mini|St. Konrad in Haar Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Konrad von Parzham steht in Haar, einer Stadt im oberbayerischen Landkreis München. Das Bauwerk ist in der Liste der Baudenkmäler in Haar als Baudenkmal unter der Nr. D-1-84-123-5 eingetragen. Die Kirche gehört zum Pfarrverband Haar im Dekanat München-Nordost im Erzbistum München und Freising.

Geschichte mini|Innenraum Seit dem Mittelalter gehörte Haar ebenso wie Gronsdorf und Trudering zur Pfarrei Bogenhausen. Als Trudering im Jahr 1836 eine eigene Pfarrei wurde, gliederte man die Haarer Nikolauskirche als Filialkirche ein. Nach der Errichtung der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing im Jahr 1905 stieg die Einwohnerzahl von 472 auf 5.300 im Jahr 1933. Zwar wurde 1927 eine Expositur eingerichtet, doch wurde ein neuer Kirchenbau dringend benötigt. Die Einwerbung von ausreichenden Geldmitteln gelang durch die Verschickung von 100.000 Bettelbriefen um Spenden für den Neubau. Am 24. Juli 1932 fand die die feierliche Grundsteinlegung für die Konrad-Kirche statt. Nach elf Monaten Bauzeit war sie fertiggestellt. Am 30. April 1933 wurde die Kirche durch Kardinal Michael von Faulhaber eingeweiht; der Kardinal war dabei von Männern der Sturmabteilung empfangen worden. Am 1. Januar 1935 schied Haar aus dem Pfarrverband Trudering aus und wurde zuerst als selbständige Kuratie und am 1. Juli 1942 dann als Pfarrei St. Konrad von Parzham errichtet, mit Gronsdorf als Filiale. Erster Pfarrer wurde der Bauherr der Kirche, Peter Leyerer aus Velden.

1980 zählte die Pfarrei 5.700 Mitglieder. Weil das 1935 erbaute Pfarrhaus und Jugendheim von 1964 nicht mehr den Anforderungen genügten, erfolgte 1980/81 der Ausbau zu einem Pfarrzentrum als geschlossenes Ensemble. Aufgrund der schwindenden Katholikenzahlen und des allgemeinen Priestermangels wurden am 1. September 2006 die beiden Pfarreien St. Konrad und St. Bonifatius zu einem Pfarrverband zusammengeführt. 2014 kam die Pfarrei St. Martin, Ottendichl, hinzu und es wurde der Pfarrverband Haar - St. Konrad, St. Bonifatius, St-Martin gegründet. Im Januar 2016 gab es eine erneute Umstrukturierung: Das Territorialgebiet der Krankenhauspfarrei St. Raphael wurde umgepfarrt zu St. Konrad.

Glocken

Wie in den sog. Zwischenkriegsjahren üblich, wurden auch in Haar Gussstahlglocken angeschafft, welche somit auch den Zweiten Weltkrieg überdauerten. Sie erklingen bis heute in Schlagtonfolge es1 - ges1 - as1.https://www.youtube.com/watch?v=HFPnxhm3fP4 Orgel mini|Die Siemann-Orgel Die Orgel mit 18 Registern auf zwei Manualen und Pedal wurde im Jahr 1937 von Willibald Siemann als op. 487 neu gebaut. Die Disposition lautet:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) (online), abgerufen am 12. Januar 2026. I Hauptwerk Bourdon 16′ Deutsches Prinzipal 8′ Dolce 8′ Gedeckt 8′ Oktav 4′ Salicet 4′ Transm. aus Salic. 8′ II. Man. Principal 2′ Transm. aus Kleinpr. 4′ II. Man. Flöte 1′ Transm. aus Feldfl. 2′ II. Man. Mixtur IV–V ′ Trompete 8′ II Schwellwerk Salicional 8′ Vox coelestis 8′ Hohlflöte 8′ Kleinprinzipal 4′ Blockflöte 4′ Feldflöte 2′ Cymbel III ′ Oboe 8′ Tremolo Pedal Subbaß 16′ Flötbaß 16′ Violon Bourdon 16′ Transm. aus I Octavbaß 8′ Gedeckt 8′ Choralbaß 4′

Koppeln: II/I, I/P, II/P, Superoktavkoppel II/I und II/P Spielhilfen: 1 Freie Kombination, Feste Kombinationen, Schweller für II, Registercrescendo Bemerkungen: Kegellade, pneumatische Spiel- und Registertraktur Anmerkungen

Literatur

Fred Forster, Gertraud Wildmoser, Alfred Wildmoser: Die Gemeinde Haar. Eine Chronik. Hrsg.: Gemeinde Haar. 2. Auflage. Haar 2009, S. 409–411.

Siehe auch

Liste von Sakralbauten im Landkreis München Liste der Baudenkmäler in Haar

Weblinks

Einzelnachweise

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