Das jüngste Geißlein ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom SWR produzierte Beitrag ist die 1324. Tatort-Episode und wurde am 4. Januar 2026 im ORF und im Ersten ausgestrahlt. Die Freiburger Ermittlerin Franziska Tobler ermittelt ihren 16. Fall, ihr Kollege Friedemann Berg seinen 15.

Handlung Im Schwarzwald entdeckt der nach den Ereignissen im vorherigen Fall Der Reini des Dienstes enthobene Kommissar Friedemann Berg das verängstigte neunjährige Mädchen Eliza, das sich in seinem Elternhaus in einem Uhrkasten versteckt hält. Ihre Eltern sind verschwunden. Kurz darauf wird die Leiche ihres Stiefvaters, mit Steinen beschwert, in einem Stausee aufgefunden. Tobler, Berg und die Kinderpsychologin Dr. Kaltenstein versuchen das Trauma des mutistischen Kindes zu überwinden und die verschwundene Mutter zu finden. Einzig Berg gegenüber öffnet sich das Kind und spricht.

Eliza hat eine Affinität für das Märchen Der Wolf und die sieben Geißlein der Gebrüder Grimm, welches sie immer wieder als Hörspiel auf einem alten Walkman anhört. Immer wieder sieht sie sechs andere Mädchen, die sich und Eliza als die sieben Geißlein identifizieren. Nachdem Eliza aus der Obhut der Psychologin nach Hause geflüchtet ist, offenbart sich dort der Tathergang:

Eliza hatte beobachtet, wie ihr Stiefvater Sex mit ihrer Mutter hatte. In dem Glauben, dass ihr Stiefvater der Wolf sei und ihre Mutter angegriffen habe, verletzte sie ihn mit einem Küchenmesser tödlich. Die Mutter brachte dann den Leichnam zu dem Stausee. Als sie bei ihrer Rückkehr den Hausschlüssel vergessen hatte und an der Tür klingelte, wähnte Eliza, dass es sich – wie im Märchen – um den verkleideten Wolf handele. Nachdem sie der Mutter die Tür nicht öffnete, versuchte diese durch ein Kellerfenster ins Haus zu gelangen und wurde dabei von Eliza erschlagen und in ein Kellerloch geworfen. Dann versteckte sich Eliza im Uhrkasten, wo Berg sie schließlich fand.

Am Ende der Episode sind die internen Ermittlungen gegen Berg abgeschlossen und er kehrt in den Dienst zurück.

Hintergrund Der Film wurde vom 4. November 2024 bis zum 16. Dezember 2024 gedreht. Die Premiere erfolgte am 22. August 2025 auf dem Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein.

Rezeption Kritiken

Einschaltquoten Die Erstausstrahlung von Das jüngste Geißlein am 4. Januar 2026 wurde in Deutschland von 8,60 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 32,5 % für Das Erste.

Auszeichnungen Der Film wurde für den Rheingold Publikumspreis 2025 auf dem Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein nominiert.

Weblinks

Pressemeldung des SWR

Einzelnachweise

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