Marshallagia ist eine Gattung der Fadenwürmer mit 23 Arten,Mike Hodda: Phylum Nematoda: a classification, catalogue and index of valid genera, with a census of valid species. In: Zootaxa. 2022, Band 5114, Nummer 1, S. 106, . die im Labmagen von Wiederkäuern parasitieren.Skrjabin: Key to Parasitic Nematodes: Volume 3: Strongylata. BRILL, 2023, ISBN 978-900463042-0, S. 343.

Merkmale Marshallagia hat die Merkmale der Trichostrongylinae. Männchen sind 10 bis 13, Weibchen 15 bis 20 mm lang.Domenico Otranto, Richard Wall: Veterinary Parasitology. 5. Auflage. Wiley 2024, ISBN 978-1-394-17634-2, S. 10. Der Körper verjüngt sich bei beiden Geschlechtern nach vorn, nach hinten nur bei Weibchen. Kutikulaanhänge und Halsflügel sind nicht ausgebildet. Die Halspapillen sind groß und nach hinten gerichtet. Eine Synlophe ist vorhanden. Die Mundhöhle ist klein, aber deutlich. Die Vulva liegt in der hinteren Körperhälfte und wird von einer kleinen Kutikulaklappe geschützt. Der weibliche Geschlechtsapparat ist amphidelphisch, die Eier relativ groß. Der konische Schwanz hat keinen Enddorn. Die Bursa copulatrix der Männchen ist groß und hat einen deutlichen Dorsallappen. Die zusätzliche Dorsalmembran wird durch zwei zarte Rippen gestützt. Die Ventralrippen divergieren leicht und erreichen das Bursaende. Die anterolaterale Rippe ist einzeln und erreicht fast das Bursaende. Die dünnen mediolateralen und posterolateralen Rippen divergieren und reichen bis zum Bursarand. Die dünne Dorsalrippe ist sehr lang und teilt sich am Ende in zwei Äste, welche jeweils in einem Dreispitz enden. Die Spicula sind kräftig und haben am Ende drei Fortsätze, ein Gubernaculum fehlt.

Lebenszyklus Der Lebenszyklus ähnelt dem von Ostertagia mit der Ausnahme, dass meist erst die Larve 2 aus dem Ei schlüpft. Nach peroraler Aufnahme gräbt sich die Larve in die Schleimhaut des Labmagens. Dort entstehen gräulich-weiße Knötchen, in denen sich mehrere Parasiten entwickeln. Die Larve 5 schlüpft nach etwa 16 Tagen aus dem Knötchen. Die Adulten fangen etwa drei Wochen nach der Infektion mit der Eiablage an (Präpatenz). Die Larven können eine vorübergehend unterbrochene Entwicklung zeigen.

Systematik Zur Gattung gehören nach dem Interim Register of Marine and Nonmarine Genera folgende Arten:Marshallagia Orloff, 1933. Abgerufen am 19. Juni 2025. Marshallagia belockani (, 1954) Marshallagia brevicauda , 1984 Marshallagia brevispiculum , 1940 Marshallagia buriatica , 1934 Marshallagia dentispicularis , 1954 Marshallagia gansuensis (, 1981) Marshallagia grossopiculum , 1987 Marshallagia lanceata (, 1991) Marshallagia marshalli , 1907 Marshallagia mongolica , 1938 Marshallagia ningshaanensis (, 1988) Marshallagia occidentalis (, 1907) Marshallagia orientalis , 1932 Marshallagia petrovi , 1959 Marshallagia podjapolskyi , 1954 Marshallagia qilianensis , 1993 Marshallagia qinghaiensis , 1993 Marshallagia schikhobalovi , 1953 Marshallagia schumakovitschi , 1959 Marshallagia skrjabini , 1954 Marshallagia sogdiana , 1985 Marshallagia tricuspis , 1911 Marshallagia uzbekistanica , 2001

Synonyme sind Grosspiculagia , 1933 und Ostertagiella , 1956.

Einzelnachweise

Kategorie:Rhabditida (Ordnung) Kategorie:Rhabditida Kategorie:Parasit bei Wiederkäuern