300px|mini|Hippios/as in Müllers Stammtafel der magnesischen Helden; Urgroßvater: Argos, Großvater: Magnes. Hippios oder auch Hippias ist eine Gestalt der griechischen Mythologie. Auf Grund seiner Abstammung und der geographischen Verortung gehört er möglicherweise zum sagenhaften Volksstamm der Lapithen.Roscher, Lapithen, siehe Literatur. Einzige Quelle ist der sonst unbekannte hellenistische Mythograph Peisandros, zitiert in den Scholien zu den Phönikerinnen des Euripides.Siehe Quellen: Peisandros, Scholien; Literatur: Keydell, Peisandros.

Name Der Name kommt vom griechischen Ἳππιος, Híppios, lateinisch und deutsch mit derselben Betonung auch Híppius. Es handelt sich um ein Adjektiv, abgeleitet von ἳππος, híppos, Pferd, mit der Bedeutung vom Pferde, zum Pferd gehörig, substantiviert ist er dann der PferdemannLiddell-Scott, perseus.tufts.edu. oder der RossigePape-Benseler, Wörterbuch der griechische Eigennamen, Seite 562, archive.org.. Der Name passt gut zu einem Lapithen, denn „der Mythos hat die Lapithen ... zu einem Geschlecht von riesenhaften Helden der Vorzeit gestaltet, von denen zahlreiche thessalische Adelsgeschlechter ihren Stammbaum ableiteten.“Schmidt, Lapithai, siehe Literatur. Sein rossiger Name verspricht große Taten, überliefert wird aber nur sein Tod.

Mythos Er ist der Sohn des EurynomosScholien 1760, 7–8: Ἵππιον τὸν Eὐpυvόμou τοῦ τοῖς Κενταύροις µαχεσαµένου = Hippios ist der Sohn des Eurynomos, der mit den Kentauren kämpfte., seine Mutter bleibt unbekannt. Er hat eine Schwester, OrsinomeDiodor 4, 69, siehe Quellen., die durch Heirat mit dem König der Lapithen, Lapithes, in die höchsten Kreise des Adels aufsteigt. Hippios bleibt jeglicher Erfolg versagt, er geht unbekannterweise nach Theben und wird von der Sphinx getötet.Scholien 1760, 9–10: „Ὁ μὲν οὖν Ἴππιος xai ξένως ὢν ὑπὸ τῆς ὁφιγγὸς ἀντρέδη“ (dt.: „der Hippios, und er war (in Theben) ein Fremder, wurde freilich von der Sphinx getötet.“) Das ist alles, was von ihm überliefert wird, er ist mit seinem Namen eine kleine familiäre Ergänzung zum Vater und zur Schwester.

Quellen Diodor: Historische Bibliothek 4, 69; Edition Wurm, Metzler, Stuttgart 1829, Seite 467, deutsche Übersetzung, books.google.de. Peisandros in den Scholien zu Euripides' Phönikerinnen, § 1760, 1–10; Edition Schwartz: Scholia in Euripidem, Phoenissae, Reimer, Berlin 1887, Band 1, Seite 414, archive.org; zu Peisandros siehe Literatur, Keydell.

Literatur Magdalena Schmidt: Lapithai, in Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, Band XII, 1, Seite 783 f., elexikon.ch. Rudolf Keydell: Peisandros 13, RE 19, 147 f., elexikon.ch. Zu den Einzelnamen, Nr. 27: Hippios.

Einzelnachweise

Kategorie:Lapithe