Die Oxyuroidea sind eine Überfamilie der Pfriemenschwänze mit 779 Arten,Mike Hodda: Phylum Nematoda: a classification, catalogue and index of valid genera, with a census of valid species. In: Zootaxa. 2022, Band 5114, Nummer 1, S. 136. doi:10.11646/zootaxa.5114.1.1. die als Parasiten im Dickdarm bei Wirbeltieren vorkommen.Alain G. Chabaud: Keys to subclasses, orders and superfamilies. Nr. 1 von Roy C. Anderson, Alain G. Chabaud, Sheila Willmott (Hrsg.): CIH keys to the nematode parasites of vertebrates. CABI, 1974, S. 8. Es wird vermutet, dass sich die Oxyuroidea aus den Pfriemenschwänzen der Wirbellosen (Überfamilie Thelastomatoidea) entwickelten. Die bisher vorliegenden Daten reichen jedoch nicht aus, diese These molekulargenetisch zu untermauern.Ramón A. Carreño: The Systematics and Evolution of Pinworms (Nematoda: Oxyurida: Thelastomatoidea) from Invertebrates. In: Journal of Parasitology. 2014, Band 100, Nummer 5, S. 553–560 .
Merkmale Oxyuroidea sind kurze, kräftige Pfriemenschwänze, bei denen nur eine einzelne bauchseitige Ausscheidungsdrüse ausgebildet ist. Der Ösophagus hat eine Auftreibung (Bulbus) im hinteren Abschnitt. Männchen haben keine Bursa copulatrix, nur ein Spiculum und eine reduzierte Anzahl von Kaudalpapillen. Ein Genitalsaugnapf fehlt außer bei Hoplodontophorus.
Lebenszyklus Die Weibchen legen große, embryonierte Eier, die oft an einer Seite abgeflacht sind. Der Lebenszyklus ist einfach, also ohne Einschaltung von Zwischenwirten. Es finden zwei Häutungen im Ei statt.
Systematik Hodda untergliedert die Überfamilie in drei Familien, vier Unterfamilien und insgesamt 104 Gattungen: Heteroxynematidae , 1948 Heteroxynematinae , 1948 Labiostomatinae , 1956 Oxyuridae , 1864 Oxyurinae , 1864 Pharyngodonidae , 1920 Pharyngodoninae , 1920
Einzelnachweise
Kategorie:Oxyurina Kategorie:Pfriemenschwänze