mini|Mahnmal auf dem Gelände des ehemaligen KZs Dachau mit den Worten „Nie wieder“ in verschiedenen Sprachen. mini|Mahnmal Treblinka mit den Worten „Nie wieder“ in verschiedenen Sprachen. „Nie wieder“ ist ein Ausruf, der mit den Lehren des Holocaust und anderer Völkermorde in Verbindung gebracht wird.Holocaust-Gedenken: Scholz appelliert: „‚Nie wieder‘ ist jeden Tag“. In: Die Zeit Online, 27. Januar 2024 (zeit.de – „Der 27. Januar ruft uns zu: Bleibt sichtbar! Bleibt hörbar! Gegen Antisemitismus, gegen Rassismus, gegen Menschenhass – und für unsere Demokratie.“).„Nie wieder“: Das Europäische Parlament begeht den Internationalen Holocaust-Gedenktag (europarl.europa.eu).Nie wieder: Alle Beiträge zum Gedenken an den Holocaust. In: Der Tagesspiegel. (tagesspiegel.de – ) Allerdings lässt er sich bis in das frühe 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Ausruf wurde von befreiten Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald verwendet, um den Faschismus anzuprangern.Oliver Gaida (HU-Berlin / Institut für Geschichtswissenschaften): Kriegsende am 8. Mai: Was das „Nie wieder!“ bedeutet auf vorwärts.de

mini|Senator Alben W. Barkley aus Kentucky, Mitglied des Kongresskomitees zur Aufklärung der Nazigräuel, überzeugt sich am 24. April 1945 selbst vor Ort in Buchenwald bei Weimar. mini|Verbrennungsöfen des Krematoriums im KZ Buchenwald mini|Foto aus Baracke 56 des Kleinen Lagers in Buchenwald. Sklavenarbeiter im KZ Buchenwald nahe Jena; viele waren an Unterernährung gestorben, als U.S. Truppen der 80th Division das Lager betraten. In der zweiten Reihe, siebter von links liegt Elie Wiesel. Aufnahme 5 Tage nach der Befreiung.

Es gibt nicht nur die deutschsprachige Variante – „Nie wieder“; die Formel kann auch in anderen Sprachen nachgewiesen werden: „No more“, „Never again“, „jamais plus“, „nigdy więcej“, and „б´ольше никогда“.

Die genaue Bedeutung des Ausdrucks ist umstritten, unter anderem die Frage, ob er als partikularistischer Befehl zur Verhinderung eines zweiten Holocaust an den Juden oder als universalistische Anweisung zur Verhinderung aller Formen des Völkermords verwendet werden sollte. In jedem Fall ist der Ausruf eine Elipse, die vor dem Holocaust in anderen Kontexten verwendet wurde. Über Google Books lässt sich die Formel bis in das frühe 19. Jahrhundert in England zurückverfolgen. Dort lautete der Ausruf: „No more tyranny – no more war – no more conscription – no more vexatious taxes“. Die Formel „Nie wieder Krieg!“ wird seit den 1920er Jahren häufiger verwendet als „Nie wieder Holocaust!“ und „Nie wieder Genozid!“ Seit den späten 1950er Jahren wurde die Formel „Nie wieder Faschismus“ in Büchern und Zeitungen verbreitet.

Laut dem ehemaligen Buchenwald-Häftling Heinz Brandt haben die Teilnehmenden der Gedenkversammlung am 19. April 1945 lautstark „Nie wieder“ skandiert.Kriegsende am 8. Mai: Was das „Nie wieder!“ bedeutet. (vorwaerts.de). Auch wenn „Nie wieder!“Alexandra Senfft: Befreiung von Buchenwald: Wer bestimmt, wie wir gedenken freitag.de häufig mit dem Schwur von BuchenwaldHolocaust-Verharmlosung? Aufregung über Nikes Marathon-Werbeslogan "Nie wieder. Bis nächstes Jahr". In: derstandard.at. in Verbindung gebracht wird,Der Schwur von Buchenwald mahnt uns auch heute: Nie wieder! gruene-thl.de ist er im Text nicht vorhanden.Der Schwur von Buchenwald Die Formeln „Nie wieder“, „No more“, „Never again“, „jamais plus“, „nigdy więcej“, and „б´ольше никогда“ – lassen sich allerdings auf einem Foto der Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz aus den 1950er Jahren nachweisen.

Die Formel „Nie wieder!“ wird auch in anderen Gedenkstätten verwendet. Sie steht in mehreren Sprachen in Stein gehauen am Mahnmal des ehemaligen Vernichtungslagers Treblinka nahe Warschau, in dem die SS schätzungsweise über 800.000 Menschen in Gaskammern ermorden ließ, sowie in der KZ-Gedenkstätte Dachau bei München und an weiteren NS-Gedenkorten in Europa zu lesen.Robert Habeck: 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz: Es braucht einen neuen Anlauf, das „Nie wieder“ zu erklären. In Der Tagesspiegel (tagesspiegel.de – ). Auch in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen spielte und spielt die Formel „Nie wieder“ weiterhin eine wichtige Rolle. In diesem Kontext wurde sie als Textvorlage in der anlässlich der jährlichen Befreiungsfeier 1995 komponierten Kantate Memento (Hans Dieter Mairinger, Libretto; Helmut Rogl, Komposition) verwendet.

Die Formel hat sich zu einem festen Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur entwickelt und wird regelmäßig wiederkehrend in Ansprachen und Gedenkreden verwendet, um auf die Gefahren von Extremismus, Antisemitismus und Rassismus hinzuweisen.

Meir Kahane, Gründer der Jewish Defense League, verwendete ihn 1971 in seinem Buch „Nie wieder! Ein Programm zum Überleben“. Bundeskanzler Olaf Scholz nutzte den Ausdruck in seiner Ansprache am 8. Mai 2022 und am 24. Januar 2024Website: bundesregierung.de Kanzler Kompakt: „Nie wieder“ ist jeden Tag: Nie wieder Ausgrenzung und Entrechtung, nie wieder Rassenideologie und Entmenschlichung, nie wieder Diktatur. Unser „Nie wieder“ hat Millionen Stimmen und unsere Demokratie Millionen Gesichter. Das ist das Anliegen von Bundeskanzler Olaf Scholz in der neuen Folge „Kanzler kompakt“., Bundespräsident Steinmeier verwendete ihn in seiner Ansprache am 23. Januar 2020 in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel und die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer richtete sie am 27. Januar 2022 an ihre Zuhörer im Europäischen Parlament. Im Frühjahr 2025 musste sich Nike für die Verwendung des Slogans „Nie wieder“ auf einem Plakat entlang der Strecke des London-Marathons entschuldigen. Kurz vor der Ziellinie stand dort an die erschöpften Läufer gerichtet „Nie wieder. Bis nächstes Jahr.“ Zahlreiche Personen und Medien kritisierten das scherzhaft gemeinte Plakat scharf wegen der Assoziation des Spruchs mit dem Holocaust.

Siehe auch Schutzverantwortung

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Einzelnachweise

Kategorie:Holocaust