mini|Breiter Weg 174, Ecke Ulrichplatz im Jahr 2025 mini|Goldschmiedebrücke 19, Blick von Südwesten Breiter Weg 174, Goldschmiedebrücke 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19, Krügerbrücke 1, Ulrichplatz 3–6 ist ein denkmalgeschützter Gebäudekomplex in Magdeburg in Sachsen-Anhalt.
Lage Der Komplex befindet sich in der Magdeburger Altstadt und zieht sich, quer zum Breiten Weg, von West nach Ost auf der Südseite von Ulrichplatz und Goldschmiedebrücke verlaufend entlang.
Geschichte und Architektur Die drei sechsgeschossigen sogenannten Scheibenhochhäuser entstanden von 1955 bis 1958 nach einem Entwurf des Architekten Johannes Kramer. Sie verfügen über ein- bis zweigeschossige, großflächig verglaste Ladenbereiche. Die Fassaden sind im Übrigen verputzt, wobei die Gliederung durch von Natursteinen gerahmte und die Geschosse übergreifende Rasterwände erfolgt. Die Fensteröffnungen sind paarweise angeordnet. Es besteht jeweils ein Mezzaningeschoss.
Bei der Entstehung bildeten die Häuser die südliche Kante des neuen Zentralen Platzes. Sie traten an die Stelle von im Zweiten Weltkrieg zerstörten oder beschädigten Gebäuden, so auch dem Haus Zum blauen Stern. Im östlichen Abschnitt wurde die wieder instand gesetzte Heilig-Geist-Kirche abgerissen und überbaut. In diesem Gebiet wurde auch der Bereich des Hospital St. Annen überbaut. Da diese neue Platzkante sich als bewusster Bruch mit der historischen Stadtstruktur darstellte, wurde auch der Straßenverlauf historischer Straßen überbaut, so der Schöneeckstraße, der Berliner Straße und des St.-Annen-Durchgangs. mini|Blick auf die heutige Goldschmiedebrücke 19 im Jahr 1966 Diese südliche Kante bildete das Gegenstück zu den insbesondere nördlich des Platzes nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen neoklassizistischen Bauten im Stil der Nationalen Tradition. Anders als diese sind sie durch ihre modern-sachliche Fassadengliederung geprägt. Lediglich das Mezzaningeschoss verbindet diese modernistischen Bauten mit ihren neoklassizistischen Vorläufern. Die Bauten gelten als architekturhistorisch interessant, da sie so den Wechsel der architekturpolitischen Auffassungen in der DDR-Baupolitik dokumentieren.
Im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt ist der Komplex als Wohn- und Geschäftshaus unter der Erfassungsnummer 094 71127 als Baudenkmal verzeichnet.Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 19. 03. 2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Seite 2566
Literatur Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Band 14, Landeshauptstadt Magdeburg, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2009, ISBN 978-3-86568-531-5, Seite 139 f.
Einzelnachweise
Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren Kategorie:Kulturdenkmal in Magdeburg Kategorie:Wohn- und Geschäftshaus in Magdeburg