Maków (längere Zeit auch: Makowo, ) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Kiwity (Landgemeinde Kiwitten) im Powiat Lidzbarski (Kreis Heilsberg). mini|Die Symsarna (Simser)
Geographische Lage Maków liegt am Flüsschen Simser (polnisch Symsarna) im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, elf Kilometer südöstlich der Kreisstadt Lidzbark Warmiński (Heilsberg).
Geschichte Im Jahre 1376 Mikolen und erst Jahrhunderte später Makohlen genannt,Dietrich Lange. Makohlen, in: Georgraphisches Ortsregister Ostpreußen (2005) war das kleine Gutsdorf zu Beginn des 16. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Lossainen, deren prominenter Würdenträger Fabian von Lossainen von 1512 bis 1523 Bischof von Ermland war.
Im Jahre 1874 kam der Gutsbezirk Makohlen zum neu errichteten Amtsbezirk Siegfriedswalde (polnisch Żegoty) im ostpreußischen Kreis Heilsberg, Regierungsbezirk Königsberg.Rolf Jehke: Amtsbezirk Siegfriedswalde 104 Einwohner zählte Makohlen im Jahre 1910.Meyers Gazetteer: Makohlen
Am 30. September 1928 verlor Gut Makohlen seine Eigenständigkeit und wurde nach Siegfriedwalde (polnisch Żegoty) eingemeindet.
In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Makohlen erhielt zunächst wohl die polnische Namensform „Makowo“, die dann aber in „Maków“ umgewandelt wurde. Heute ist das Dorf eine Ortschaft innerhalb der Gmina Kiwity (Landgemeinde Kiwitten) im Powiat Lidzbarski (Kreis Heilsberg), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion Maków gehört heute wie Makohlen bereits vor 1945 zur römisch-katholischen Pfarrei Żegoty (Siegfriedswalde), jetzt im Erzbistum Ermland gelegen.
Auch war Makohlen bis 1945 in die evangelische Kirche Heilsberg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 453 Heute allerdings ist Maków der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen zugehörig.
Verkehr Maków liegt an der Nebenstraße 1946N, die von Kobiela (Kobeln) nahe der Woiwodschaftsstraße 513 über Tolniki Wielkie und Klutajny (Klotainen) bis nach Blanki (Blankensee) führt.
Eine Bahnanbindung besteht nicht mehr. Von 1906 bis 1996 war Tolnigk (polnisch Tolniki Wielkie) die nächste Bahnstation. Sie lag an der Bahnstrecke (Niedersee–) Rothfließ–Heilsberg–Zinten (–Königsberg), die zunächst auf polnischer Seite noch bis 1996 befahren wurde, jetzt aber nicht mehr existiert.
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Makohlen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Kiwity