mini|hochkant|Wappen der Edlen von Hefner von 1806 im Österreichischen Staatsarchiv mini|hochkant|Wappen der Hefner von Alteneck von 1814 Hefner-Alteneck (auch Hefner-Altneck) und Edle von Hefner, ursprünglich Hefner, sind die Namen eines zweifach geadelten, inzwischen erloschenen bayerischen Geschlechts. Prominente Familienmitglieder waren Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck und dessen Sohn Friedrich von Hefner-Alteneck.

Die Familie ist von dem ebenfalls erloschenen bayerischen Briefadelsgeschlecht Hefner zu unterscheiden.

Geschichte Am 27. Juni 1806 erhielt Peter Joseph Hefner (* Mainz; † 17. September 1831), königlich-kaiserlicher wirklicher Rat, Konzipist der kaiserlichen geheimen Reichshofkanzlei und adjungierter Reichshofratssekretär, mit Prädikat „Edler von“ den Reichsritterstand verliehen.Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 175.30 (AT für Österreich nach ISO-3166-1-Kodierliste; Österreichisches Staatsarchiv; Allgemeines Verwaltungsarchiv; Adelsangelegenheiten; Reichsadelsakten; Aktennummer 175.30): Hefner, Peter Joseph, kaiserlich Rat, Konzipist der kaiserlichen geheimen Reichshofkanzlei und adjungierter Reichshofratssekretär, Ritterstand, „Edler von”, privilegium denominandi, privilegium de non usu, 1806.06.27.

Stammvater der Hefner-Alteneck ist dessen jüngerer Bruder Franz Ignaz Heinrich von Hefner (* 12. Dezember 1756 in Mainz; † 20. März 1846 in Aschaffenburg). Er war kurfürstlich-mainz’scher und dann königlich-bayerischer Staatsrat. Wohl im Jahr 1796 heiratete er in Bamberg die Tochter eines dortigen Kunst- und Buchhändlers Margaretha Göbhardt. Am 22. November 1814 wurde er von König Maximilian I. in den bayerischen Adelsstand erhoben. Ein Eintrag in die königlich-bayerische Adelsmatrikel erfolgte am 1. März 1815 in München. Ihr gemeinsamer Sohn Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck (* 1811 in Aschaffenburg) war als von Hefner geboren, erhielt aber von König Maximilian II. im Jahr 1856 „zur Verhütung störender Namensverwechslungen“ den Beinamen Alteneck.

Stammfolge Die Stammfolge stellt sich wie folgt dar:

Wappen Blasonierung des Wappens der Edlen von Hefner von 1806 In Blau ein goldener gestürzter Sparren begleitet von drei (1:2) goldenen Wecken. Zwei gekrönte Helme mit blau-goldenen Helmdecken: I. ein offener blauer Flug, rechts mit einem zunehmenden, links mit einem abnehmenden goldenen Halbmond belegt; II. zwei ins Andreaskreuz gestellte rot-gefiederte goldene Pfeile mit den Spitzen nach oben. Blasonierung des Wappens derer von Hefner-Alteneck von 1814 In Blau ein mit drei silbernen Rosen mit grünen Stengeln belegter schrägrechter Balken. Auf dem gekrönten Helm mit blau-goldenen Decken ein silberner abnehmender Halbmond zwischen einem offenen blauen Flug, der beiderseits mit je zwei gekreuzten, rot-gefiederten Pfeilen belegt ist, wobei die Spitzen nach oben zeigen.

Rezeption mini|Haus Hefner-Alteneck-Str. 2 in Sendling (München), Baudenkmal In Aschaffenburg wurde die Hefner-Alteneck-Schule als Ganztagsschule mit Hort nach dem Geschlechtsnamen benannt; sie ist unterteilt in die Hefner-Alteneck-Grundschule und Hefner-Alteneck-Mittelschule und befindet sich im Aschaffenburger Hefner-Alteneck-Viertel; das 9 ha große Viertel-Areal mit etwa 1000 Einwohnern in 530 Wohnungen liegt südöstlich der Innenstadt. Es wird unter anderem von der Hefner-Alteneck-Straße umgrenzt und wurde ab 2010 bis zu Beginn der 2020er Jahre unter Investition von über 43 Millionen Euro saniert. In der Aschaffenburger Hefner-Alteneck-Straße gibt es den Familienstützpunkt Hefner-Alteneck mit der Kindertagesstätte St. Martin. Auch gibt es die Hefner-Alteneck-Straße in Sendling (München) und gab eine in Berlin-Charlottenburg.

Literatur Hefner-Alteneck. In: Otto Titan von Hefner: Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland. Band 2: (G–L). Regensburg 1863, S. 126 (Google Bücher) Hefner-Altneck. In: Otto Titan von Hefner: Das große und allgemeine Wappenbuch weyland J. Siebmachers. Der blühende Adel des Königreichs Bayern. Nürnberg 1854, S. 83, Tfl. 96 (Text; Tafel )digitale-sammlungen.de. Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck: Lebens-Erinnerungen. München 1899; . Johann Christian von Hellbach: Adels-Lexikon. 1. Band: A–K. Ilmenau 1825, S. 526 (Google Bücher). Hefner, Ritter u. Elde und Hefner. In: Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 4 (Graffen – Kalau v. Kalheim). Leipzig 1863, S. 268 (Google Bücher). Konrad Tyroff: Wappenbuch des gesammten Adels des Königreichs Bayern, Band VI, Nürnberg 1823, Tafel 1 (hhu.de). von Hefner-Alteneck. In: Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser, Jahrgang 11. Brünn 1886, S. 179–180 (digitalniknihovna.cz); Jahrgang 17. Brünn 1892, S. 132–133 (Google Bücher). Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser Teil B, 1913, S. 323; 1915, S. 369; 1919, S. 350; 1923, S. 264; 1929, S. 258 Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band V, Band 84 der Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1984, S. 60–61, von Hefner. In: Konrad Tyroff: Wappenbuch des gesammten Adels des Königreichs Baiern, Band 6 (H–L). Nürnberg 1823. Tfl. 1. (Google Bücher) Hefner. In: Karl Heinrich von Lang: Adelsbuch des Königreichs Bayern, Band 1. G. P. J. Bieling (Verlag), Nürnberg 1815. S. 374 (Google Bücher).

Weblinks Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 175.30 (AT für Österreich nach ISO-3166-1-Kodierliste; Österreichisches Staatsarchiv; Allgemeines Verwaltungsarchiv; Adelsangelegenheiten; Reichsadelsakten; Aktennummer 175.30): Hefner, Peter Joseph, kaiserlich Rat, Konzipist der kaiserlichen geheimen Reichshofkanzlei und adjungierter Reichshofratssekretär, Ritterstand, „Edler von”, privilegium denominandi, privilegium de non usu, 1806.06.27.

Einzelnachweise

Kategorie:Bayerisches Adelsgeschlecht