MoM-z14 ist mit Stand Juni 2025 die am weitesten entfernte bekannte Galaxie im Universum mit einer Rotverschiebung von z = 14,44. Das bedeutet, dass die Galaxie etwa 280 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden ist. Im kosmischen Zeitstrahl wurde MoM-z14 während der Epoche der Wiederionisierung des frühen Universums gebildet; einer Phase, in der neutrales Wasserstoffgas durch die Strahlung der frühesten Himmelsobjekte ionisiert wurde.

MoM-z14 ist eine bemerkenswert leuchtkräftige und kompakte Galaxie. Sie besitzt eine Masse von 10⁸ Sonnenmassen, was sie in etwa mit der Kleinen Magellanschen Wolke (SMC) vergleichbar macht. Aktuell befindet sich MoM-z14 in einer Phase intensiver Sternentstehung und gibt dabei viele ionisierende Photonen ab, die sich durch ein nahezu staubfreies interstellares Medium (ISM) ausbreiten. Die Umgebung von MoM-z14 ist teilweise ionisiert.Rohan P. Naidu, Pascal A. Oesch, Gabriel Brammer, Andrea Weibel, Yijia Li, Jorryt Matthee, John Chisholm, Clara L. Pollock, Kasper E. Heintz, Benjamin D. Johnson, Xuejian Shen, Raphael E. Hviding, Joel Leja, Sandro Tacchella, Arpita Ganguly, Callum Witten, Hakim Atek, Sirio Belli, Sownak Bose, Rychard Bouwens, Pratika Dayal, Roberto Decarli, Anna de Graaff, Yoshinobu Fudamoto, Emma Giovinazzo, Jenny E. Greene, Garth Illingworth, Akio K. Inoue, Sarah G. Kane, Ivo Labbe, Ecaterina Leonova, Rui Marques-Chaves, Romain A. Meyer, Erica J. Nelson, Guido Roberts-Borsani, Daniel Schaerer, Robert A. Simcoe, Mauro Stefanon, Yuma Sugahara, Sune Toft, Arjen van der Wel, Pieter van Dokkum, Fabian Walter, Darach Watson, John R. Weaver, Katherine E. Whitaker: A Cosmic Miracle: A Remarkably Luminous Galaxy at zspec=14.44 Confirmed with JWST. ()

Entdeckung MoM-z14 wurde am 16. Mai 2025 von Rohan Naidu mit dem James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) entdeckt. Vor dem JWST gab es keine Teleskope mit ausreichend großen Spiegeln, um Licht von so weit entfernten Galaxien zu erfassen. Das Spitzer-Teleskop war ein Infrarotteleskop, jedoch nicht groß genug, um MoM-z14 zu entdecken. Dank der Größe des James-Webb-Weltraumteleskops und seiner Hauptmission, die Entstehung von Galaxien zu erforschen, konnte MoM-z14 entdeckt werden.

MoM-BH*-1 In der Galaxie MoM-z14 wurde mit Hilfe des James-Webb-Weltraumteleskops ein Objekt identifiziert, bei dem es sich möglicherweise um einen sogenannten Quasi-Stern handelt. Das als MoM-BH*-1 bezeichnete Objekt entstand laut Schätzungen etwa 660 Millionen Jahre nach dem Urknall. Es besitzt eine Ausdehnung in der Größenordnung des Sonnensystems und setzt schätzungsweise 100 Milliarden Mal mehr Energie frei, als ein gewöhnlicher Stern nach bisherigen Erkenntnissen erzeugen kann.

Die von MoM-BH*-1 ausgesandte Strahlung liegt nahezu vollständig im roten Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Das Objekt gehört zu einer Gruppe von Beobachtungen, die als „Little Red Dots“ (LRDs) bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um kompakte, stark rot erscheinende Objekte, die vom JWST im frühen Universum entdeckt wurden und bei denen ebenfalls ein Zusammenhang mit aktiven Schwarzen Löchern beziehungsweise hypothetischen Quasi-Sternen diskutiert wird.

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Einzelnachweise

Kategorie:Sextant (Sternbild)