Berndt Trepesch (* 24. Februar 1952 in Amberg) ist ein deutscher Künstler und Pädagoge.

Leben Trepesch machte 1972 Abitur am Gregor-Mendel-Gymnasium Amberg und studierte von 1972 bis 1973 an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Nach dem Zivildienst setzte er sein Studium fort und legte 1979 sein erstes Staatsexamen und nach dem Referendariat 1981 sein zweites Staatsexamen ab. Trepesch war danach Lehrer am Herzog-Christian-August-Gymnasium Sulzbach-Rosenberg. 1979 trat er der „Gruppe Amberger Künstler“ (GAK) bei. 1984 kaufte und sanierte er den Weiglhof in Speckmannshof.Amberger Skulpturenweg (PDF; 4,9 MB), Kulturamt Amberg 2020, S. 43 Trepesch ist verheiratet und hat zwei Söhne, die ebenfalls künstlerisch aktiv sind. Trepeschs Onkel war der Landschafts- und Porträtmaler Josef Vietze (1902–1988).Amberger Künstler Berndt Trepesch feiert 60. Geburtstag – Gespräch über Ausstellung im Zeughaus ...: Begeisterung geht schnell über in Knochenarbeit in: Onetz vom 20. Februar 2012

Werke (Auswahl) Die Werke von Trepesch umfassen eine Vielzahl an Malereien, Grafiken, Plastiken und Installationen.

Kunst gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf mini|links|Anti-WAA-Votivtafel mini|Franz von Assisi im Franziskus-Marterl Trepesch engagierte sich auch künstlerisch gegen den Bau der atomaren Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf (WAA). Er malte die Anti-WAA-Votivtafel, die 1984 bei einer Bittprozession zur Schwandorfer Kreuzbergkirche übertragen und in der dortigen Gnadenkapelle aufgehängt wurde.Alois Döring: Franziskus in Wackersdorf: Christliche Symbolik im politischen Widerstand. Religiöse Riten und Formen in ökologischen und friedensethischen Protestbewegungen. S. 435–449. In: Rolf Wilhelm Brednich, Heinz Schmitt (Hrsg.): Symbole – Zur Bedeutung der Zeichen in der Kultur. 30. Deutscher Volkskundekongreß in Karlsruhe vom 25. bis 29. September 1995. Waxmann Verlag 1997, S. 435–449, ISBN 978-3-89325-550-4 Die Votivtafel zeigt den Lichtblitz einer Atombombe, bei dem die Schutzmantelmadonna vor dem Atomzeichen auf der atomaren Wolke zu sehen ist. Ferner sieht man von Amberg kommend die Stadt Schwandorf mit dem Kreuzberg und der Kreuzbergkirche. 1984 schuf Trepesch das Bild für das Franziskus-Marterl im Taxöldener Forst, das zum sonntäglichen Treffpunkt für viele WAA-Gegner wurde. Er malte den Heiligen Franz von Assisi, wie er zu den Vögeln spricht (Vogelpredigt).Schüler haben Franziskus-Marterl restauriert – Pfarrer Salzl erklärt das Franziskus-Bild Oberpfalz TV vom 18. April 2018 Am Kastanienbaum sind ein Blaukehlchen, ein Kleiber und ein Grünspecht zu sehen. Ein Mauersegler fliegt umher. Am Boden sind eine Bachstelze, ein Eisvogel und zwei tote Vögel abgebildet. Müll und ein leerer Kanister liegen am Boden herum. Im Hintergrund sind ein See, Hochspannungsmasten und das Kohlekraftwerk Schwandorf, aus dem schmutzige braune Rauchwolken kommen. Eine weitere Anti-WAA-Votivtafel malte Trepesch für die Wallfahrtskirche Maria Hilf in Amberg."375 Jahre Wallfahrt auf den Mariahilfberg" in: Amberger Zeitung vom 27. Juni 2009

„Ein Boot – oder die Hoffnung fahren lassen“ mini|„Ein Boot – oder die Hoffnung fahren lassen“ (Amberger Skulpturenweg) Für den Amberger Skulpturenweg 2010 schnitzte Trepesch aus Pappelholz „Ein Boot – oder die Hoffnung fahren lassen“Die Hoffnung fahren lassen bezieht sich auf die romantische Sehnsucht nach dem Transzendenten und die Auseinandersetzung mit Themen wie Vergänglichkeit, Tod und Jenseits und ist eine Metapher für das Loslassen von weltlichen Bindungen und das Hinwenden zu spirituellen oder metaphysischen Erfahrungen.. Es soll ein Symbol sein für das Leben wie in der Romantik (siehe Caspar David Friedrich).Amberger Skulpturenweg (PDF; 4,9 MB), Kulturamt Amberg 2020, S. 43

Ausstellungen (Auswahl) Trepesch beteiligt sich bis heute an fast allen Jahresausstellungen der „Gruppe Amberger Künstler“ (GAK).Achim Hüttner: "Gruppe Amberger Künstler" (GAK) – eine kleine Entwicklungsgeschichte in: „975 Jahre Amberg – Eine Stadt in der Mitte des historischen Nordgaus“ Festschrift 38/2009 Amberg S. 235f.Die Kraft der Kunst – Ausstellung in der Alten Feuerwache Amberg glänzt mit besonderer Vielfalt in: Mittelbayerische Zeitung vom 2. Dezember 2024 Weitere wichtige Ausstellungen waren für ihn u. a. in Wiesenfelden vom Bund Naturschutz, im Freilandmuseum in Perschen, im Oberpfälzer Künstlerhaus in Fronberg und 2011 im Museumsquartier Tirschenreuth.Amberger Künstler Berndt Trepesch feiert 60. Geburtstag – Gespräch über Ausstellung im Zeughaus ...: Begeisterung geht schnell über in Knochenarbeit in: Onetz vom 20. Februar 2012

Literatur Hohl, Hüttner, Trepesch: Malerei, Grafik, Plastik, Installationen; Oberpfälzer Künstlerhaus 1999. Schwandorf 1999. Berndt Trepesch: Malerei, Plastik, Installationen. Kebbel-Villa, Schwandorf 21.3.–29.4.1999. Friedrich Brandl: Der Künstler Berndt Trepesch. in: Lichtung 12, 1999 Nr. 3, S. 22–25.Neuerscheinungen zur Geschichte und Landeskunde der Oberpfalz 1999, zusammengestellt von der Universitätsbibliothek Regensburg

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Einzelnachweise

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