Beim K136 Kooryong () handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-System auf Radfahrgestell aus südkoreanischer Produktion. Die Typenbezeichnung der Streitkräfte Südkoreas lautet K136.Beschreibung auf tradoc.army.mil (englisch, abgerufen am 22. Juli 2025)

Entwicklungsgeschichte Im Jahr 1979 begannen am staatlichen Laboratorium für Verteidigungswissenschaften (국방과학연구소) die Entwicklungsarbeiten an diesem mobilen MehrfachraketenwerfersystemK136 Kooryong (englisch, abgerufen am 22. Juli 2025), weil Nordkorea in den 1970er-Jahren über ein großes Arsenal an Raketenartillerie aus sowjetischer Produktion, wie zum Beispiel BMD-20, BM-14 und BM-21, verfügte. Um dieser quantitativen Übermacht zu begegnen, wurden bereits ab dem Jahr 1981 erste Exemplare ausgeliefert und bei der Südkoreanischen Armee eingeführt.견인포 같은 K136A1 구룡 다련장 로켓포 (koreanisch, abgerufen am 27. April 2026)

Von 1987 bis 1991 wurde die verbesserte Version K136A1, die mit Werferrohren aus Edelstahl und einem hydraulischen Kippzylinder ausgestattet war, bei der südkoreanischen Armee eingeführt. Im Jahr 1988 wurden die Raketen K33 und K38 mit einer Reichweite von 36 km bzw. 30 km entwickelt.

Der K136 Kooryong ist ein typisches Waffensystem des Kalten Krieges mit hoher Feuerrate und guter Flächenwirkung, das aber in einem modernen Konflikt mit seiner manuellen Bedienung und Ungenauigkeit zunehmend an Bedeutung verliert. Mit Stand 2026 wird es bei den südkoreanischen Streitkräften schrittweise durch das deutlich leistungsfähigere K239-Chunmoo-Mehrfachraketenwerfer-System abgelöst.

Technik und Bewaffnung mini|Rückseite des Rohrpakets →DatenquelleChristopher F. Foss: Jane’s Armour and Artillery 1994–1995. Jane’s Information Group, Vereinigtes Königreich, 1994, ISBN 0-7106-1154-4, S. 709. Kaliber: 130 mm (in manchen Quellen als 131 mm bezeichnet) Anzahl der Rohre: 36 (in einem Rohrpaket) Raketen-Typen: K30: Reichweite ca. 23 km, Gewicht ca. 54 kg K33: Reichweite bis ca. 36 km, Gewicht ca. 64 kg K37/K38: Reichweite ca. 22–30 km Gefechtskopf: ca. 21 kg hochexplosiv (HE) oder vorfragmentiert (mit ca. 16.000 Stahlkugeln für Splitterwirkung) Mündungsgeschwindigkeit (V0) ca. 1.200 m/s Streukreisradius (CEP) ca. 390 m Feuergeschwindigkeit: Alle 36 Raketen in ca. 18–20 Sekunden Fahrzeug: KIA KM500 mit einer Gesamtmasse von ca. 16,4 t und einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auf der Straße. Besatzung: 3 Mann Nachladen: Mit einem separaten 5-Tonnen-Nachschub-LKW (72 Raketen), Dauer ca. 10 Minuten. Viel manueller Aufwand ist allerdings erforderlich.

Versionen K136: Ursprüngliche Version. K136A1: Überarbeitete Edelstahl-Startrohre; Elevation des Rohrpakets durch einen hydraulischen Kippzylinder.

Nutzerstaaten : 36 Einheiten wurden im Jahr 2004 beschafft und befinden sich seitdem im Einsatz.Army Equipment - Egypt auf www.globalsecurity.org (englisch, abgerufen am 24. Juli 2025) : 40 Einheiten sollen sich 2026 noch im Dienst befinden, wobei auch diese verbleibenden Exemplare sukzessive ausgemustert werden.South Korea Army (englisch, abgerufen am 27. April 2026)

Weblinks

Beschreibung auf GlobalSecurity.org (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Südkoreanisches Militärfahrzeug Kategorie:Raketenwerfer Kategorie:Mehrfachraketenwerfer