Leichtathletik-Länderkämpfemit bundesdeutscher Beteiligung 1989 zentriert|100px 1. Länderkampf 1989, Werfer (Männer): – – – – 28. Mai 1989 1. 2. 3. 4. 5. 57 P51 P43 P40 P33 P 2. Länderkampf 1989, Werfer (Frauen): – – – – 28. Mai 1989 1. 2. 3. 4. 5. 51 P37 P31 P29 P20 P 3. Länderkampf 1989, Männer: – – – 23./24. Juni 1989 1. 2. 3. 4. 216 P191 P172 P152 P 4. Länderkampf 1989, Frauen: – – – 23./24. Juni 1989 1. 2. 3. 4. 170 P160 P119 P99 P 5. Länderkampf 1989, Geher (Männer): – – – – – – Laval, DépartementMayenne25. Juni 1989 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 102 P96 P86 P61 P45 P38 P17 P 6. Länderkampf 1989, Geher (Frauen): – – – – – – Laval, DépartementMayenne25. Juni 1989 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 56 P46 P42 P32 P26 P15 P14 P 7. Länderkampf 1989, Springer/Werfer (Frauen): – 28. Juni 1989 1. 2. 31 P24 P 8. Länderkampf 1989, Läufer (Männer): – 30. Juli 1989 1. 2. 105 P98 P 9. Länderkampf 1989, U23 (Männer): – – 26. August 1989 1. 2. 3. 191 P149 P103 P 10. Länderkampf 1989, U23 (Frauen): – – 26. August 1989 1. 2. 3. 137 P113 P80 P 11. Länderkampf 1989, Straßenlauf (Männer): – – – 9. September 1989 1. 2. 3. 4. 5:10:18 h5:12:31 h5:13:31 h5:15:17 h 12. Länderkampf 1989, Straßenlauf (Frauen): – – – 9. September 1989 1. 2. 3. 4. 2:36:19 h2:36:36 h2:37:16 h2:38:39 h Chronik ← Länderkämpfe 1988 Länderkämpfe 1990 →
Im Jahr 1989 wurden zwölf Leichtathletikländerkämpfe mit bundesdeutscher Beteiligung in zwölf Veranstaltungen ausgetragen. Das waren neun Vergleiche weniger als im Vorjahr. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben.
Nicht berücksichtigt sind Veranstaltungen wie der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 5. Juli 2025, der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 5. Juli 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 5. Juli 2025 sowie ähnliche Events. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1989)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 5. Juli 2025 und der Geher-Europacup (ab 1996) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.
Aufgeführt sind hier die Länderkämpfe bundesdeutscher Leichtathleten. Die Sportler der DDR führten nach der deutschen Teilung im Jahr 1949 eigene Veranstaltungen durch.
Wie im Vorjahr auch schon bestanden nur noch vier der Vergleiche in dieser Saison aus dem allgemeinen leichtathletischen Programm, wobei zwei davon speziell für die Altersgruppe U23 reserviert waren. Die Tendenz im Länderkampfprogramm war weiter auf dem Weg, mehr Vergleiche in Teilbereichen der Leichtathletik auszutragen als in Veranstaltungen mit dem kompletten Programm, was hier in acht Fällen zutraf. Dort standen die Wettbewerbsbereiche Werfen (2 Vergleiche), Sprung/Wurf (1), Laufen (1), Gehen (2) und Straßenlauf (2) auf dem Programm. Männer und Frauen bestritten je sechs Länderkämpfe.
Von den Frauenbegegnungen fanden zwei als Veranstaltungen allgemeiner leichtathletischer Disziplinen statt, darunter ein Vergleich für die Altersgruppe U23. Eine gab es im Werfen, die Geherinnen und Straßenläuferinnen waren ebenfalls einmal an der Reihe. Außerdem wurde eine weitere Begegnung als gemischter Vergleich der Springerinnen und Werferinnen ausgetragen.
Ebenfalls zwei der Männerbegegnungen waren Wettkämpfe mit den allgemeinen leichtathletischen Disziplinen, darunter auch hier ein Vergleich für die Altersgruppe U23. Die Werfer, Geher und Straßenläufer trugen wie bei den Frauen je einen Länderkampf aus. Darüber hinaus gab es einen Vergleich speziell für die Läufer.
Saisonhöhepunkt In diesem Jahr lagen keine Olympischen Spiele, Welt- oder Europameisterschaften an. So blieben als wichtigste internationale Höhepunkte der Europacup am 5. und 6. August in Gateshead sowie der Weltcup vom 8. bis 10. September in Barcelona. Auch in diesem Jahr konnten sich die bundesdeutschen Frauen- und Männerteams nicht für die Wettkämpfe des Weltcups qualifizieren. Im Europacup platzierten sich bei den Frauen die DDR, die Sowjetunion und Großbritannien vor der Bundesrepublik Deutschland. Die bundesdeutschen Frauen wurden damit wie 1987 Vierte. Die bundesdeutschen Männer rutschten im Vergleich zu 1987 von Platz vier auf sechs um zwei Ränge nach unten. Die britischen Männer lagen am Ende vor der DDR und der UdSSR ganz vorn. Im Weltcup starteten sechs bundesdeutsche Leichtathleten (drei Männer, drei Frauen) für das Team Europa.
Jahresbilanz In der Saison 1989 gab es für die bundesdeutschen Männer in ihren sechs Länderkämpfen mit vier Niederlagen zwei verlorene Vergleiche weniger als im Vorjahr – bei nur sechs statt zehn Vergleichen – und vier weniger als 1974, dem Jahr mit den meisten Niederlagen, in dem es allerdings zwölf Länderkämpfe mehr gegeben hatte als 1989: Ländervergleich gegen Großbritannien, die Sowjetunion und die USA am 23./24. Juni in Birmingham (Platz vier hinter den USA, Großbritannien und der Sowjetunion) Geher-Vergleich gegen Frankreich, die DDR, Großbritannien, Italien, Schweden und Spanien am 25. Juni in Laval, Département Mayenne (Platz vier hinter Spanien, Frankreich und Italien) U23-Ländervergleich gegen Frankreich, und Spanien am 26. August in Nizza (Platz zwei hinter Frankreich) Straßenlauf-Vergleich gegen die Schweiz, Frankreich und die Niederlande am 9. September in Grenchen (Platz zwei hinter Frankreich) Die beiden weiteren Männerbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athleten für sich. Die Siege resultierten aus einer Begegnung der Werfer sowie aus einem Vergleich der Läufer. Damit wiesen die Männer wie 1976, 1977, 1979, 1980, 1982, 1987 und 1988 eine negative Bilanz auf.
Für die Frauen kamen in ihren sechs Länderkämpfen zu drei Siegen und drei Niederlagen, das war bei fünf Vergleichen weniger dieselbe Anzahl verlorener Länderkämpfe wie im Vorjahr. Folgende Länderkämpfe der Frauen gingen verloren: Ländervergleich gegen Großbritannien, die Sowjetunion und die USA am 23./24. Juni in Birmingham (Platz vier hinter der Sowjetunion, den USA und Großbritannien) Geher-Vergleich gegen Frankreich, die DDR, Großbritannien, Italien, Schweden und Spanien am 25. Juni in Laval, Département Mayenne (Platz sieben hinter Italien, Spanien, Schweden, der DDR, Frankreich und Großbritannien) Springer-/Werfer-Vergleich gegen Großbritannien am 28. Juni in London Die Bilanz war bei drei Siegen und drei Niederlagen diesmal ausgeglichen.
Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.
Bedeutung der Länderkämpfe in der Leichtathletik Der Stellenwert von Länderkämpfen war in den letzten Jahren erheblich gesunken, daran hatte sich auch 1989 nichts geändert. Die Konkurrenz anderer Veranstaltungen war groß und sollte weiter wachsen. In den vergangenen Jahren waren neue Wettkampfformen hinzugekommen wie der schon länger praktizierte Europacup und der Weltcup (später Continentalcup). 1983 waren auch die anfangs im Abstand von vier Jahren durchgeführten Weltmeisterschaften dazugekommen, die ab 1991 im zweijährigen Rhythmus ausgetragen werden sollten. Außerdem gab es Europa- und Weltcupveranstaltungen für Teildisziplinen der Leichtathletik wie dem Gehen (Lugano-Cup) und dem Mehrkampf, die mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen als die früher hoch im Kurs stehenden Länderkämpfe. Die Bedeutung einzelner Sportfeste, die für die Sportler im Hinblick auf Prämien für den Antritt, für Siege und für Rekorde immer lukrativer wurden, nahm sukzessive zu. Hier sind unter anderem Events wie Weltklasse Zürich, ISTAF Berlin, ASV-Sportfest Köln oder Sportfeste in Stockholm, Oslo, Monaco, … zu nennen, die später als IAAF Super Grand Prix, IAAF Golden League und Diamond League noch erheblich bedeutsamer wurden.
So wurden in den 1950er, 1960er und beginnenden 1970er Jahren Länderkämpfe noch teilweise als Live-Sendung im Fernsehen übertragen, was danach nicht mehr der Fall war, weil die Aufmerksamkeit in der Leichtathletik auf andere oben genannte Bereiche überging. Die Gewichtung sollte sich in den kommenden Jahren noch viel mehr auf Veranstaltungen verschieben, in denen der Fokus stärker auf die Einzelsportler und Staffeln gerichtet war. Länderkämpfe und Ländervergleiche auch in Form von Europacup und Weltcup spielten dabei abgesehen von der Beachtung durch ein Fachpublikum eine in den kommenden Jahren zunehmend untergeordnete Rolle. Neben bestimmten klassischen Sportfesten mit hohen Prämien ragten dabei vor allem die Wettbewerbe bei Olympischen Spielen, Europameisterschaften und ab 1983 bei Weltmeisterschaften heraus.
Die Anzahl der Länderkämpfe war in diesem Jahr zum ersten Mal deutlich geringer als zuvor. Die Verbände suchten darüber hinaus andere Formen mittels Veranstaltungen mit eingeschränkten Teilbereichen und Begegnungen mit mehreren Gegnern gleichzeitig, die an einem Tag durchgeführt wurden. So gab es keinen einzigen der früher klassischen Zweiländerkämpfe mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm. Häufig kam es zu einer Besetzung der Wettbewerbe durch Teilnehmer aus der zweiten Reihe. Einerseits sollten die Toppathleten nicht überbelastet werden, andererseits hatten die Sportler aus dem Spitzenbereich auch kein Interesse an diesen Wettkämpfen, in denen es keine finanziellen Anreize gab und die auf kein allzu großes Öffentlichkeitsinteresse stießen.
Verschiedene Formen von Länderkämpfen Es gab weiterhin eine Reihe verschiedener Arten von Länderkämpfen: Vergleiche mit einer Mischung von Disziplinen aus dem allgemeinen leichtathletischen ProgrammDas war die klassische Form von Ländervergleichen. Jede Nation war in der Regel mit zwei Athleten je Disziplin vertreten. Bei den Männern waren hier zwanzig Wettbewerbe zum Standard geworden. Allerdings wurden die beiden Langstrecken über 5000 und 10.000 Meter inzwischen verkürzt als Rennen über 3000 und 5000 Meter durchgeführt. Aus dem olympischen Wettbewerbskatalog fehlten demnach in der Regel nur der 10.000-Meter-Lauf, der Marathonlauf, die beiden Gehwettbewerbe und der Zehnkampf.Der Länderkampfdisziplinkatalog bei den Frauen hatte bis 1968 standardmäßig aus elf Disziplinen bestanden und war mit den damals bei Olympischen Spielen angebotenen Frauenwettbewerben identisch. Von 1969 an gab es hier Veränderungen: Mit dem 1500-Meter-Lauf sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden zwei neue Wettbewerbe, die bei den Europameisterschaften 1969 in das Programm aufgenommen worden waren, mit in den Katalog der Frauenländerkämpfe integriert. Damit erhöhte sich die Zahl der Disziplinen auf dreizehn. Neu hinzu kamen nun immer häufiger auch Rennen über 3000 Meter und 400 Meter Hürden, zwei Laufdiszipziplinen, die im Vorjahr olympisch geworden waren. In Angleichung an das Männerprogramm wurde der 3000-Meter-Lauf 1996 durch den 5000-Meter-Lauf abgelöst.In seltenen Fällen gab es in Länderkämpfen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Abweichungen vom Standard in Form von Hinzunahme oder Weglassen einzelner Disziplinen. Vergleiche in Teildisziplinen der Leichtathletik: Vergleiche im Mehrkampf – bei den Frauen im Siebenkampf, bei den Männern im ZehnkampfDie Zahl der Vertreter je Land war dabei nicht standardisiert. In der Regel wurden von den gestarteten Teilnehmern nicht alle gewertet. Bei vier Vertretern je Disziplin beispielsweise wurden meist die drei Besten gewertet.