Die Komturei Goldingen war eine Kommende des Livländischen Ordens, eines Zweigs des Deutschen Ordens. Sie wurde 1252 gegründet und bestand bis 1560. Sitz der Komturei war die Ordensburg Goldingen im heutigen Kuldīga.

Die Burg Goldingen spielte im 13. Jahrhundert eine wichtige Rolle bei der Unterwerfung lokaler Stämme sowie der Aufrechterhaltung der Kontrolle in der Region und war immer wieder Ausgangspunkt für Feldzüge gegen die Heiden. Nach der Ernennung des Komturs von Goldingen zum Stellvertreter des Landmeisters in Kurland und der damit einhergehenden Unterstellung aller dortigen Konvente und Ordensbrüder wurde Goldingen zu einer der bedeutendsten livländischen Komtureien.

Komture von Goldingen

1252: Bruno 1252: Goswin 1253–1258: Heinrich 1272–: Dietrich 1282–: R. 1291–: Helmich 1301–: Detmar 1305–: Rudolf 1310–: Reimar Hahn 1327–1328: Eberhard von Monheim 1337–1341: Hermann Gutacker 1347–1348: Arnold von Vietinghoff 1348–1349: Gerlach von Haren 1363–: Johann von Save 1365–1367: Siegfried Hunswin von Lahnstein 1383–1395: Dietrich Hövelmann 1397–1399: Meinhard Graf von Everstein um 1405 (?): Jakob 1413–1414: Heinrich von der Recke gen. Stam 1416–: Helwig von Gilsa 1420: Walrabe von Hunsbach 1420–: Albert Torck 1422: Dietrich Kra 1422–1427: Frank von Steinen 1428–1430: Sweder von Reve 1430–1431: Heinrich von Notleben 1432–1434: Heidenreich Vincke von Overberg 1434–1436: Simon Langschenkel 1441: Bertold von Bredenol 1442–1446: Heinrich Schleier 1450–1451: Johann von Stemmen 1453–1462: Johann von Krieckenbeck gen. Spor 1462–1470: Lubbert von Varssem 1470–1471: Konrad von Herzenrode 1472–1482: Gerhard von Mallinckrodt 1484–1490: Dietrich von Altenbockum 1490–1494: Heinrich von Brüggen 1495–1501: Heinrich von Galen 1502–1519: Otto Goes 1519–1529: Gerhard von der Brüggen 1529–1535: Heinrich von Galen 1535–1544: Ernst von Münchhausen 1545–1556: Christoph von Neuhof gen. Ley 1556–1560: Heinrich Steding 1560: Werner Schall von Bell

Literatur Lutz Fenske & Klaus Militzer (Hg.): Die Ritterbrüder im livländischen Zweig des Deutschen Ordens. Böhlau, Köln, 1993, ISBN 3-412-06593-5, ISBN 978-3-412-06593-5, S. 758.

Einzelnachweise

Kategorie:Kommende des Deutschen Ordens Kategorie:Geschichte Lettlands im Mittelalter Komturei Goldingen