Otto Honegger (* 1876 in Zürich; † 23. Dezember 1934 in Davos) war ein Schweizer Architekt.
Leben Otto Honegger wurde 1876 als einziger Sohn des Architekten Heinrich Honegger-Naef (1843–1907) und der Pauline (1851–1928) in Zürich geboren. Er wuchs im vom Vater erbauten Weissen Schloss auf.Architekt O. Honegger †. In: Neue Zürcher Zeitung. Blatt 2. Nr. 2345, 24. Dezember 1934, S. 6 (online). In seiner Heimatstadt besuchte er die «Industrieschule», d. h. das Realgymnasium Rämibühl.Trauerfeier für Architekt Otto Honegger. In: Neue Zürcher Zeitung. Blatt 2. Nr. 2352, 27. Dezember 1934, S. 6 (online). Ob er danach gleich ein Architekturstudium an der ETH Zürich aufnahm, ist unklar. Jedenfalls begab er sich in jungen Jahren nach Paris, wo er ab 1899 an der École des Beaux-Arts studierte und 1903 sein Diplom erwarb. Nach seiner Rückkehr entfaltete er eine rege Tätigkeit als Architekt mit Schwerpunkt in Zürich. Er zeichnete vor allem für den Bau von Geschäfts- und Privathäusern verantwortlich und tat sich auch als Aquarellmaler hervor.Totentafel. In: Burgdorfer Tagblatt. Band 104, Nr. 302, 27. Dezember 1934, S. 3 (online). In einem Nachruf wurde sein architektonischer Stil folgendermassen beschrieben: mini|Grab, Friedhof Sihlfeld.
Während des Ersten Weltkriegs war Honegger als Kavalleriehauptmann zweiter Adjutant von General Ulrich Wille. Er starb kurz vor Weihnachten 1934 in Davos, wo er die Festtage verbringen wollte, an einem Schlaganfall. Die Abdankung fand am 26. Dezember im Krematorium Sihlfeld D statt und wurde von einer «gewaltigen Trauergemeinde» besucht.
Gedenkstein Honegger vermachte dem Verschönerungsverein Zürich (VVZ) testamentarisch 20'000 Franken, wofür ihm dieser 1935 einen Gedenkstein widmete.Zwei Gedenksteine am Uetliberg. In: Neue Zürcher Zeitung. Zweite Sonntagsausgabe. Nr. 1144, 30. Juni 1935, S. 10 (online). Der Granitblock steht neben dem Berghaus Baldern auf dem Uetliberg und trägt die Inschrift:
Werke Villa F. Ernst, Zürich Villa Valär, Kilchberg Villa Naef, Goldbacherstrasse, Küsnacht Villa Busch, Baden AG Grabmal für seinen Vater Heinrich Honegger-Naef «Vita», Zürich Umbau des Hotels Baur au Lac, Zürich Umbau des Hotels Baur en ville, Zürich Johann Jacobs Museum, Zürich (1913) Neubau der Schweizerischen Volksbank, Bahnhofstrasse 53/55, Zürich (1925) Villa Eymann, Aarwangenstrasse 55, Langenthal (1928) Villa Wegmann, Hohenbühlstrasse 9, Zürich (1929) Umbau des Hotels Schweizerhof, Zürich (1930) Berghaus Baldern, Stallikon (1930) «Näfenhaus», Bahnhofstrasse 79, Zürich (1932)
Schriften
Monographie des Neubaues der Schweizerischen Volksbank, Zürich. Fretz, Zürich 1926.
Literatur
Dipl. Arch. Otto Honegger in Zürich. In: Die schweizerische Baukunst. Band 8, Heft 5/6, 1916, , S. 25–36. Architekt O. Honegger †. In: Neue Zürcher Zeitung. Blatt 2. Nr. 2345, 24. Dezember 1934, S. 6 (online). Trauerfeier für Architekt Otto Honegger. In: Neue Zürcher Zeitung. Blatt 2. Nr. 2352, 27. Dezember 1934, S. 6 (online). Esther Fischer-Lüthi: Architekt Otto Honegger (1876–1934). Schüler der École des Beaux-Arts in Paris. 1987.
Einzelnachweise
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