Krosno () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage Krosno liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, vier Kilometer westlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland () bzw. 15 Kilometer südöstlich der jetzigen Kreismetropole Elbląg ().
Geschichte Das einst Pazlok genannte Dorf wurde vor 1307 gegründet, hieß nach 1308 Crossen, schrieb sich nach 1820 Croßen und schließlich nach 1871 Krossen.Dietrich Lange: Krossen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) In Krossen entdeckte man einen Friedhof aus dem 9. bis 13. Jahrhundert und wertvolle Fundstücke mit Keramik aus eben dieser Zeit.GenWiki: Krossen im Landkreis Preußisch Holland
Krossen war im Jahre 1785 ein königliches und köllmisches Dorf mit 13 Feuerstellen, 1820 ein königliches Bauerndorf mit 14 Feuerstellen bei 101 Einwohnern.
Im Jahre 1874 kam Krossen zum neu errichteten Amtsbezirk Weeskenhof (polnisch Rzeczna) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland im Regierungsbezirk Königsberg.Rolf Jehke: Amtsbezirk Weeskenhof/Drausenhof 251 Einwohner zählte Krossen im Jahre 1910, zugehörig waren die Ortschaften Abbau Krossenfelde (polnisch Krosienko) und Mühle Krossen (Krosno-Młyn).Meyers Gazetteer: Krossen Die Einwohnerzahl stieg bis 1933 auf 282.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Preußisch Holland
Im Jahre 1937 wurde der Amtsbezirk Weeskenhof in „Amtsbezirk Drauesenhof“ (polnisch Drużno) umbenannt. Die Einwohnerzahl Krossens belief sich im Jahre 1939 auf 273.
In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Krossen erhielt die polnische Namensform „Krosno“ und ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion Krossen war bis 1945 in die evangelische Pfarrkirche der Stadt Preußisch Holland in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472 Heute gehört Krosno zur Pasłęker St.-Georgs-Kirche in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Seitens der römisch-katholischen Kirche ist die Zugehörigkeit vor und nach 1945 die gleiche geblieben: zur Pfarrei St. Josef in Pasłęk, jetzt im Dekanat Pasłęk 1 im Bistum Elbląg.
Verkehr Krosno liegt verkehrsgünstig an zwei Woiwodschaftsstraßen: > der DW 513, die – die Städte Lidzbark Warmiński (Heilsberg), Orneta (Wormditt) und Pasłęk (Preußisch Holland) miteinander verbindend – von Wozławki (Wuslack) nach hier führt, und > der DW 527, die von Dzierzgoń (Christburg) über Pasłęk und Morąg (Mohrungen) bis nach Olsztyn (Allensein) verläuft und dabei einen längeren Abschnitt der früheren deutschen Reichsstraße 133 befährt.
Die nächste Bahnstation Krosnos ist Bogaczewo (Güldenboden). Sie liegt an der im regelmäßigen Bahnverkehr betriebenen Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo.
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Krossen
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1307 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Pasłęk