mopeds und 60 Kinderwagen berechnet.
Die eigentliche Tunnelröhre ist 131 m lang, der Höhenunterschied von ca. 28 m zum Bodenniveau wird mit je zwei Rolltreppen von 55,9 m (Fahrzeit zwei Minuten) und einem Aufzug auf jeder Seite des Kanals überwunden. Diese Fahrtreppen galten damals als die längsten in Europa und waren auf eine Spitzenlast von bis zu 8000 Personen pro Stunde ausgelegt.
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Einzelnachweise
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