Die Fürstengarde von Bukarest () war eine historische Schutztruppe der walachischen Fürsten.

Geschichte Nachdem Bukarest im Jahr 1659 unter Fürst Gheorghe Ghica zur alleinigen Residenzstadt der walachischen Woiwoden wurde, gewann die Stadt zunehmend an politischer Bedeutung. Zum Schutz des Fürstenhofs sowie zentraler Regierungsgebäude wurde eine eigene Garde eingerichtet. Die Fürstengarde setzte sich gemäß osmanischer Rängordnung aus den Ciohodari, arnautischen Söldnern und Delii zusammen. An ihrer Spitze standen der Tufecci-bașa und der Deli-bașa. Die Gardisten trugen arnautische Tracht und waren mit Pistolen und Yatagan bewaffnet.

Organisation und Aufgaben Die Fürstengarde unterstand direkt dem Fürsten. Zu ihren Aufgaben zählten der Schutz des Fürstenhofs und der Residenzen, die Begleitung des Fürsten bei Reisen. Sie bildeten im Kriegsfall das wichtigste Militärkorps der Heeres. Die Garde war regelmäßig zugegen, wenn Beamte der Hohen Pforte empfangen wurden.

Literatur Bobescu, Ion B.: Curtea domnească, garda domnească şi ridicarea a rangurile boereşti înainte de Regulamentul Organic (sub domnii fanarioţi). Bukarest 1909 (online).

Einzelnachweise

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