Leichtathletik-Länderkämpfemit bundesdeutscher Beteiligung 1988 zentriert|100px 1. Länderkampf 1988, Geher (Männer): – – – – – 8. Mai 1988 1. 2. 3. 4. 5. 6. 97 P68 P55 P54 P48 P21 P 2. Länderkampf 1988, Geher (Frauen): – – – – – 8. Mai 1988 1. 2. 3. 4. 5. 6. 49 P45 P32 P23 P17 P6 P 3./4./5./6. Länderkampf 1988, Werfer (Männer): – / – / – / – 21./22. Mai 1988 1. 2. 27 P17 P 1. 2. 31 P12 P 1. 2. 30 P14 P 1. 2. 23 P21 P 7./8./9./10. Länderkampf 1988, Werfer (Frauen): – / – / – / – 21./22. Mai 1988 1. 2. 19 P14 P 1. 2. 24 P9 P 1. 2. 18 P15 P 1. 2. 19 P14 P 11. Länderkampf 1988, Männer: – 19./20. Juni 1988 1. 2. 131 P92 P 12. Länderkampf 1988, Frauen: – 19./20. Juni 1988 1. 2. 119,5 P59,5 P 13. Länderkampf 1988, Frauen: Hürden/Sprünge/Würfe: – 24. Juni 1988 1. 1. 77 P77 P 14. Länderkampf 1988, Jahrgänge 1965 und jünger (Männer): – – – 20. August 1988 1. 2. 3. 4. 210,5 P209,0 P199,5 P77,0 P 15. Länderkampf 1988, Jahrgänge 1965 und jünger (Frauen): – – – 20. August 1988 1. 2. 3. 4. 186,5 P155,5 P122,0 P85,0 P 16. Länderkampf 1988, Straßenlauf (Männer): – – – 20. August 1988 1. 2. 3. 4. 5:02:29 h5:04:43 h5:09:53 h5:12:02 h 17. Länderkampf 1988, Straßenlauf (Frauen): – – – 20. August 1988 1. 2. 3. 4. 2:34:23 h2:35:52 h2:37:49 h2:45:58 h 18. Länderkampf 1988,Zehnkampf, Jahrgänge 1965 und jünger (Männer): – – Lage20./21. August 1988 1. 2. 3. 28.945 P28.099 P27.248 P 19. Länderkampf 1988,Siebenkampf, Jahrgänge 1965 und jünger (Frauen): – – Lage20./21. August 1988 1. 2. 3. 23.742 P23.408 P21.161 P 20. Länderkampf 1988, Geher (Männer): – 3./4. September 1988 1. 2. 31 P13 P 21. Länderkampf 1988, Geher (Frauen): – 4. September 1988 1. 1. 11 P11 P Chronik ← Länderkämpfe 1987 Länderkämpfe 1989 →

Im Jahr 1988 wurden 21 Leichtathletikländerkämpfe mit bundesdeutscher Beteiligung in fünfzehn Veranstaltungen ausgetragen. Das waren drei Vergleiche mehr bei gleichzeitig einer Veranstaltung weniger als im Vorjahr. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben.

Nicht berücksichtigt sind Veranstaltungen wie der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 22. Juni 2025, der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 22. Juni 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 22. Juni 2025 sowie ähnliche Events. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1988)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 22. Juni 2025 und der Geher-Europacup (ab 1996) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.

Aufgeführt sind hier die Länderkämpfe bundesdeutscher Leichtathleten. Die Sportler der DDR führten nach der deutschen Teilung im Jahr 1949 eigene Veranstaltungen durch.

Nur noch vier der Vergleiche in dieser Saison bestanden aus dem allgemeinen leichtathletischen Programm, wobei zwei davon speziell für die Altersgruppe der Jahrgänge 1965 und jünger reserviert waren. Die Tendenz im Länderkampfprogramm entwickelte sich weiter dahin, mehr Vergleiche in Teilbereichen der Leichtathletik auszutragen, was hier in siebzehn Fällen zutraf. Dort standen die Wettbewerbsbereiche Werfen (8 Vergleiche in zwei Veranstaltungen), Gehen (4), Mehrkampf für die Jahrgänge 1965 und jünger (2), Straßenlauf (2) und Hürdenlauf/Sprung/Wurf (1) auf dem Programm. Die Männer bestritten zehn, die Frauen elf Begegnungen. Es war die erste Saison, in der die Frauen mehr Länderkämpfe austrugen als die Männer.

Von den Frauenbegegnungen fanden zwei als Veranstaltungen allgemeiner leichtathletischer Disziplinen statt, darunter ein Vergleich für die Jahrgänge 1965 und jünger. Vier gab es im Werfen, die in einer Veranstaltung durchgeführt wurden. Die Geherinnen kamen zweimal zum Zug. Je einen Länderkampf bestritten die Straßenläuferinnen und Siebenkämpferinnen. Außerdem wurde eine weitere Begegnung als gemischter Vergleich im Hürdenlauf/Sprung/Wurf ausgetragen.

Ebenfalls zwei der Männerbegegnungen waren Wettkämpfe mit den allgemeinen leichtathletischen Disziplinen, darunter auch hier ein Vergleich für die Jahrgänge 1965 und jünger. Die Werfer trugen ebenfalls in einer Veranstaltung vier Länderkämpfe aus. Je zweimal trafen die Geher auf Kontrahenten aus anderen Nationen. Je einmal traten die Straßenläufer und Zehnkämpfer der Jahrgänge 1965 und jünger an.

Saisonhöhepunkt In diesem Jahr standen eindeutig die Olympischen Spiele von Seoul im Saisonmittelpunkt. Die Leichtathletikwettbewerbe dort wurden vom 23. September bis 2. Oktober ausgetragen. Das Abschneiden des bundesdeutschen Teams in Seoul war wenig erfolgreich. Abgesehen von 1980, als die Bundesrepublik Deutschland den Spielen zusammen mit zahlreichen weiteren NATO-Staaten ferngeblieben war, blieb die Mannschaft zum ersten Mal seit 1956 ohne Goldmedaille. Platz fünfzehn im Medaillenspiegel mit lediglich einer Silbermedaille und vier Bronzemedaillen war eine Enttäuschung. Mit elf Niederlagen zeigte sich das schwächere Niveau der bundesdeutschen Leichtathletik auch in den Länderkämpfen (siehe unten).

Jahresbilanz In der Saison 1988 gab es für die bundesdeutschen Männer in ihren zehn Länderkämpfen mit sechs Niederlagen einen verlorenen Vergleich mehr als im Vorjahr und zwei weniger als 1974, dem Jahr mit den meisten Niederlagen, in dem es allerdings acht Länderkämpfe mehr gegeben hatte als 1988: Geher-Vergleich gegen die Tschechoslowakei, Großbritannien, Pölen, die Schweiz und Ungarn am 8. Mai in Trnava (Platz fünf hinter der Tschechoslowakei, Polen, Großbritannien und Ungarn) Werfer-Vergleich gegen Ungarn am 21./22. Mai in Forlì Ländervergleich gegen die DDR am 19./20. Juni in Düsseldorf Ländervergleich gegen Polen, Frankreich und Kanada (Jahrgänge 1965 und jünger) am 20. August in Posen (Platz drei hinter Frankreich und Polen) Straßenlauf -Vergleich gegen Frankreich, die Niederlande und die Schweiz am 20. August in Hagenau (Platz drei hinter den Niederlanden und Frankreich) Geher-Vergleich gegen Frankreich am 3./4. September in Ahlen Die vier weiteren Männerbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athleten für sich. Die Siege resultierten aus drei Begegnungen der Werfer sowie aus einem Vergleich der Zehnkämpfer für die Jahrgänge 1965 und jünger. Damit wiesen die Männer wie 1976, 1977, 1979, 1980, 1982 und 1987 eine negative Bilanz auf.

Für die Frauen blieb es in ihren elf Länderkämpfen bei drei Niederlagen, das waren bei zwei Vergleichen mehr drei weniger als im Vorjahr. Folgende Länderkämpfe der Frauen gingen verloren: Geher-Vergleich gegen die Tschechoslowakei, Großbritannien, Polen, die Schweiz und Ungarn am 8. Mai in Trnava (Platz drei hinter Ungarn und Polen) Ländervergleich gegen die DDR am 19./20. Juni in Düsseldorf Straßenlauf-Vergleich gegen Frankreich die Niederlande und die Schweiz am 20. August in Hagenau (Platz zwei hinter Frankreich) Darüber hinaus gab es für die Frauen zwei Unentschieden zu verzeichnen: Hürden-Sprung-Wurf-Vergleich gegen Großbritannien am 24. Juni in Birmingham Geher-Vergleich gegen Frankreich am 3./4. September in Ahlen Die Bilanz war bei sechs Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen deutlich positiv.

Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.

Bedeutung der Länderkämpfe in der Leichtathletik Der Stellenwert von Länderkämpfen war in den letzten Jahren erheblich gesunken, daran hatte sich auch 1988 nichts geändert. Die Konkurrenz anderer Veranstaltungen war groß und sollte weiter wachsen. In den vergangenen Jahren waren neue Wettkampfformen hinzugekommen wie der schon länger praktizierte Europacup und der Weltcup (später Continentalcup). 1983 waren auch die anfangs im Abstand von vier Jahren durchgeführten Weltmeisterschaften dazugekommen, die ab 1991 im zweijährigen Rhythmus ausgetragen werden sollten. Außerdem gab es Europa- und Weltcupveranstaltungen für Teildisziplinen der Leichtathletik wie dem Gehen (Lugano-Cup) und dem Mehrkampf, die mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen als die früher hoch im Kurs stehenden Länderkämpfe. Die Bedeutung einzelner Sportfeste, die für die Sportler im Hinblick auf Prämien für den Antritt, für Siege und für Rekorde immer lukrativer wurden, nahm sukzessive zu. Hier sind unter anderem Events wie Weltklasse Zürich, ISTAF Berlin, ASV-Sportfest Köln oder Sportfeste in Stockholm, Oslo, Monaco, … zu nennen, die später als IAAF Super Grand Prix, IAAF Golden League und Diamond League noch erheblich bedeutsamer wurden.

So wurden in den 1950er, 1960er und beginnenden 1970er Jahren Länderkämpfe noch teilweise als Live-Sendung im Fernsehen übertragen, was danach nicht mehr der Fall war, weil die Aufmerksamkeit in der Leichtathletik auf andere oben genannte Bereiche überging. Die Gewichtung sollte sich in den kommenden Jahren noch viel mehr auf Veranstaltungen verschieben, in denen der Fokus stärker auf die Einzelsportler und Staffeln gerichtet war. Länderkämpfe und Ländervergleiche auch in Form von Europacup und Weltcup spielten dabei abgesehen von der Beachtung durch ein Fachpublikum eine in den kommenden Jahren zunehmend untergeordnete Rolle. Neben bestimmten klassischen Sportfesten mit hohen Prämien ragten dabei vor allem die Wettbewerbe bei Olympischen Spielen, Europameisterschaften und ab 1983 bei Weltmeisterschaften heraus.

Die Anzahl der Länderkämpfe blieb allerdings weiter auf dem hohen Level der Jahre, in denen diese Vergleiche eine große Rolle spielten. Die Verbände suchten allerdings andere Formen mittels Veranstaltungen mit eingeschränkten Teilbereichen und Begegnungen mit mehreren Gegnern gleichzeitig, die an einem Tag durchgeführt wurden. So gab es keinen einzigen der früher klassischen Zweiländerkämpfe mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm. Häufig kam es zu einer Besetzung der Wettbewerbe durch Teilnehmer aus der zweiten Reihe. Einerseits sollten die Toppathleten nicht überbelastet werden, andererseits hatten die Sportler aus dem Spitzenbereich auch kein Interesse an diesen Wettkämpfen, in denen es keine finanziellen Anreize gab und die auf kein allzu großes Öffentlichkeitsinteresse stießen. Außer den Mehrkampf-Begegnungen wurden alle Länderkämpfe, darunter auch die Vergleiche mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm ausschließlich eintägig veranstaltet.

Verschiedene Formen von Länderkämpfen Es gab weiterhin eine Reihe verschiedener Arten von Länderkämpfen: