Max Rodemeier (* 18. August 1858 in Stettin; † 1936 in Königsberg (Preußen)) war ein deutscher Maler und Professor.

Leben Rodemeier absolvierte zunächst auf Wunsch seiner Eltern eine Lehre zum Kaufmann, zog dann aber gegen deren Widerstand von Berlin nach München, um Kunst zu studieren. Dort wurde er von Carl von Piloty und Franz Defregger gefördert, musste dann jedoch als Theatermaler und später in der Kunstanstalt Pixis arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Über sein Erstlingswerk lernte er den Kunstschriftsteller Carl Albert Regnet kennen, der ihn an die Kunstakademie Königsberg empfahl. Dort studierte er ab 1882 einige Jahre mit Hilfe von Staatsstipendien bei Emil Neide und Carl Steffeck.Rodemeier, Max. In: Das geistige Deutschland am Ende des XIX. Jahrhunderts. Band 1. Röder, Leipzig 1898.

Ein Staatsauftrag für ein Altarbild in der Kirche in Gehsen und verschiedene andere kleinere Erfolge ermöglichten Rodemeier 1888 eine Studienreise nach Berlin und Dresden. Später reiste er unter anderem auch nach Hamburg, Wien und Antwerpen. Ab 1890 lehrte er an der Staatlichen Kunst- und Gewerkschule in Königsberg in Preußen. 1907 verlieh ihm das Ministerium für Handel und Gewerbe den Charakter Professor.Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger. 2. Januar 1907, S. 2 (online).

Rodemeier wohnte in Königsberg in der Passage 1 (1896)Eintrag Rodemeiers In: Adolf Bothe (Hrsg.): Adressbuch von bildenden Künstlern der Gegenwart. München 1896, S. 168. und in der Rhesastraße 11. Er war mit Ida Unger aus Wien verheiratet.

Rodemeier malte Stillleben, Porträts, Genre- und Landschaftsbilder.

Werke (Auswahl) Die Weinprobe, 1881 Trost im Leid, 1898 Große Berliner KunstausstellungGroße Berliner Kunst-Ausstellung 1898. Katalog, Schuster, Berlin, S. 47 (PDF). Münchener Kindl Der Gratulant In Sorgen Familienhaupt Fastenpredigt Altarbild in der Kirche in Gehsen

Literatur Rodemeier, Max. In: Hans Wolfgang Singer (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler. Band 4: Raab–Vezzo. 5. Auflage. Rütten & Loening, Frankfurt a. M. 1921, S. 88 (online).

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Einzelnachweise

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