Oskar „Ossi“ Krapf (* 22. Juni 1922 in Rottendorf; † 4. März 1996) war ein deutscher Maler und Grafiker. Krapf betätigte sich vor allem als Wappenkünstler.

Leben Oskar Krapf wurde am 22. Juni 1922 in der nahe Würzburg gelegenen Gemeinde Rottendorf geboren. Sein Vater führte eine Wein-Bäck. Als junger Mann wurde er eingezogen und kämpfte im Zweiten Weltkrieg. Er geriet in englische und später kanadische Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg erhielt er eine Zeichenausbildung durch die Würzburger Künstler Heiner Dikreiter und Willi Greiner. Anschließend besuchte Krapf vier Jahre lang die Münchener Akademie der Bildenden Künste, wo er insbesondere Grafikunterricht erhielt. Hier gehörte Emil Preetorius zu seinen Lehrern. In München wurde Krapf mit ersten Preisen ausgezeichnet.

Nach seiner Rückkehr nach Würzburg wurde Krapf Leiter des Grafikateliers einer lokalen Großdruckerei. In dieser Zeit entstanden Wein-Etiketten und weitere Gebrauchsgrafiken. Nach einigen Jahren gelang es Oskar Krapf, der allgemein unter dem Namen „Ossi Krapf“ bekannt wurde, sich mit einem Atelier in Rottendorf selbstständig zu machen. Krapf schuf in den folgenden Jahren Großbilder im öffentlichen Raum genauso wie Plakate, Landkarten, Ehrenurkunden und Kalenderblätter. Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Bayern spezialisierte sich der Künstler in den 1970er Jahren zunehmend auf die Heraldik und schuf Orts- und Gemeindewappen nach historischen Vorbildern.Hans Schneider: Fränkische Künstler der Gegenwart: Ossi Krapf. In: Frankenland Nr. 183 (1987). S. 288 f. Digitalisat. Oskar „Ossi“ Krapf starb am 4. März 1996.Otto Schmitt-Rosenberger: Zum Tode von Ossi Krapf. In: Frankenland Nr. 79 (1996). S. 127. Digitalisat.

Mitgliedschaften Hetzfelder Flößerzunft Frankenbund

Werke (Auswahl) Krapfs zeichnerische Arbeiten zeigen häufig Sehenswürdigkeiten aus Unterfranken, wie Kirchen, Stadttore und Hausensembles. Deswegen wurden sie immer wieder in heimatkundlichen Publikationen wie dem Frankenland als Organ des Frankenbundes oder dem Jahrbuch Im Bannkreis des Schwanbergs veröffentlicht. Daneben war Krapf immer wieder als Heraldiker und Kartenmaler tätig. mini|Wappen von Rottendorf mini|Wappen von Eisenheim mini|Wappen von Hausen bei Aschaffenburg mini|Wappen von Eichenbühl Heraldik 1962: Wappen von Rottendorf 1970: Wappen von Wülfershausen an der Saale 1973: Wappen von Rimpar 1975: Wappen von Himmelstadt 1976: Wappen des Landkreises Rhön-GrabfeldReinhold Albert: Kreuz, Krone und Wellenband stiften Kreis-Identität. In: Main-Post (2012). Digitalisat, abgerufen am 20. Juli 2025. 1977: Wappen von Theilheim 1978: Wappen von Wipfeld 1980: Wappen von Grafenrheinfeld 1980: Wappen von Reichenberg (Unterfranken) 1980: Wappen von Röthlein 1980: Wappen von Tauberrettersheim 1980: Wappen von Unsleben 1981: Wappen von Heimbuchenthal 1981: Wappen von Sonderhofen 1982: Wappen von Dettelbach–Euerfeld 1982: Wappen von Eisenheim 1982: Wappen von Kolitzheim 1982: Wappen von Neunkirchen (Unterfranken) 1982: Wappen von Waigolshausen 1983: Wappen von Michelau im Steigerwald 1983: Wappen von Rödelmaier 1983: Wappen von Schwarzach am Main 1983: Wappen von Trappstadt 1986: Wappen von Mespelbrunn 1987: Wappen von Eibelstadt 1988: Wappen von Güntersleben 1988: Wappen von Hausen (bei Aschaffenburg) 1989: Wappen von Geroldshausen 1991: Wappen von Biebelried 1992: Wappen von Sennfeld 1994: Wappen von Hausen bei Würzburg 1995: Wappen von Eichenbühl

Illustrationen Heribert Schenk, Hainlein Robert: Die Bocksbeutelstraße. Karte. Würzburg 1955. Hans Schneider: Würzburg. Karte. Fremdenverkehrs- und Kulturamt der Stadt Würzburg, Würzburg 1968. Ossi Krapf: Der neue Landkreis Würzburg. Karte. Würzburg 1973. Hans J. Wissmann: Stadt Treuchtlingen. Karte. Treuchtlingen 1973. Michael Meisner: Mit Weinverstand durchs Frankenland, illustriert von Ossi Krapf. Stürtz, Würzburg 1976. Mehrere Auflagen. Hanswernfried Muth: Würzburg. Stadtplan für Gäste. Fremdenverkehrsamt Würzburg, Würzburg 1990.

Literatur Otto Schmitt-Rosenberger: „Ich bin ein Stilisierer“. Werkstattgespräch mit dem Grafiker und Maler Ossi Krapf. In: Würzburg heute Nr. 54 (1992). S. 50–52. Otto Schmitt-Rosenberger: Zum Tode von Ossi Krapf. In: Frankenland Nr. 79 (1996). S. 127. Digitalisat. Hans Schneider: Fränkische Künstler der Gegenwart: Ossi Krapf. In: Frankenland Nr. 183 (1987). S. 288 f. Digitalisat.

Weblinks

WürzburgWiki: Oswald Krapf

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Bayern) Kategorie:Grafiker (Bayern) Kategorie:Rottendorf Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1922 Kategorie:Gestorben 1996 Kategorie:Mann