Stimme der Dunkelheit (Originaltitel: When a Stranger Calls Back) ist ein US-amerikanischer Fernsehfilm und Psychothriller von Regisseur Fred Walton aus dem Jahr 1993 mit Carol Kane, Charles Durning und Jill Schoelen in den Hauptrollen. Es handelt sich um die Fortsetzung von Das Grauen kommt um 10, der 1979 erschien. Der Film handelt von einer ehemaligen Babysitterin, die von einem Kindesentführer terrorisiert wird, während eine Frauenbeauftragte und ein pensionierter Polizist ihr helfen, den Täter zu jagen.
Handlung Julia kommt zum Babysitten bei Dr. Schifrin. Nachdem er und seine Frau gegangen sind, klopft ein Mann an die Tür, der erzählt, dass er eine Autopanne habe, und will hineinkommen, um zu telefonieren. Julia verweigert ihm den Zutritt, will aber für ihn den Automobilclub anrufen. Da jedoch das Telefon tot ist, lügt sie ihn an, sie habe den Automobilclub angerufen. Die Gespräche mit dem Mann werden immer unheimlicher. Sie merkt, dass etwas nicht stimmt und dass jemand im Haus sein muss. Schließlich stellt sie fest, dass die Kinder entführt wurden.
Fünf Jahre später ist Julia eine introvertierte, traumatisierte College-Studentin. Hinzu kommt, dass in ihrer Wohnung von Zeit zu Zeit seltsame Dinge passieren. Julia glaubt, dass der Entführer der Kinder sie verfolgt. Da die Polizei den Fall nicht ernst nimmt, bietet Jill Johnson, jetzt Beraterin an Julias College, Julia ihre Hilfe an und kontaktiert John Clifford, um herauszufinden, wer sie verfolgt. Jill hilft Julia beim Kauf einer Waffe und bringt ihr den Umgang damit bei.
Julia glaubt, dass der Eindringling ihre Wohnung betritt, während sie schläft, und bleibt vorerst bei Jill. Da Jill und John Jahre zuvor eine ähnliche Situation durchmachten, untersuchen sie den Vorfall aus Julias Vergangenheit. Sie kommen zu dem Schluss, dass der Stalker ein Bauchredner ist, der den Eindruck erwecken kann, er hätte von draußen mit Julia gesprochen, als er die Kinder entführt wurden. Jill und John erhalten die Nachricht, dass Julia sich in ihrer Wohnung in den Kopf geschossen hat. Sie überlebt, fällt aber ins Koma.
John spürt den Entführer der Kinder in einem Club auf, wo dieser als Bauchredner auftritt, doch der Täter entkommt. John spürt das Haus des Täters auf und findet dort Bilder von Julia im Krankenhaus und Jills Wohnung. Als Jill in ihre Wohnung zurückkehrt, bemerkt sie einen Saftkarton mit den Gesichtern der entführten Kinder, auf die Julia aufgepasst hat. Der Täter beginnt sie zu verspotten und greift sie an. Jill wird angeschossen, doch John taucht rechtzeitig auf, um den Eindringling zu erschießen. Später erholt sich Jill in dem Krankenhaus, in dem Julia sich befindet, und wird in Julias Zimmer geschoben, um sie aus dem Koma zu holen.
Entstehung und Veröffentlichung Regie führte wie bereits beim Vorgängerfilm Fred Walton (bekannt für Der Mörder mit dem Rosenkranz). Auch Carol Kane und Charles Durning nahmen wieder ihre Rollen als Jill Johnson bzw. John Clifford an. Hinzu kamen Jill Schoelen als Babysitterin. Erneut komponierte Dana Kaproff die Filmmusik. Gedreht wurde in Vancouver, Kanada.
Im Gegensatz zum Original wurde der Film nicht fürs Kino, sondern fürs Fernsehen produziert. Die Erstausstrahlung erfolgte am 4. April 1993 bei Showtime.
Besetzung und Synchronisation
RolleDarstellerSynchronsprecherJill JohnsonCarol KaneJohn CliffordCharles DurningGerd DuwnerJulia JenzJill SchoelenDorette HugoWilliam LandisGene LythgowDr. SchifrinKevin McNultyMrs. SchifrinCheryl WilsonDetective BrauerJerry WassermanMedical ExaminerTerence KellyClubbesitzerDuncan Fraser Kritiken Der Film erhielt unterschiedliche Kritiken, wobei die Leistungen der Besetzung sowie die Eröffnungs- und Schlusssequenz gelobt wurden. Ähnlich wie beim ersten Film richtete sich die Kritik gegen das langsame Tempo des mittleren Akts. Trotzdem erhielt er bessere Kritiken als sein Vorgänger. Beim Bewertungs-Aggregator Rotten Tomatoes hat der Film eine Zustimmungsrate von 63 % basierend auf 8 Kritiken und wird damit als „frisch“ eingeordnet.
Die Variety lobte die Schauspieler, das Produktionsdesign, die Regie, den Schnitt und das Drehbuch.
Der Filmdienst schrieb: „Ein insgesamt enttäuschender Psychothriller, dem es nicht um eine dichte Geschichte, sondern um Verwirrung um jeden Preis geht: Fernsehunterhaltung ohne Logik und Ambitionen.“
Prisma nennt den Film einen Psychothriller mit Horroranleihen und packendem Finale. Carol Kane gebe gekonnt die Psychologin und Charles Durning überzeuge als Privatschnüffler. Zwar werde der Fall zu schnell aufklärt und die Story komme nicht ganz schlüssig daher, doch handle es sich um einen spannenden Suspense-Thriller.
Screen Rant befand 2020, auch wenn die Fortsetzung häufig als schwächer als ihr Vorgänger gelte, könne man argumentieren, dass sie in einigen Punkten sogar besser sei – unter anderem, weil sie den Opfern deutlich mehr Aufmerksamkeit widme, anstatt sich wie der Originalfilm überwiegend auf den Täter zu konzentrieren. 2026 ergänzte die Seite, die Fortsetzung könne den Originalfilm zwar nicht übertreffen, funktioniere aber auch für sich genommen überraschend gut und biete solide Unterhaltung.
Weblinks Stimme der Dunkelheit bei IMDb
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1993 Kategorie:Thriller Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Fernsehfilm (Showtime)