Die Handball-Bundesliga 2025/2026 war die 50. Spielzeit der höchsten deutschen Spielklasse im Handball der Frauen in der Geschichte der Bundesliga. Die HSG Blomberg-Lippe gewann ihren ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte.
Modus In der Hauptrunde spielten die Mannschaften im Modus Jeder gegen Jeden mit je einem Heim- und Auswärtsspiel. In der Saison 2025/26 folgten auf die Hauptrunde die zweigeteilten Play-offs. Die Teams der Plätze 1–4 spielten im Best-of-three-Modus in Halbfinale und Finale die Meisterschaft aus. Im Halbfinale spielte Platz 1 gegen 4 und 2 gegen 3. Die höher platzierten Mannschaften hatten Heimrecht im ersten und im möglichen dritten Spiel ihrer Serie. Der Sieger des ersten Halbfinals hatte in der Finalserie Heimrecht. Der Sieger des Finales wurde Deutscher Meister und erhielt einen Startplatz in der EHF Champions League, der Finalverlierer einen in der EHF European League. Zudem waren die beiden Erstplatzierten der Hauptrunde für die European League qualifiziert. Die Halbfinalverlierer spielten ein Spiel um Platz 3.
Die Teams der Plätze 5–11 spielten die weiteren Platzierungen aus. Jede Mannschaft spielte dabei einmal gegen jede andere dieser Play-off-Runde. Die Punkte aus diesen Spielen wurden mit Pluspunkten anhand der Hauptrundenplatzierung addiert: Platz 5 startete mit sieben Pluspunkten, jeder weitere Platz mit einem Punkt weniger. Über sieben Spieltage wurden insgesamt 21 Spiele ausgetragen – drei Begegnungen fanden pro Wochenende statt, während eine Mannschaft pro Spieltag spielfrei hatte. Jedes Team spielte innerhalb dieser Runde drei Mal zu Hause und drei Mal auswärts – die jeweilige Aufteilung zwischen Heim- und Auswärtsspielen wurde anhand eines spezifischen Spielplan-Schlüssels festgelegt. Der Play-off-Fünfte qualifizierte sich für das Viertelfinale des DHB-Pokals der Folgesaison. Der Play-off-Elfte ging in die Relegation gegen den Zweitplatzierten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt. Die erstplatzierte Mannschaft der 2. Bundesliga stieg direkt auf.Modus 2025/26, „angepasster PlayOff-Spielplan 2025/26“, 25. August 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
Saison Hauptrunde
Tabelle der Hauptrunde
Mit Abschluss der Hauptrunde stand fest, wie sich die insgesamt fünf festen deutschen Startplätze in den europäischen Clubwettbewerben verteilen: Die vier Teilnehmer an den Play-offs um die Deutsche Meisterschaft hatten ihren Startplatz in der EHF European League bereits sicher, wobei der Deutsche Meister in die EHF Champions League aufrückte. Weil der DHB-Pokalsieger BVB Dortmund Handball und auch der Vize-Pokalsieger HSG Bensheim/Auerbach die Saison unter den ersten Vier beendeten, geht ein Startrecht in der EHF European-League an den Play-Off-Fünften über. Zudem kann durch die Alsco HBF ein zusätzlicher Startplatz in der European League für den Play-Off-Sechsten beantragt werden.
Bei Punktgleichheit entschied die Tordifferenz. *Zwischen Zwickau und Göppingen zählte die bessere Tordifferenz nicht, da Zwickau Punkte ohne Torwertung zuerkannt worden waren. Hier entschied aufgrund der Punktgleichheit und der gleichen Tordifferenz innerhalb des direkten Vergleichs die höhere Zahl der auswärts geworfenen Tore.
1HB Ludwigsburg zog seine Mannschaft aufgrund einer Insolvenz zurück
Die Spiele Blomberg – Oldenburg (21.03.26) und Zwickau – Oldenburg (25.03.26) wurden aufgrund des Einsatzes einer nicht spielberechtigten Spielerin je mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren gegen den VfL Oldenburg gewertet.
Legende(M) Deutscher Meister 2024/25(P) DHB-Pokalsieger 2024/25(N) Aufsteiger aus der 2. Bundesliga 2024/25 Meisterschafts-Play-Offs Play-Offs 5–11 Absteiger
Play-Offs 5–11
Es spielten die Plätze 5–11 der Hauptrunde in einer Einfach-Runde jeder gegen jeden.
Die Mannschaften nahmen über die Platzierung in der Hauptrunde Startpunkte mit in die Play-Off-Runde: Platz 5 = 7 Startpunkte (+7 P.) bis Platz 11 = 1 Startpunkt (+1 P.)https://www.alsco-hbf.de/info/wie-funktionieren-die-play-offs-2526
Legende1. qualifiziert für Viertelfinale (+Heimspielrecht) im DHB-Pokal 2026/277. Relegation mit Vizemeister 2. Bundesliga 2025/2026
Spiele Play-Offs 5–11
Spieltag 1 Spieltag 2 Spieltag 3 Spieltag 4 Spieltag 5 Spieltag 6 Spieltag 7 18./19.04. 25./26.04. 02./03.05. 09./10.05. 16./17/20.05. 23.05. 30./31.05.HAL 30:34 SUNOLD 35:33 HALBSV 28:28 OLDOLD 42:32 FAGSZW 30:37 OLDOLD 34:36 METSUN 26:36 OLDBSV 28:29 METSUN 24:32 BSVFAG 33:33 SUNSUN 31:37 SZWMET 28:23 SUNHAL 37:21 SZWMET 36:28 HALFAG 28:19 SZWMET 29:33 FAGSZW 27:32 METHAL 24:28 BSVFAG 28:25 HALBSV 32:30 FAGSZW 30:32 BSVOldenburg (OLD) spielfreiZwickau (SZW) spielfreiHalle-Neustadt (HAL) spielfreiMetzingen (MET) spielfreiBuxtehude (BSV) spielfreiNeckarsulm (SUN) spielfreiGöppingen (FAG) spielfrei (Quelle:)
Spieltag 1 Spieltag 2 Spieltag 3 Spieltag 4 Spieltag 5 Spieltag 6 Spieltag 711 – 6 10 – 7 9 – 85 – 11 6 – 10 7 – 910 – 5 9 – 6 8 – 75 – 9 6 – 8 11 – 108 – 5 7 – 6 9 – 115 – 7 11 – 8 10 – 96 – 5 7 – 11 8 – 105 spielfrei8 spielfrei11 spielfrei7 spielfrei10 spielfrei6 spielfrei9 spielfrei (Quelle:)
Relegation
Der Tabellenzweite der 2. Liga die TG Nürtingen erhielt keine Lizenz für die 1. Liga. Dadurch bekam der eigentlich nur Tabellendritte Füchse Berlin das Spielrecht für die Relegationsspiele.
7.Platz der Playoff-Runde (1. Liga) Ergebnis Vizemeister(2. Liga) Hinspiel 03.06. Rückspiel 06.06. SV Union Halle-Neustadt 62:52 Füchse Berlin 29:26 33:26
Mit dem Sieg in der Relegation qualifizierte sich SV Union Halle-Neustadt für die Bundesliga-Saison 2026/27.
Meisterschafts-Play-Offs
Halbfinale Die besten vier Teams der Hauptrunde spielten um die Deutsche Meisterschaft. Dabei spielten die Mannschaften gegeneinander im Modus best-of-3. Es spielte Platz 1 gegen 4 und 2 gegen 3. Die höher platzierten Mannschaften hatten Heimrecht im ersten und im möglichen dritten Spiel ihrer Serie.
Mannschaft 1 Ergebnis Mannschaft 2 1. Spiel 2. Spiel 3. Spiel HSG Blomberg-Lippe 2:1 Thüringer HC 31:25 28:29 34:25 Borussia Dortmund 2:0 HSG Bensheim/Auerbach 34:32 31:29 –
Spiel um Platz 3 Die Verlierer der Halbfinalspiele traten in einer einfachen Runde an, um den 3. Platz auszuspielen. Das Heimrecht hatte die Mannschaft mit der besseren Platzierung in der Hauptrunde.
Aufgebote: HSG Bensheim/Auerbach: Fehr, van Beurden – Thomaier 13px (4/1), Berger (3), Hurst 13px (2), Engel (7/2), Ehlert (4), Agwunedu, (2), Schmelzer (2), Orth (1), Kretzschmar (1), Ziercke (1), Walther; Trainer: Ilka Fickinger
Thüringer HC: Hallberg, Kuske – Hendrikse, Heider, Holm 13px (3), Guarieiro, Niederwieser 13px, Farago 13px 13px (3), Scheib 13px (2), Petersen (1), Ott (3/3), Szabo (2), Reichert (5), Alarslan (5), Kuczora (1/1), Rosa (3); Trainer: Herbert Müller
Finale Die Mannschaften spielten gegeneinander im Modus best-of-three. Das Heimrecht hatte der Sieger aus der ersten Halbfinalbegegnung.
Sieger HF1 Ergebnis Sieger HF2 1. Spiel 17.05 (BVB) 2. Spiel 24.05. (HSG) 3. Spiel 31.05. (HSG) HSG Blomberg-Lippe 2:1 Borussia Dortmund 27:28 28:27 30:26
Abschlusstabelle
Abschlusstabelle1HSG Blomberg-Lippe (Meister)2 Borussia Dortmund (Handball)3Thüringer HC4HSG Bensheim/Auerbach5VfL Oldenburg 6TuS Metzingen7Buxtehuder SV 8Frisch Auf! Göppingen9Sport-Union Neckarsulm10BSV Sachsen Zwickau11SV Union Halle-Neustadt (N) (Relegation)12HB Ludwigsburg (M) (Absteiger)
Die Meistermannschaft 1. HSG Blomberg-Lippe 60px Mannschaft: Melanie Veith, Lara Lepschi, Nicole Roth, Laura Rüffieux, Andrea Jacobsen, Amber Verbraeken, Díana Dögg Magnúsdóttir, Janne Overbeck, Nieke Kühne, Ruslana Litvinov, Maxi Mühlner, Ona Vegué, Carolin Jaron, Nuria Bucher, Judith Tietjen, Malina Marie Michalczik, Malin Sandberg, Alexia Hauf, Elín Rósa Magnúsdóttir, Farrelle Njinkeu Trainer: Steffen Birkner Statistiken Nieke Kühne wurde als Spielerin der Saison ausgezeichnet und Farrelle Njinkeu wurde zum Rookie der Saison gewählt. Dieser Preis wurde zum ersten Mal in der Alsco HBF verliehen. Damit stellte beide Titelträger der diesjährige Deutsche Meister die HSG Blomberg-Lippe.
Team der Saison Das Team der Saison wurde von den Fans gewählt. Die 8. Frau (Joker-Platz) wurde unter allen zweitplatzierten ihrer jeweiligen Kategorie ebenfalls von den Fans gewählt.
Position Spieler Verein Tor Laura Kuske Thüringer HC Linksaußen Antje Döll Sport-Union Neckarsulm Rechtsaußen Farrelle Njinkeu HSG Blomberg-Lippe Kreisläuferin Marie Steffen VfL Oldenburg Rückraum Links Nieke Kühne HSG Blomberg-Lippe Rückraum Mitte Alina Grijseels Borussia Dortmund Rückraum Rechts Nina Engel HSG Bensheim/Auerbach 8. Frau (Joker-Platz) Alexia Hauf (LA) HSG Blomberg-Lippe
Tore Platz Tore davon7 m Spielerin Verein 1.16443 Nina Engel HSG Bensheim/Auerbach 2.13136 Silje Brøns Petersen BSV Sachsen Zwickau 3.12942 Alina Grijseels Borussia Dortmund 4.12655 Antje Döll Sport-Union Neckarsulm 5.1230 Nieke Kühne HSG Blomberg-Lippe
Paraden Platz Paraden Ø/Spiel Spiele Spielerin Verein 1.31621,115 Madita Kohorst VfL Oldenburg 2.25313,319 Laura Kuske Thüringer HC 3.24112,120 Lena Ivančok Sport-Union Neckarsulm 4.19710,918 Vanessa Fehr HSG Bensheim/Auerbach 5.1849,719 Celina Meißner Frisch Auf! Göppingen
Weblinks Offizielle Internetpräsenz der Handball-Bundesliga der Frauen
Einzelnachweise
Bundesliga (Frauen) #2025