mini|Lage der Falklandinseln Zeittafel des Falklandkrieges zwischen Großbritannien und Argentinien um die Falklandinseln:

Vorgeschichte mini|Seegebiete der Falklandinseln

(siehe auch Geschichte der Falklandinseln) Bis 1800 (Entdeckung, erste Besiedlungen) 1501: Mögliche Sichtung durch Amerigo Vespucci 1520: Mögliche Sichtung durch Esteban Gómez im Rahmen der ersten Weltumsegelung von Ferdinand Magellan. 1540: Mögliche Sichtung durch Francisco de Camargo 1592: Die unbewohnten Inseln werden von dem Engländer John Davis gesichtet und als Davis-Inseln benannt. Diese Entdeckung gilt als gesichert. 1675: Der britische Kaufmann Antoine de la Roché sichtet Südgeorgien. 1690: Der Engländer John Strong landet auf den Falklandinseln und gibt der Inselgruppe ihren heutigen (englischen) Namen. 1764: Louis Antoine de Bougainville gründet die erste französische Siedlung auf Ostfalkland (Port Saint Louis). Die Franzosen nennen die Inseln: Les Nouvelles Malouines. 1766: Britischer Außenposten auf Saunders Island (Port Egmont). 1769: Die Franzosen verkaufen ihre Besitzungen an die Spanier, welche die Inseln fortan als „Las Malvinas“ bezeichnen. 1771: Spanien erkennt in einem Vertrag die bisherigen Rechte Großbritanniens auf die „Malouine Islands“ an. 1774: Die Briten geben Port Egmont wieder auf, halten aber ihren Anspruch auf die Inselgruppe aufrecht. 1775: James Cook landet auf Südgeorgien. Kurz danach entdeckt er die Südsandwichinseln.

19. Jahrhundert (Britische Inbesitznahme, Argentinische Proteste, US-amerikanische Einflussnahme) 1810: Buenos Aires erklärt sich für autonom. 1816: Buenos Aires erklärt seine Unabhängigkeit. 1820: Die Vereinigten Provinzen am La Plata erheben Ansprüche auf die Malvinas. 1820: US-Amerikaner vertreiben auf argentinischen Wunsch hin britische Walfänger von Ostfalkland. 1823: Die Vereinigten Provinzen am La Plata gestatten eine Ansiedlung von privaten Investoren um Louis Vernet. 1831: US-amerikanische Kriegsschiffe zerstören die Siedlung von Louis Vernet. Die USA erklären die Inseln zum Niemandsland und bezeichnen von Argentinien unterstützte Ansiedlungen als „Piratennester“. 1833: Die Briten besetzen entgegen argentinischen Protesten die Inselgruppe. Die USA erheben keinen Einspruch. Seitdem gibt es diplomatische Bemühungen von Buenos Aires, die Kontrolle über den Archipel (wieder) zu erlangen. 1837: Einrichtung einer britischen Kolonialverwaltung. 1843: Gründung von Port Stanley. 1849: Vertrag zwischen Großbritannien und den Vereinigten Provinzen am La Plata, in dem „alle Differenzen“ ausgeräumt werden. 1859: Spanien erkennt die Unabhängigkeit der Vereinigten Provinzen am La Plata an, äußert sich aber nicht zu den Falklandinseln/Malwinen. 1862: Gründung der Republik Argentinien.

20. Jahrhundert (weiterer Verlauf bis zum Krieg) 1914–1918 (Erster Weltkrieg): Die Falklandinseln/Malwinen sind ein unbedeutender britischer Versorgungsstützpunkt. Es kommt zum Seegefecht bei den Falklandinseln, bei dem das deutsche Ostasiengeschwader vernichtet wird. 1925: Argentinien erhebt jetzt auch Anspruch auf Südgeorgien und die Südsandwichinseln. 1939–1945 (Zweiter Weltkrieg): Die Inseln dienen den Briten als strategischer Stützpunkt zur Kontrolle des Südatlantiks. Japan plant eine Besetzung. 1960er: UN-Resolution, die eine Lösung im Sinne der Einwohner der Inseln fordert. Bei Abstimmungen entscheiden sich die Einwohner stets für die Zugehörigkeit zum Vereinigten Königreich. 1966: „private argentinische Invasion“ durch eine peronistische Gruppe auf dem Flugfeld von Stanley. 1971: Entspannung. Verträge über Zusammenarbeit, unter anderem wird die Nutzung von Krankenhäusern und Schulen auf dem argentinischen Festland geregelt. 1976/1977: Argentinien etabliert die Forschungsstation Corbeta Uruguay auf den Südlichen Sandwichinseln. Großbritannien fürchtet eine unmittelbar bevorstehende argentinische Invasion der Falklandinseln und führt die Operation Journeyman durch. 1980–März 1982: Positiv verlaufende Gespräche über die Zukunft der Inselgruppe. 1981: General Galtieri wird als Nachfolger von General Viola Präsident von Argentinien.

Der Falklandkrieg 1982 März (Beginn der Krise) mini|Margaret Thatcher 1. März: das argentinische Außenministerium veröffentlicht ein Communiqué, in dem es darauf hinweist, dass es, sollten die Verhandlungen über die Souveränität über die Falklandinseln scheitern, Maßnahmen zur Wahrung seiner Interessen ergreifen werde. 19. März: das argentinische Versorgungsschiff ARA Bahía Buen Suceso landet ohne Genehmigung in Leith auf Südgeorgien eine Gruppe Metallarbeiter, welche die argentinische Flagge hissen. Britische Wissenschaftler, die den Vorgang beobachten, melden dies nach Port Stanley. 20. März: Großbritannien protestiert gegen die Verletzung seiner Souveränität 21. März: Das argentinische Transportschiff ARA Bahia Paraíso erhält Befehl, eine Gruppe Soldaten in Leith zu landen. Die Bahia Buen Suceso verlässt mit den Metallarbeitern Südgeorgien. 23. März: Das britische Patrouillenschiff HMS Endurance erhält den Befehl, mit 24 Marineinfanteristen an Bord Grytviken auf Südgeorgien anzulaufen. Die britische Forschungsstation in Grytviken meldet, dass sich noch immer argentinische Soldaten in Leith aufhalten. Großbritannien protestiert erneut gegen die Verletzung seiner Souveränität. Die argentinische Junta beschließt zur Wiedergewinnung der Souveränität Argentiniens die Landung von Truppen auf den Falklandinseln. 28. März: Die argentinische Flotte verlässt ihre Stützpunkte in Richtung Falkland-Inseln. 29. März: Die britische Regierung beschließt die Entsendung von Atom-U-Booten in den Südatlantik. Ein Teil der britischen Schiffe, die am Manöver „Springtrain“ im Atlantik teilnehmen, erhält Befehl, in Gibraltar scharfe Munition zu laden und beschleunigt in den Südatlantik zu fahren. 31. März: Die britische Premierministerin Margaret Thatcher bittet den Präsidenten der USA, Ronald Reagan, dem argentinischen Präsidenten klarzumachen, dass Großbritannien eine Besetzung der Falklandinseln nicht hinnehmen werde. Der Gouverneur der Falklandinseln Sir Hunt warnt mit einer Ansprache im Rundfunk die Bewohner der Inseln vor einer drohenden Invasion durch Argentinien.

April (Argentinische Invasion sowie britische und argentinische Kriegsvorbereitungen) mini|Alexander Haig mini|Dassault Super Étendard mini|Westland Lynx mini|Auch die Queen Elizabeth 2 wurde als Truppentransporter eingesetzt 1. April: Die ersten britischen U-Boote laufen von ihren Stützpunkten in Großbritannien in den Südatlantik aus. 2. April: Argentinische Marineinfanteristen landen auf Ostfalkland und nehmen nach kurzem Gefecht Port Stanley ein. Die britische Garnison ergibt sich. Im Laufe des Tages werden etwas über 900 Mann angelandet. Siegestrunkene Menschenmassen feiern fahnenschwenkend auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires. Das britische Kabinett beschließt die Entsendung eines Flottenverbandes. Der britische Admiral Woodward verlässt mit einem Flottenverband Gibraltar in Richtung Südatlantik. 3. April: Der argentinische Präsident Galtieri proklamiert auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires die Wiedergewinnung der Malvinas. Argentinische Landung auf Südgeorgien und Einnahme der Inseln nach einem kurzen Gefecht gegen die unterlegenen Briten. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen fordert den sofortigen Rückzug der argentinischen Truppen, ruft aber beide Seiten zu einer friedlichen Lösung auf. Die zehn Außenminister der EG verurteilen den argentinischen Angriff und beschließen Embargomaßnahmen gegen den Aggressor. Beginn der argentinischen Luftbrücke zu den Falklandinseln. Die ersten Transportflugzeuge der RAF landen auf der Atlantikinsel Ascension, die als vorgeschobene britische Basis dienen soll. 4. April: Argentinien annektiert die Malwinen/Falklandinseln, Südgeorgien und die Südsandwichinseln, erklärt sie zur 24. Provinz und deklariert Spanisch als Amtssprache. Buenos Aires weist die UN-Resolution zurück. 5. April: Die beiden britischen Flugzeugträger HMS Hermes und HMS Invincible verlassen zusammen mit mehreren Begleitschiffen Portsmouth in Richtung Südatlantik. Die argentinische Junta beschließt die Stationierung starker Truppenverbände auf den Malwinen. 6. April: Der amerikanische Außenminister Alexander Haig bietet den beiden Konfliktparteien seine Dienste als Vermittler an. Die ersten britischen Schiffe erreichen Ascension; das Landungsschiff HMS Fearless verlässt mit Truppen an Bord Großbritannien. 7. April: Großbritannien erklärt eine Zone von 200 Seemeilen um die umstrittene Inselgruppe zur militärischen Sperrzone. Der Erklärung zufolge werden ab dem 12. April alle argentinischen Kriegs- und Hilfsschiffe in dieser Zone angegriffen. US-Präsident Reagan stimmt einer Vermittlungsmission von Außenminister Haig zu. inoffizielle US-amerikanische Unterstützung für Großbritannien, u. a. durch Weitergabe von Satellitenaufnahmen und Aufklärungsergebnissen der CIAdieser Punkt wird sowohl von den USA als auch von Großbritannien vehement bestritten General Mario Menéndez wird argentinischer Gouverneur der Malwinen. 8. April: Die argentinische Junta ordnet die Einberufung des Jahrganges 1962 an. Argentinien erklärt eine 200-sm-Zone vor den eigenen Küsten und rund um die Malwinen/Falklandinseln zum Südatlantischen Operationsgebiet. Der US-Außenminister Alexander Haig versucht bis zum 30. April durch seine „Shuttle-Diplomatie“ zu vermitteln und einen Krieg zu verhindern. Auf Anraten seines Verteidigungsministers Caspar Weinberger entscheidet sich der US-Präsident Ronald Reagan letztendlich für eine Stellungnahme zugunsten Großbritanniens.da nach der UN-Resolution Argentinien und nicht Großbritannien der Aggressor ist, verstößt dies weder gegen die Prinzipien der OAS noch gegen die Monroe-Doktrin 9. April: Die ersten von der britischen Regierung requirierten Handelsschiffe, darunter das Passagierschiff Canberra, verlassen mit Truppen und Material an Bord Häfen in Großbritannien. 14. April: Das britische Unterhaus stimmt im Zuge einer Sondersitzung militärischen Maßnahmen gegen Argentinien zu. 15. April: Die argentinische Flotte verlässt ihre Stützpunkte und fährt in die Gewässer um die Malwinen, bleibt aber außerhalb der von den Briten deklarierten Sperrzone. 19. April: Alle fünf argentinischen Super-Etendard-Bomber werden in Rio Grande auf Tierra del Fuego (Feuerland) stationiert. Eine Maschine muss als Reaktion auf das französische Embargo außer Dienst gestellt werden und dient fortan als Ersatzteilspender. 21. April: Der für Südgeorgien eingeteilte Teil der britischen Flotte erreicht sein Ziel. Die Hauptstadt der Falklandinseln/Malwinen wird von Argentinien von Port Stanley in Puerto Argentino umbenannt.zuvor wurde Stanley in den argentinischen Medien seit dem 2. April der Reihe nach: Port Stanley, Puerto Stanley, Puerto Rivero, Puerto de la Isla Soledad, Puerto de las Islas Malvinas genannt. Erst mit dem Regierungsdekret No. 757 vom 21. April 1982 wird Port Stanley als Puerto Argentino bezeichnet. 23. April: Erste britische Spezialkräfte werden in Südgeorgien abgesetzt, müssen aber wegen eines Schneesturms wieder zurückgezogen werden. Großbritannien teilt Argentinien über die Schweizer Botschaft in Buenos Aires mit, dass argentinische Kampfflugzeuge oder Kriegsschiffe auch außerhalb der Sperrzone angegriffen werden können, wenn diese eine Bedrohung für die britischen Streitkräfte darstellten. 25. April: Der erste britische Flottenverband erreicht die 200-Meilen-Sperrzone um die Falklandinseln/Malwinen. Das argentinische U-Boot Santa Fe wird vor der Küste von Südgeorgien durch ungelenkte Raketen eines Westland-Lynx-Hubschraubers schwer beschädigt und muss am Strand von Grytviken aufgegeben werden. Die argentinische Garnison auf Südgeorgien ergibt sich fast widerstandslos. 26. April: