mini|Verbreitungsgebiet des Punabekassine
Die Punabekassine (Gallinago andina) ist eine Vogelart aus der Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae).. Abgerufen am .P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
Die Art wurde mitunter zusammen mit der Wilsonbekassine (G. delicata) und der Pantanalbekassine (G. paraguaiae) als konspezifisch mit der Bekassine (G. gallinago) angesehen. Abgerufen am ., im Jahre 2002 jedoch aufgetrennt.Richard C. Banks, Carla Cicero, Jon L. Dunn, Andrew W. Kratter, Pamela C. Rasmussen, J. V. Remsen, James D. Rising, Douglas F. Stotz: Forty-Third Supplement to The American Ornithologists' Union Check-List of North American Birds. In: Ornithology. 2002, Band 119, Nummer 3, S. 897–906 doi:10.1093/auk/119.3.897.
Der Vogel kommt in den Anden von Peru, Bolivien, Chile und Argentinien vor.
Der Lebensraum umfasst sumpfige Flüsse in der Puna-Zone, zwischen 3000 und 4600 m in Peru, zwischen 2000 und 5000 m in Chile und zwischen 2000 und 4000 m in NW-Argentinien, auch Binsen-, Schilf- und Graslandflächen, auch Ufer von Seen oder Flüssen.J. del Hoyo, J., N. Collar und G. M. Kirwan: Puna Snipe (Gallinago andina), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World, 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Gallinago andinaT. S. Schulenberg, D. F. Stotz, D. F. Lane, J. P. O'Neill, and T. A. Parker III: Birds of Peru. Princeton Field Guides, Revised and Updated Edition, 2010, ISBN 978-0-691-13023-1.
Der Artzusatz bezieht sich auf die Anden.J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
Merkmale Die Art ist 22–25 cm groß und wiegt 65–105 g, eine relativ kleine Bekassine der Hochlagen mit ziemlich kurzem, dünnen Schnabel, dunklem Gesicht mit auffallendem dunklen Augenstreif unter dem Auge. Die äußeren Steuerfedern und die äußeren Handschwingen sind weiß, die Handschwingen überragen die Schirmfedern im Ruhezustand nicht. Die Iris ist dunkelbraun, der Schnabel hornfarben zur Spitze hin dunkler. Die Beine sind hell-gelb. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht.
Die Art unterscheidet sich von der Pantanalbekassine (G. paraguaiae) durch geringere Größe, den zierlicheren Schnabel und die gelben Beine, die im Fluge den Schwanz nicht überragen, sowie durch das Gesichtsmuster. Gegenüber der örtlich im gleichen Verbreitungsgebiet vorkommenden Andenbekassine (G. jamesoni) ist die Art kleiner, blasser, am Bauch weißlich und unmarkiert, außerdem hat sie im Fluge sichtbare weiße Flügelränder und deutliche helle Streifen auf dem Rücken.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List v15.1 Sandpipers, snipes, Crab-plover, coursers G. a. andina , 1875, Nominatform – Peru, äußersten Süden Ecuadors, Nordchile, Bolivien und Nordwestargentinien G. a. innotata (, 1932)C. E. Hellmayr: Capella paraguaiae innotata. In: Field Museum of Natural History Publication, Zoological Series, Band 19, S. 389, 1932, Biodiversity Library - Nordchile (Antofagasta), rein weiße Unterflügeldecken ohne Bänderung, die äußeren Handschwingen haben schmale weiße Ränder und Spitzen
Stimme Die Art ruft im Fluge „che’che’che“. Typisch für alle Bekassinen ist der Flug mit Showeinlage durch Ratteln mit den gespreizten Schwanzfedern „tch’ch’ch’ch“. Dabei werden große Kreise geflogen unterbrochen durch kurze Sturzflüge. Der Gesang wird als Folge melodischer Laute „cut cut cut cut“, „tip-tip-tip-tip…“ oder „dyak dyak dyak … dyuc dyuc dyuc…“ beschrieben. Der Alarmruf ist ein scharfes, trockenes „chep chep chep!“, „che’che’che“ oder „dzeetch“.
Lebensweise Die Art ist vermutlich ein Standvogel. Während des Südwinters kommt die Art in niedrigere Höhenlagen. Die Nahrung dürfte ähnlich sein wie bei anderen Bekassinen Südamerikas.
Die Brutzeit liegt hauptsächlich zwischen Oktober und Dezember in Peru, in Chile im September. Küken sind im Gegensatz zu denen der Magellanbekassine (G. magellanica) weniger kontrastreich gezeichnet ohne auffallende weiße Flecken.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als „nicht gefährdet“ (Least Concern).
Literatur W. Taczanowski: Gallinago andina. In: Proceedings of the Zoological Society of London, Band 4, S. 561, 1875, Biodiversity Library Weblinks
Oiseaux.net Datazone.Birdlife Macaulay Library Multimedia
Einzelnachweise
Kategorie:Schnepfenvögel