Almut Spier-Eggert, geborene Eggert (* 7. Juni 1937 in Rostock; † 7. Februar 2023 in Berlin), war eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Leben Almut Eggert war die Tochter des Regisseurs Walther Eggert und der Schauspielerin Agnes Eggert, geborene Grisebach. Ende 1951 floh ihre Mutter mit ihren vier Kindern in den Westen. Nach der mittleren Reife wurde Almut Eggert zunächst Diplomkosmetikerin. Später produzierte und vertrieb die auch an Esoterik Interessierte Kosmetik. Von 1956 bis 1959 nahm sie Unterricht an der Schauspielschule Olly Rummel-Pickschneider in Berlin.

1958 debütierte sie an der Vaganten Bühne Berlin, 1959 erhielt sie ein Engagement am Kleinen Theater im Zoo in Frankfurt am Main. Von 1961 bis 1966 spielte sie an der Tribüne Berlin, von 1966 bis 1968 am Theater Baden-Baden, von 1968 bis 1975 am Schillertheater in Berlin, von 1975 bis 1977 an der Komödie im Marquardt in Stuttgart und an der Kleinen Komödie Hamburg, von 1977 bis 1983 an den Kammerspielen des Deutschen Theaters in Berlin und danach am Theater am Kurfürstendamm.

Almut Eggert arbeitete auch als Hörfunk- und Synchronsprecherin und war häufig in Fernsehserien zu sehen. Von 1972 bis 1973 gehörte sie dem Kabarett „Die Stachelschweine“ an. Beim Film übernahm sie unter anderem 1969 in der Kinderbuchverfilmung Klein Erna auf dem Jungfernstieg die Rolle der Mutter der Titelheldin, die nach längerer Abwesenheit ihres Ehemannes (Harald Juhnke) am Ende ein freudiges Wiedersehen feiern kann.

Persönliches Eggert war von 1959 bis zur Scheidung 1964 mit dem Schauspieler und Regisseur Wolfgang Spier verheiratet. Sie ist die Mutter der Schauspielerinnen und Synchronsprecherinnen Miriam Bettina Spier (1960–2008) und Nana Spier (* 1971). Almut Eggert starb 2023 in ihrem Wohnort Berlin, vier Monate vor ihrem 86. Geburtstag.

Filmografie (Auswahl)

Synchronisationen (Auswahl) Film Synchronjahr Rolle Darsteller Der Weg nach Westen 1967 Mercy McBee Sally Field Geraubte Küsse 1967 Christine Darbon Claude Jade Die Onedin-Linie 1971 bis 1980 Isabel Frazer/Fogarty Jessica Benton Pinocchio 1973 Die blaue Fee Evelyn Venable Ein Unbekannter rechnet ab 1974 Vera Clyde Elke Sommer Drei Engel für Charlie 1976 bis 1980 Jill Munroe Farrah Fawcett Ein irrer Typ 1977 Jane Gardner Raquel Welch Zeit der Liebe, Zeit des Abschieds 1977 Fran Dodsworth Ruth Chatterton Moonraker – Streng geheim 1979 Drax Museumsführerin Anne Lonnberg Kampf der Titanen 1981 Aphrodite Ursula Andress Hart aber herzlich 1985 Jillian Rawlings Samantha Eggar Trio mit vier Fäusten 1985 Joan Ramsdale Joan Freeman Der Denver-Clan 1985 bis 1989 Sable Colby Stephanie Beacham Mord ist ihr Hobby 1994 Kim Mitchell Loretta Swit Gilmore Girls 2007 Emily Gilmore Kelly Bishop

Hörspiele 1968: Ephraim Kishon: Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht – Regie: Wolfgang Spier (Hörspiel – RIAS Berlin) 1980: Anthony J. Ingrassia: Fame – Berühmt – Regie: Götz Naleppa (Hörspiel – RIAS Berlin) 1986–1987: Jan Tenner, 8 Folgen 1992: Conny Lens: Ostwind – Regie: Joachim Sonderhoff (Kriminalhörspiel – WDR)

Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 209. Eggert, Almut. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 256.

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Einzelnachweise

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