mini|Altarraum der kath. Kirche St. Johannes Evangelist in Bakum-Carum St. Johannes Evangelist in Carum, einem Ortsteil von Bakum im niedersächsischen Landkreis Vechta, ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Johannes Baptist (Bakum). Sie steht unter dem Patrozinium des Evangelisten Johannes und gehört zum Dekanat Vechta im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine Kreuzkirche im romanisch-neugotischen Übergangsstil und bietet 300 Gläubigen Platz.
Geschichte Weil der Weg von Carum zur nächstgelegenen Pfarrei sehr weit war, wünschten sich die Katholiken der zu Bakum gehörenden Bauerschaft Carum ein eigenes Gotteshaus. Durch Spenden der Einwohner von Carum, Märschendorf und den umliegenden Gemeinden konnte dieser Wunsch realisiert werden. mini|Außenansicht der Kirche Die vom Architekten Heinrich Elbers (Bevern) entworfene Kirche wurde ab 1890 errichtet. Es handelt sich um einen Backsteinbau mit Turm und Querhaus. Im Mai 1891 konnte der erste Gottesdienst gefeiert werden.Aus: Nachrichten für Stadt und Land, Zeitungsartikel vom 16.04.1891, Landesarchiv Oldenburg 1892 entstand aus dem Seelsorgebezirk eine eigene Kapellengemeinde. 1927 fand die Abpfarrung von der Mutterkirche Bakum statt.
Im Rahmen einer grundlegenden Renovierung und Umgestaltung erweiterte Ludger Sunder-Plaßmann (Münster) 1949/51 den Altarraum. Die Konsekration erfolgte am 21. Mai 1953 durch Weihbischof Heinrich Roleff. Ohne eigenen Pfarrer wurde die Gemeinde ab 1988 von St. Vitus (Vestrup) mitbetreut.
Durch Fusion entstand aus den Pfarreien Bakum, Carum, Lüsche und Vestrup am 13. April 2008 die neue Kirchengemeinde St. Johannes Baptist (Bakum). Am 1. Januar 2024 schlossen sich die katholischen Gemeinden in Bakum, Goldenstedt, Langförden, Vechta, Visbek und Wildeshausen zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Vechta“ mit Sitz in Vechta.
Ausstattung Weite Teile der Kirchenausstattung wurden vom Bildhauer Heinrich Anton Benker aus Lohne ausgeführt. Dazu gehören der Altar, die Kanzel, der Beichtstuhl und die Kommunionbank.Zeitungsartikel in der Vechtaer Zeitung vom 18.06.1891, Landesarchiv Oldenburg mini|Chorraum mit neogotischer Ausstattung Die Statuen des Hl. Joseph und der Hl. Maria am Chorraum stammen aus dem Jahr 1898 und sind Werke des Münsteraner Bildhauers August Schmiemann.Artikel in der Oldenburger Volkszeitung, 14.04.1898
Glocken Im 28 Meter hohen Kirchturm von St. Johannes Evangelist hängen die folgenden zwei Bronzeglocken, die in Hemelingen gegossen wurden.
Glocke 1: Schlagton: b1; Ø 91 cm; Gießerei: Franz Otto; Gussjahr: 1919 Glocke 2: Schlagton: des2; Ø 73 cm; Gießerei: Franz Otto; Gussjahr: 1947
Orgel Für St. Johannes Evangelist baute Friedrich Fleiter (Münster) 1922 eine Orgel (II+P/17). 1977 wurde die defekte Kirchenorgel abgebaut und durch eine elektronische Orgel ersetzt. Hoch über der Empore hängt nur noch das leere Gehäuse der Pfeifenorgel.
2021 wurde wieder eine elektronische Orgel angeschafft, weil die Aufstellung einer gebrauchten Pfeifenorgel aus Gründen der Emporen-Statik nicht möglich war.
Literatur
Willi Baumann, Peter Sieve (Hrsg.): Die katholische Kirche im Oldenburger Land: Ein Handbuch. Plaggenborg Verlag, Vechta 1995, ISBN 3-929358-99-9. Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Wolfgang Runge: Kirchen im Oldenburger Land, Band III. Kirchenkreise Oldenburg 1 und 2. Heinz Holzberg Verlag, Oldenburg 1988, ISBN 3-87358-298-8.
Weblinks
Website von St. Johannes Evangelist (Carum) Website der Katholischen Kirche im Oldenburger Land
Einzelnachweise
Kategorie:Erbaut in den 1890er Jahren Carum Johannes Evangelist Carum Carum Carum Carum Kategorie:Bakum Carum Carum Carum Carum