mini|Verbreitungsgebiet des Surucuátrogones

Der Surucuátrogon (Trogon surrucura; Syn. Trogonurus surrucura) ist eine Vogelart aus der Familie der Trogone (Trogonidae).P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF

Der Vogel kommt in Südamerika in Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay vor.

Der Lebensraum umfasst tropischen immergrünen Wald und Mischwald bis 1550 bis 2000 m.N. Collar, J. del Hoyo und G. M. Kirwan: Surucua Trogon (Trogon surrucura), version 1.0. In: S. M. Billerman, B. K. Keeney, P. G. Rodewald und T. S. Schulenberg (Herausgeber): Birds of the World, 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Trogon surrucura

Merkmale Die Art ist 26–29 cm groß und wiegt 56–78 g. Das Männchen ist prächtig gefärbt mit königsblauer Kopfkappe, Brust und Nackenfiederung. Stirn, Wangen und Kehle sind schwarz. Der Augenring ist orange, der Schnabel grünlichgrau. Die Oberseite ist kupfergrün mit türkisem Schimmer auf dem Schwanz. Die Flügelspiegel sind dicht marmoriert und sehen grau aus. Der Bauch ist rosarot, die Flanken sind grau, die Schwanzunterseite ist weiß mit schwarzer Terminalbinde. Die Iris ist dunkelbraun. Das Weibchen ist matt grau mit winzigen weißen Flecken vor und hinter dem Auge, einem helleren Augenring, einer schmalen weißen Binde auf dem Flügelspiegel, die Schwanzunterseite ist schwarz, die drei mittleren Steuerfedern haben weiße Außenfahnen und Terminalbinden. Männliche Jungvögel haben schwarze Federspitzen an der Schwanzunterseite, weibliche sehen wie Weibchen aus.

Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC 15.1 Mousebirds, Cuckoo Roller, trogons, hoopoes, hornbills T. s. surrucura , 1817Louis Pierre Vieillot (1817), S. 321–322., Nominatform – Südbrasilien bis Paraguay, Uruguay und Nordargentinien T. s. aurantius , 1824Johann Baptist von Spix (1824), S. 47–49, Tafel 36. – Brasilien (Minas Gerais bis Rio de Janeiro und nördliches São Paulo), Männchen violett statt ultramarin, Rücken blau, Augenring gelb, Bauch orange, Weibchen Oberbauch gelb, Augenring wie beim Männchen.Oiseaux.net

Trogon chrysogaster , 1838William Swainson (1838), S. 330–331. wird heute als Synonm zu T. s. aurantius betrachtet.

Stimme Der Gesang ist eine ansteigende Folge zahlreicher mäßig hoher „diu“ oder „kwa“ Töne, die etwas lauter werden, der letzte Laut wieder tiefer, ähnlich wie beim Grünmanteltrogon (Trogon viridis). Der Warnruf wird als „kiarr“ oder Rattern wie bei einem trommelnden Specht beschrieben.

Lebensweise Die Art ist überwiegend ein Standvogel, lediglich die Vögel aus dem tiefen Süden ziehen im Winter nach Norden. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, die im Fluge von Ästen gepickt oder direkt im Fluge ergriffen werden.

Die Brutzeit liegt wohl zwischen September und Dezember in Brasilien, im September in Paraguay. Das Nest wird in einem Termitenbau oder verrottendem Baumstamm angelegt. Das Gelege besteht aus 3, leicht glänzigen weißen Eiern.

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Surucuátrogons erfolgte 1817 durch Louis Pierre Vieillot unter dem wissenschaftlichen Namen Trogon surrucura. Als Verbreitungsgebiet gab er Paraguay an basierend auf Cucillo del surucuáFélix de Azara (1805), S. 373–382. von Félix de Azara. Bereits 1760 führte Mathurin-Jacques Brisson die für die Wissenschaft neue Gattung Trogon ein.Mathurin-Jacques Brisson (1760), Band 1 S. 42 & Band 4 S. 164 Dieser Begriff leitet sich für nagen, kauen ab.Trogon The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname surrucura hat seinen Ursprung in der Bezeichnung Surú-ku’á für Brustband in der Guaraní-Sprache für einen Trogon.surrucura The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Aurantius leitet sich von ab.aurantius The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Chrysogaster ist ein Wortgebilde aus und .chrysogaster The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay einen Balg, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) in Independencia, zur Verfügung. Im Münchner Museum war ein weiteres Männchen aus der Sammlung von Georg Wieninger (1859–1925). Laubmann führte die Art unter dem Namen Trogonurus surrucura. In der Literatur betrachtete er Fortin NueveJohn Graham Kerr (1892), S. 139. und Carayá VueltaJohn Graham Kerr (1901), S. 228. durch John Graham Kerr, SapucaiCharles Chubb (1910), S. 270 durch Charles Chubb, das Departamento Alto ParanáArnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 48. sowie der Río ConfusoArnaldo de Winkelried Bertoni (1930), S. 258. durch Arnaldo de Winkelried Bertoni als Nachweise für das Land.Alfred Laubmann (1939), S. 203.

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als „nicht gefährdet“ (least Concern).

Literatur

Weblinks

Macaulay Library Multimedia

Einzelnachweise

Kategorie:Trogone