mini|Trierer Straße 6 Das Wohnhaus Trierer Straße 6 befindet sich in Westvorstadt von Weimar, an seiner östlichen Seite in der Sichtachse zur Henßstraße. Es ist denkmalgeschützt.

Geschichte Das zweigeschossige Wohnhaus entstand 1872/73. Bauherr war der Hofbuchbindermeister Otto Henss. Henss, sofern er die Villa überhaupt bewohnte, starb 1873, sodass diese 1873 samt der Firma Bürofabrik Otto Henß auf seinen Sohn Adolf Henß überging.Art. Bürofabrik Otto Henß, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 71. 1879 erfolgte ein Anbau an dessen Westseite. Zur Entstehungszeit lag es noch außerhalb des genehmigten Bebauungsplans, weshalb ein Dispens eingeholt werden musste. Es gehörte zu den ersten Häusern im Gebiet des Junkerkirchhofs. Es weicht von den späteren Mietshäusern in seiner äußeren Gestalt ab. Es orientiert sich an der spätklassizistischen Formensprache, was an seiner Fassadengestaltung abzulesen ist. Die Fassadengestaltung ist symmetrisch. Der Mittelrisalit besitzt einen Dreiecksgiebel im Dachbereich.

Aufgrund langen Leerstands und Vandalismus ist die Ausstattung aus der Bauzeit bzw. der Zeit des Umbaus nur noch zum Teil erhalten.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 835 f. Wie schon allein sein äußerlicher Zustand beschaffen war, zeigt eine Aufnahme, die um 1987 entstand, als die Trierer Straße noch Friedrich-Engels-Ring hieß.Friedrich-Engels-Ring 6 (heutige Trierer Straße) auf fotoarchiv.weimar.de

Einzelnachweise

Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar Kategorie:Wohngebäude in Weimar Kategorie:Erbaut 1873