mini|Michal Kosakowski (2015) Michal Kosakowski (* 1975 in Stettin, Polen) ist ein polnisch-deutscher Filmregisseur, Medienkünstler und Dozent. Er arbeitet vor allem in den Bereichen Experimentalfilm, Dokumentarfilm und Videokunst.

Leben und Ausbildung Kosakowski wurde 1975 in Stettin geboren und zog im Alter von zehn Jahren mit seiner Familie nach Wien.Dokweb.net: Michal Kosakowski – Biografie, abgerufen am 12. Juli 2025. Dort absolvierte er die Handelsakademie und studierte kurzzeitig an der Wiener Filmakademie.Bauhaus Kooperation: Michal Kosakowski – Künstlerprofil, abgerufen am 12. Juli 2025.

Zwischen 1997 und 2000 war er Artist-in-Residence im Kommunikationszentrum Fabrica in Italien, wo er u. a. mit dem Fotografen Oliviero Toscani zusammenarbeitete.Film International: Interview mit Michal Kosakowski, abgerufen am 12. Juli 2025.

Werk Bereits in den 1990er Jahren gründete er die unabhängige Produktionsfirma Dark Productions in Wien, mit der er zahlreiche Kurzfilme produzierte. Ab 2003 war er mit seiner Firma Kosakowski Films in Berlin tätig, die sich auf experimentelle Filme, Installationen und Dokumentarprojekte spezialisierte.

Zero Killed Sein bekanntester Film ist Zero Killed (2012), ein semidokumentarisches Projekt über Menschen, die ihre eigenen Gewaltfantasien filmisch inszenieren und anschließend reflektieren.Genrefilm.net: Zero Killed, abgerufen am 12. Juli 2025. Der Film basiert auf der Videoinstallation Fortynine (2007) und wurde unter anderem beim Chicago Underground Film Festival ausgezeichnet.

Weitere Projekte Just Like the Movies (2006) – ein Kurzfilm über mediale Repräsentationen der Terroranschläge vom 11. September; ausgezeichnet in Mailand und Amsterdam. German Angst (2015) – Episodenfilm mit drei Geschichten. Kosakowski inszenierte die Episode Make a Wish, die sich mit Gewalt, Rache und magischem Realismus auseinandersetzt. Die anderen Episoden stammen von Jörg Buttgereit und Andreas Marschall.Kino-Zeit: Filmkritik zu German Angst, abgerufen am 12. Juli 2025. Holofiction (2025) – multimediales Projekt über Erinnerungskultur in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek.

Lehr- und Kuratortätigkeit Von 2008 bis 2011 lehrte Kosakowski Experimentalfilm und Filmtheorie an der Mediadesign Hochschule München. Zudem war er Juror bei mehreren internationalen Filmfestivals, darunter das Milano Film Festival und das SLASH Filmfestival.SLASH Filmfestival Juryprofil, abgerufen am 12. Juli 2025.

Stil und Rezeption Kosakowskis Filme gelten als herausfordernd und provozierend. Sie thematisieren Gewalt, Ethik, Erinnerung und mediale Darstellung. Kritiker bezeichnen insbesondere Zero Killed als „verstörend“ und konfrontativ.Fandor/Keyframe: „Three, Two, One – Zero Killed“, abgerufen am 12. Juli 2025.

Persönliches Kosakowski lebt in Berlin mit der Künstlerin Uli Aigner und hat vier Kinder.

Filmografie (Auswahl) 2006: Just Like the Movies (Kurzfilm) 2007: Fortynine (Videoinstallation) 2012: Zero Killed 2015: German Angst (Episode: Make a Wish) 2025: Holofiction

Auszeichnungen (Auswahl) 2006: Best Short Film – Milano Film Festival für Just Like the Movies 2012: Best Documentary – Chicago Underground Film Festival für Zero Killed

Weblinks

Offizielle Website von Michal Kosakowski

Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Videokünstler (Deutschland) Kategorie:Person (Film, Berlin) Kategorie:Polnischer Emigrant in Österreich Kategorie:Polnischer Emigrant in Deutschland Kategorie:Pole Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1975 Kategorie:Mann