mini|hochkant|Wappen derer von Pöppinghausen im Wappenbuch des Westfälischen Adels Pöppinghausen (auch Poeppinghausen, Pöppinghaus, Peuppinghaus o. ä.) ist der Name eines westfälisch-rheinländischen Adelsgeschlechts.
Geschichte Das Geschlecht hatte seinen namensgebenden Stammsitz in der Bauerschaft Pöppinghausen, heute ein Stadtteil von Castrop-Rauxel im Kreis Recklinghausen. Ferner gehörten der Listerhoff im Kirchspiel Valbert sowie Bösinghausen und Koverstein (urkundlich 1744), beide im Kirchspiel Lieberhausen, zu ihren Besitzungen.Ledebur (1856), S. 218.
Die Familie erscheint erstmals im Jahr 1306 mit Dethmar von Poppinchusen in Dortmund, der ein eigenes Siegel führte. Derselbe tritt noch bis 1316 auf. 1363 wird ein weiterer Dethmar von Pöppinghausen erwähnt.M. Hildebrandt, R. Frensel, J. Bodeux, F. Heiserholt: Herne von Ackerstr. bis Zur-Nieden-Straße. Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen. Stadt Herne, Stadtdruck, 1997, S. 508. 1421 war ein D. Peupinghaus Senator zu Dortmund. Sein Hof lag in der Nähe der Balkenstraße. 1445 ließ sich Clas Popinghaus in das Haus des Henrich Prume auf der Balkenstraße einweisen, weil derselbe ihm die jährlich schuldige Rente von 18 Schilligen nicht gezahlt hatte. 1451 wurde ihm das gepfändete Haus, als er es auf den Fischbänken öffentlich versteigern ließ, mangels eines Bieters zugeschlagen. Etwa um dieselbe Zeit kaufte Jobst Friedrich Ernst von Pöppinghausen zu Koverstein das Haus Bösinghausen. 1622 schloss Goddert von Pöppinghausen einen Ehevertrag mit Anna von Werminckhausen.Fahne (1858), S. 319.
Verschiedene Familienmitglieder standen im Dienst der preußischen Armee. Ein Oberst von Pöppinghausen war 1806 Kommandant der damals preußischen Festung Wülzburg und ein Capitain von Pöppinghausen stand in der 2. ostpreußischen Füselierbrigade. Letzterer verstarb 1814 als Major und Kreisgrigadier der Gendarmerie. Später, 1839, war noch ein von Pöppinghausen Leutnant im 14. Infanterie-Regiment.Kneschke (1867), S. 197 f.
Laut Max von Spießen existierte die Familie zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch.Spießen (1901–1903), S. 99.
Stammfolgen Anton Fahne liefert zwei Stammfolgenausschnitte:
Stammfolgen (2021)
Neuere Quellen Brass können diese zwei Stammfolgenausschnitte erweitern:
Wappen Blasonierung: In Silber ein schwarzer Sparren, begleitet von drei (2:1) halben (gespaltenen) goldenen Sternen. Auf dem schwarz-silbern bewulsteten Helm mit schwarz-silbernen Helmdecken ein offener silberner (oder schwarzer) Flug, zwischen dem sich der Schild wiederholt.
Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 319 f. (Google Bücher). Heinrich Hans, Rosemarie Hans: Die Familie von Poeppinghausen: eine Chronik. Selbstverlag, Pöppinghausen 1982. Otto Titan von Hefner, Alfred Grenser, George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 2. Abt., Bd. 1, T. 2: Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute M–Z, Nürnberg 1878, S. 304 (uni-goettingen.de) und Tfl. 357 (uni-goettingen.de). George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 2. Abt., Bd. 2: Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute. Nachträge und Verbesserungen, Nürnberg 1906, S. 146 f. (uni-goettingen.de) und Tfl. 125 (uni-goettingen.de). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 7: Ossa–Ryssel, Leipzig 1867, S. 197 f. (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 218 (digitale-sammlungen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 100 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 244 (hhu.de). Brass, J. at al: Die Grabsteine zu St.Peter an der Hohensyburg ISBN 978-3-931309-22-0 Dortmund 2021
Einzelnachweise
Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht