Ágnes Czine (* 11. August 1958 in Tiszalök) ist eine ungarische Juristin. Seit 2014 ist sie Richterin am Verfassungsgericht von Ungarn.
Leben und Wirken Czine studierte Rechts- und Politikwissenschaften an der Eötvös-Loránd-Universität, wo sie 1981 ihren Abschluss machte. Ab Juli 1984 arbeitete sie als Richterin am Zentralbezirksgericht von Pest, später am Gericht in Budakörnyék. 1994 wurde sie zur Präsidentin des Bezirksgerichts von Budakörnyék ernannt, bevor sie 1999 als Vorsitzende des Komitatsgerichts zurück nach Pest kehrte. Im April 2003 wurde sie zur Vorsitzenden der Strafkammer des Berufungsgerichts Budapest ernannt. 2011 erhielt sie die Goldmedaille des Andor-Juhász-Preises. 2012 wurde sie in Budapest mit einer strafrechtlichen Arbeit über Menschenhandel als Form der organisierten Kriminalität summa cum laude zur Dr. iur. promoviert. Am 15. November 2014 wurde sie von der ungarischen Nationalversammlung zur Richterin am Verfassungsgericht von Ungarn gewählt, wo sie seitdem tätig ist. Zum 1. September 2026 übernahm sie das Amt der Vizepräsidentin des ungarischen Verfassungsgerichts, wenngleich ihre Amtszeit voraussichtlich am 15. November 2026 enden wird.Pillanatokon belül teljesen átrendeződik az Alkotmánybíróság, abgerufen am 25. September 2026 (ungarisch).
Neben ihrer forensischen Tätigkeit engagierte Czine sich in der Lehre und war als Dozentin für Strafprozessrecht und materielles Strafrecht an der Fakultät für Politikwissenschaft und Recht der Károli-Gáspár-Universität der Reformierten Kirche tätig. 2013 wurde sie zur Assistenzprofessorin, 2015 zur außerordentlichen Professorin und nach ihrer Habilitation 2020 im Jahr 2021 schließlich zur Universitätsprofessorin ernannt. 2020 wurde sie zur kommissarischen Rektorin der Károli-Gáspár-Universität gewähltNew Acting Rector Appointed at the Károli University, abgerufen am 26. Juni 2025 (englisch) und 2021 in diesem Amt bestätigt.Czine Ágnes folytatja a megkezdett munkát a Károli-egyetemen, abgerufen am 26. Juni 2025 (ungarisch). Daneben war sie als Dozentin für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Katholischen Péter-Pázmány-Universität und für internationale strafrechtliche Zusammenarbeit an der Deutschen Richterakademie tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte lagen im Bereich des Strafprozessrechts und hier vor allem bei den Zwangsmitteln, der internationalen Zusammenarbeit, der Durchsetzung von Menschenrechten und dem Recht auf ein faires Verfahren sowie allgemein im Bereich der Organisierten Kriminalität.
Bis zu ihrer Wahl zur Verfassungsrichterin war sie darüber hinaus als ungarische Verbindungsperson des Europäischen Justiziellen Netzes und der ungarische Vertreter der Europäischen Kommission für die Effizienz der Justiz (CEPEJ) tätig. Seit 2016 ist sie Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.
Czine ist Mutter von zwei Kindern.Czine Ágnes alkotmánybíró két végrehajtó gyereke bizalmas kapcsolatban állt Schadl Györggyel, ennek ellenére tanúként sem idézték be őket, abgerufen am 26. Juni 2025 (ungarisch).
Weblinks Ágnes Czine bei der Ungarischen Juristenvereinigung Ágnes Czine beim ungarischen Verfassungsgericht
Einzelnachweise
Kategorie:Strafrechtler (21. Jahrhundert) Kategorie:Strafprozessrechtler (21. Jahrhundert) Kategorie:Richter (Verfassungsgericht von Ungarn) Kategorie:Gerichtspräsident (Ungarn) Kategorie:Hochschullehrer (Budapest) Kategorie:Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1958 Kategorie:Frau