Kłębowo () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Landgemeinde Lidzbark Warmiński (Heilsberg) im Powiat Lidzbarski (Kreis Heilsberg). mini|links|Blick auf Kłębowo

Geographische Lage Kłębowo liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, sechs Kilometer südlich der Kreisstadt Lidzbark Warmiński (Heilsberg).

Geschichte

Ortsgeschichte Das seinerzeit Schönenvelt genannt Kirchdorf wurde im Jahre 1348 erstmals urkundlich erwähnt.Dietrich Lange: Wernegitten, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Nach 1348 hieß das Dorf Wargitten, und erst nach 1820 Wernegitten.

Die Landgemeinde Wernegitten wurde am 21. Mai 1874 Amtsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk im ostpreußischen Kreis Heilsberg innerhalb des Regierungsbezirks Königsberg.Rolf Jehke: Amtsbezirk Wernegitten

Im Dorf Wernegitten lebten im Jahre 1910 602 Menschen.Meyers Gazetteer: Wernegitten Die Einwohnerzahl veränderte sich bis 1933 auf 606 und belief sich 1939 auf 611.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Heilsberg

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Wernegitten die polnische Namensform „Kłębowo“. Heute ist das Dorf eine Ortschaft im Verbund der Gmina Lidzbark Warmiński (Landgemeinde Heilsberg) im Powiat Lidzbarski (Kreis Heilsberg), von 1975 bis 1995 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Kłębowo 216 Einwohner.

Im Jahre 1998 beging Kłębowo die 650-Jahr-Feier seines Bestehens, an die noch heute ein zweisprachiger Gedenkstein erinnert.

Amtsbezirk Wernegitten( 1874–1945) Zum Amtsbezirk Wernegitten gehörten in der Zeit seines Bestehens stets drei Dörfer: Deutscher Name Polnischer Name Blankensee Blanki Blumenau Czarny Kierz Wernegitten Kłębowo

Religion mini|St.-Margareten-Kirche in Kłębowo Die zu Ehren der Hl. Margareta geweihte Kirche stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und ist ein Bauwerk ohne Chor aus Feldstein und Ziegel.Informationszentrum Ostpreußen: Kłębowo – Wernegitten Der schlanke Holzturm ist eine Pfahlkonstruktion mit Bretterverschlag sowie Schindelspitzdach und stammt von 1759. Eine flache und bemalte Holzdecke überspannt den inneren Kirchenraum. Die neogotische Innenausstattung wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts beschafft.

Die Kirche ist das Gotteshaus der römisch-katholische Pfarrei Kłębowo, die zum Dekanat Lidzbark Warmiński im Erzbistum Ermland gehört.

Bis 1945 war Wernegitten auch in die evangelische Kirche Heilsberg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 453 Heute gehört Kłębowo evangelischerseits zur Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Kłębowo liegt an einer Nebenstraße, die von Kraszewo (Reichenberg) an der polnischen Landesstraße 51 (im Abschnitt der einstigen deutschen Reichsstraße 134) bis nach Świętnik (Heiligenwalde) führt. Eine von Blanki (Blankensee) kommende Straße endet in Kłębowo.

Eine Bahnanbindung besteht nicht. Bis 1996 war Czarny Kierz (Blumenau) die nächste Bahnstation. Sie lag an der nicht mehr bestehenden Bahnstrecke (Niedersee–) Rothfließ–Zinten (–Königsberg).

Weblinks

Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Wernegitten

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1348 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Lidzbark Warmiński