mini|Seit 1985 liegt der Hauptsitz von Audi in Ingolstadt. mini|Das Werk in Neckarsulm. Bis 1985 befand sich hier auch der Hauptsitz der Audi NSU Auto Union AG. mini|Kühlergrill mit Audi-Emblem: Audi quattro (Rallye-Ausführung, Baujahr 1983) mini|Genuss-Schein der Audi NSU Auto Union AG vom August 1969
Die Audi AG (Eigenschreibweise AUDI AG) mit Sitz in Ingolstadt in Bayern ist ein deutscher Automobilhersteller, der dem Volkswagen-Konzern angehört.
Die heutige Audi AG entstand 1969 durch Fusion der Auto Union GmbH mit der NSU Motorenwerke AG zur Audi NSU Auto Union AG. Dem Fusionspartner entsprechend war deren Sitz bis 1985 Neckarsulm, bevor nach Auslaufen der Marke NSU die Firmierung auf AUDI AG verkürzt wurde und der Sitz nach Ingolstadt wechselte.
Seit den 2000er Jahren wird die Audi AG zu den Premiumherstellern gezählt. Zum Unternehmen gehören seit 1998 der Sportwagenhersteller Lamborghini, seit 2012 der Motorradhersteller Ducati und seit Januar 2022 Bentley. Der Markenclaim des Unternehmens lautet „Vorsprung durch Technik“.
Das Audi-Logo geht auf die vor dem Zweiten Weltkrieg in Chemnitz gegründete Auto Union AG zurück, die die vier Automobilmarken Audi, DKW, Horch und Wanderer vereinte und als Firmenzeichen vier ineinander verschlungene Ringe verwendete.
Geschichte Entstehung durch Fusion der NSU Motorenwerke AG mit der Auto Union GmbH mini|Neben den Audi-Ringen das Logo von 1978 bis 1995
1969 fusionierte die Auto Union GmbH aus Ingolstadt mit der NSU Motorenwerke AG aus Neckarsulm. Das so gebildete Unternehmen firmierte als Audi NSU Auto Union AG, hatte seitdem Werke an beiden Standorten und bis 1985 seinen Sitz in Neckarsulm. Im Januar 1971 erschien erstmals der Slogan „Vorsprung durch Technik“, und zwar in einer dreiteiligen Serie von doppelseitigen Anzeigen der Audi NSU Auto Union AG.Audi AG: Das Rad der Zeit. 2000, S. 222; auto motor und sport. 1/1971, S. 6–7. Nachdem 1977 die Produktion des Ro 80 eingestellt worden war, endete die Verwendung des Namens NSU als Produktbezeichnung. Seit dem 1. Januar 1985 firmiert die Audi NSU Auto Union AG als Audi AG. Gleichzeitig verlegte das Unternehmen seinen Sitz von Neckarsulm nach Ingolstadt. Seither tragen Produkte und Unternehmen den gleichen Namen.
Seit 1993 ist Audi auch in Ungarn aktiv. So werden neben der Montage des Audi TT sämtliche Motoren in der ungarischen Stadt Győr gebaut.
Ab 2002 bildete Audi zusammen mit Seat und Lamborghini die sportlich orientierte Markengruppe Audi im Volkswagen-Konzern, neben der Markengruppe Volkswagen mit VW, Škoda, Bentley und Bugatti. Beide Markengruppen wurden 2007 auf Initiative von Martin Winterkorn wieder aufgelöst.
mini|Logo bis 2009 Im Jahr 2005 feierte Audi 25 Jahre quattro und 2006 mit einem Tag der offenen Tür und dem Beginn der Produktion des Audi R8 das Jubiläum 100 Jahre Automobilbau in Neckarsulm. Mehrfach ausgezeichnet sind Fernseh- und Zeitschriftenwerbungen, darunter einzelne, die Kultstatus erreichten, zum Beispiel der von Audi ins Leben gerufene Wackel-Elvis oder der Werbespot, in dem ein Audi mit Quattro-Antrieb eine schneebedeckte Skischanze hinauffährt. Seit 2005 fertigt Audi mit dem Audi Q7 das erste eigene SUV. Diese Produktreihe wurde später erweitert: Audi Q5 (2008), Audi Q3 (2011), Audi Q2 (2016) und Audi Q8 (2018).
Entgegen der Standardbauweise mit Längsmotoren haben die kleineren Q-Modelle keinen permanenten Allradantrieb, sondern wahlweise den von Volkswagen entwickelten kostengünstigeren Allradantrieb, der sich bei Bedarf zuschaltet. Diesen Antrieb, den auch Škoda und Seat einsetzen, nutzt Audi bei den Modellen A1 und A3.
Im Oktober 2011 lief das zehnmillionste Fahrzeug der Audi 80-/A4-Modellreihen vom Band; ein roter S4.
Am 18. April 2012 gab Audi bekannt, den italienischen Motorradhersteller Ducati zu kaufen. Davon erhoffte man sich Synergien im Bereich kleiner, sparsamer Motoren sowie im Leichtbau. mini|Logo bis April 2016
2020er Jahre: Umstellung auf Elektromobilität Seit Beginn der 2020er Jahre betreibt Audi die Umstellung seiner Produktpalette auf Elektromobilität und konzentriert sich bei der Produktentwicklung auf elektrifizierte Modelle. Bis ca. 2026 sollen 20 Elektromodelle angeboten werden. Ende 2021 hat Audi in Nürnberg einen ersten Lade-Hub für Elektroautos eröffnet. Als nächste Standorte sollen Zürich, Salzburg und Berlin folgen. Ziel sei 200 bis 300 solcher Stationen in Europa zu bauen.
Anfang 2021 wurde bekannt, dass die Bentley Motors Ltd. aus der Markengruppe Sport, in die Markengruppe Premium mit Verantwortung der AUDI AG wechselt. Neben Bentley sind hier Automobili Lamborghini S. p. A., Ducati Motor Holding S. p. A. und Italdesign Giugiaro S. p. A eingegliedert.
Mitte März 2021 ließ Vorstandsvorsitzender Markus Duesmann verlautbaren, dass das Unternehmen die Entwicklung von Benzin- und Dieselantrieben einer weiteren Generation stoppe. Die EU-Pläne für eine noch strengere Abgasnorm Euro 7 verursachten technisch erhebliche Schwierigkeiten bei gleichzeitig geringem Nutzen für die Umwelt. Das schränke den Verbrennungsmotor extrem ein. Man werde daher keinen neuen Verbrennungsmotor mehr entwickeln, sondern die bestehenden Verbrennungsmotoren an neue Emissionsrichtlinien anpassen.
mini|Logo der Submarke AUDI
Für den chinesischen Markt wurde im Jahr 2025 die Submarke AUDI eingeführt, die auf die vier Ringe als Markenlogo verzichtet. Das erste Modell ist der Audi E5, der im April 2025 auf der Shanghai Auto Show 2025 präsentiert wurde.
Am 28. Mai 2026 wurde bekannt, dass Audi am Standort Neckarsulm die verbliebenen Zeitarbeitsverhältnisse zum 30. Juni 2026 beendet. Hintergrund ist der Abschluss der Modellwechsel der Baureihen A5 und A6, wodurch der erhöhte Personalbedarf entfällt. Zuvor wurden etwa 200 bis 300 Zeitarbeiter in unbefristete Arbeitsverhältnisse übernommen, für die restlichen rund 150 Beschäftigten enden die Arbeitseinsätze.
Am 24. Juli 2026 wurde bekannt, dass Audi die Mitarbeiter am Standort Neckarsulm über die Einstellung der Nachtschicht ab November 2026 informiert hatte. Rund 1.200 Beschäftigte sollen infolge der Umstellung auf andere Schichten verteilt werden. Mit der Maßnahme sollen Produktionskosten gesenkt sowie die Auslastung der Produktionsstätte verbessert werden.
Unternehmensstruktur, Marken, Tochtergesellschaften Nach Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre am 16. November 2020 ist Audi zu 100 % im Besitz der Volkswagen AG. Die Börsennotierung wurde eingestellt.
Marken und Tochtergesellschaften der AUDI AG Marken MarkeAudi-Anteilausgelieferte Einheiten 2022 (2021)Audi–1.568.716 (1.641.156)Audi Sport100 % an Audi Sport GmbH45.515 (39.356)Bentley100 % an Bentley Motors, Ltd.15.174Lamborghini100 % an Automobil Lamborghini Holding S. p. A.9.233 (8.405)Ducati (Motorräder)100 % an Ducati Motor Holding S. p. A. (durch Lamborghini)61.562 (59.447)Italdesign (Designstudio)100 % an Italdesign Giugiaro S. p. A. (durch Lamborghini)–
Tochtergesellschaften (Stand: 21. Februar 2021)
Dienstleistungen Audi Interaction GmbH – (100-%-Audi-Tochtergesellschaft, seit 2010)
Entwicklungs-Dienstleistungen PSW automotive engineering GmbH – (100-%-Audi-Tochtergesellschaft, im Jahr 2011 91 %, 2016 Übernahme der restlichen 9 %)
Immobilien AUDI Immobilien GmbH & Co. KG – (100-%-Audi-Tochtergesellschaft) AUDI Immobilien Verwaltung GmbH – (100-%-Audi-Tochtergesellschaft)
Mobilität und Digitalisierung Audi Business Innovation GmbH – (100-%-Audi-Tochtergesellschaft, seit 2013) Silvercar, Inc. – (100-%-Audi-Tochtergesellschaft, seit März 2017)
Profisport FC Bayern München AG – 8,33 % (seit Juli 2011) FC Ingolstadt 04 – 19,94 % (über Audi Sport GmbH)
weitere Audi Stiftung für Umwelt GmbH – (100-%-Audi-Tochtergesellschaft, seit Dezember 2009) Audi Events und Services GmbH – (100-%-Audi-Tochtergesellschaft) Auto Union GmbH – (100-%-Audi-Tochtergesellschaft, Traditionspflege der Marken: Auto Union, Horch, Audi, DKW, Wanderer und NSU, seit 2011) Here Holding B.V – 29,71 % (seit 2015) IONITY GmbH – (Joint Venture, seit 2017) FAW-Volkswagen Automotive Co., Ltd. – 1 % Volkswagen Automatic Transmission (Tianjin) Co., Ltd. – 40,07 % SAIC-Volkswagen Automotive Co., Ltd. – 1 %
Audi Sport GmbH mini|200px|Logo von Audi Sport
Die Audi Sport GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der AUDI AG. Das bis Ende 2016 als quattro GmbH firmierende Unternehmen wurde 1983 gegründet und ist seit 1996 eigenständig. Audi Sport ist dafür zuständig, jedes Audi-Modell – nicht nur sportlich – nach Kundenwunsch zu individualisieren. Bestimmte Ausstattungspakete werden S line, spezielle Fertigungen auch Audi exclusive genannt. Das erste eigenständige Projekt der damaligen quattro GmbH war der S6 plus, der im März 1996 vorgestellt wurde. Sitz des Unternehmens ist in Neckarsulm.
Ergebnisse nach Steuern 2023: 6260 Mio. Euro 2022: 7116 Mio. EuroGeschäftsbericht 2022, abgerufen am 21. April 2023 2021: 5649 Mio. Euro 2020: 3774 Mio. Euro 2019: 3943 Mio. EuroGeschäftsbericht 2019, abgerufen am 19. März 2020 2018: 3463 Mio. EuroGeschäftsbericht 2018, abgerufen am 11. März 2019 2017: 3479 Mio. EuroGeschäftsbericht 2017, abgerufen am 13. Dezember 2018 2016: 2066 Mio. Euro 2015: 4297 Mio. Euro 2014: 4428 Mio. Euro (PDF; 27,9 MiB). 2013: 4014 Mio. Euro (PDF; 19,1 MiB). 2012: 4349 Mio. Euro 2011: 4440 Mio. EuroGeschäftsbericht 2011 (PDF; 40 MiB). 2010: 2637 Mio. EuroGeschäftsbericht 2010 (PDF; 29,3 MiB). 2009: 1347 Mio. Euro 2008: 2207 Mio. EuroGeschäftsbericht 2008 (PDF; 10,8 MiB).
Unternehmensführung Vorstand (Stand: 4. März 2026)Unternehmensleitung Geschäftsbereich Name Mitglied seit vorherige Position VorsitzenderGernot Döllner 1. September 2023Leiter Konzernstrategie, Konzern Produktstrategie und Generalsekretär, Volkswagen AG Beschaffung Dieter Dehoorne 1. Februar 2026 Vorstand Geschäftsbereich Beschaffung, Vestas Wind SystemsCOOJürgen Rittersberger 1. Januar 2024Leiter Konzernstrategie und Generalsekretär, Volkswagen AG Finanz, Recht und IT 1. April 2021 Vertrieb und Marketing Martin Sander 1. Oktober 2026 Vorstand Geschäftsbereich Vertrieb, Marketing und After Sales, Volkswagen PKW Personal Xavier Ros Hernández 20. Mai 2022 Vorstand Geschäftsbereich Personal und Organisation, SEAT S.A. Produktion und Logistik Gerd Walker 1. Februar 2022 Leiter Konzern Produktion, Volkswagen AG Technische Entwicklung Rouven Mohr 1. März 2026 Chief Technical Officer, Automobili Lamborghini S.p.A.
Historie der Vorstandsvorsitzenden seit 1979 Amtszeit1979–19881988–19931993–19941994–19971998–20022002–20072007–20182018–20202020–20232023– NameWolfgang R. HabbelFerdinand PiëchFranz-Josef KortümHerbert DemelFranz-Josef PaefgenMartin WinterkornRupert StadlerBram SchotMarkus DuesmannGernot Döllner Bild125x125px118x118px113x113px102x102px127x127px85x85px127x127px
Aufsichtsrat (Stand: 10. Februar 2026)