mini|hochkant|Stammwappen derer von Rensing im Wappenbuch des Westfälischen Adels mini|hochkant|Vincenz von Rensing (1555–1626), kurkölnischer Statthalter im Vest Recklinghausen Rensing ist der Name eines westfälisch-niederrheinischen Adelsgeschlechts.
Eine Stammesverwandtschaft mit den gleichnamigen wappenähnlichen Rensing, die Anfang des 15. Jahrhunderts in der Warendorfer Gegend ansässig warenLandesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 209u / Stift Freckenhorst / Urkunden, Nr. 207 - a, abgerufen am 14. Juni 2025. und drei (2:1) Wolfsangeln im Schild führten,Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 104 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfln. 257 (hhu.de). ist nicht nachgewiesen.
Geschichte Die Rensing waren nach Leopold von Ledebur und Ernst Heinrich Kneschke ein Kölner Stadtgeschlecht, das sich auch in die Stadt Dorsten ausbreitete.Ledebur (1856), S. 282.Kneschke (1867), S. 457. Tatsächlich war es wohl eher umgekehrt. Bei namentlichen Erwähnungen von Familienmitgliedern wurde das Adelsprädikat „von“ oftmals weggelassen.
Johann Arnold Rensing vom Speckfelde war 1520 Bürgermeister zu Dorsten, Zöllner und Ehrenangehöriger der Schmiedegilde dort. Er wurde auf dem freiadeligen Gut Rensing in der Bauerschaft Speckhorn nördlich von Recklinghausen geboren und war verheiratet mit Johanna von der Horst. Ein Sohn, Wilhelm Rensing der Ältere († 1564), war 1550–1560 Bürgermeister zu Dorsten, Zollkommissar und Ehrenangehöriger der Schmiedegilde. Er heiratete 1546 Agatha Sobbe von Uhlenbrock († 1582). Die Eheleute hatten mindestens vier Söhne.
Von Sohn Johann Rensing stammt das gleichnamige Schöffengeschlecht zu Dorsten.
Ein zweiter namens Sohn Vincenz von Rensing (1555–1626)Rensing, Vinzenz auf dorsten-lexikon.de, abgerufen am 14. Juni 2025. zu Haus Wilbring war kurkölnischer Statthalter im Vest Recklinghausen und kurkölnischer Geheimer Rat. In erster Ehe war er mit Catharina von Frentrup († 1603), in zweiter Ehe ab 1607 mit Elisabeth von Knipping und in dritter Ehe ab 1625 mit Sibilla von Westerholt verheiratet. Vincenz von Rensing hatte mindestens sechs Kinder:
Ein dritter Sohn von den o. g. Eheleute Wilhelm Rensing dem Älteren und Agatha Sobbe von Uhlenbrock war Albertus Rensing, Rheinkommissar zu Rheinberg. Mit seiner namentlich nicht bekannten Ehefrau hatte er fünf Söhne:
Ein vierter Sohn von den o. g. Eheleute Wilhelm Rensing dem Älteren und Agatha Sobbe von Uhlenbrock war Wilhelm Rensing der Jüngere, kurkölnischer Rheinkommissar zu Kaiserswerth. Dieser war ab 1564 mit Christina Schaaf verheiratet. Die Eheleute hatten fünf Söhne und drei Töchter: Ferdinand Rensing, Kanoniker zu Kaiserswerth, Elisabeth Rensing, Johannes Rensing, ebenfalls Kanoniker zu Kaiserswerth, Maria Rensing, Agatha Rensing, verheiratet mit Sergium Außemius, Albert Rensing (1586–1664), kurkölner geistlicher Rat, Domherr, Dechant zu St. Kunibert und StiftungsfundatorKarl Hermann Boley: Stifter und Stiftung Francken-Sierstorpff und Rensing mit Nachkommenschaftstafeln die bis zur Gegenwart reichen (= Stifter und Stiftungen des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds, Band 8), Selbstverlag, Köln 1990., Wilhelm Rensing, verheiratet in Neuss, und Gerhard Rensing (1590–1668). Letzterer war kaiserlicher und kurkölnischer Hauptmann. Er war ab 1625 mit Christina von Viermund, Tochter von Friedrich von Viermund und Maria von Rorich, verheiratet. Die Eheleute hatten 13 Kinder:
Am 9. Mai 1706 wurde Franz Heinrich von Rensing, Ritter des Heiligen Grabes zu Jerusalem, kaiserlicher Jägereiintendant, mit dem Prädikat „Wohlgeboren“ in den Freiherrenstand für das Reich und die Erblande erhoben. Gleichzeitig verlieh man ihm die Lehenberechtigung sowie das Recht, im Falle des Absterbens zu adoptieren.AT-OeStA/AVA Adel RAA 341.70.
Persönlichkeiten Johann Arnold Rensing, 1520 Bürgermeister zu Dorsten Wilhelm Rensing der Ältere († 1564), 1550–1560 Bürgermeister zu Dorsten Vincenz von Rensing (1555–1626), kurkölnischer Statthalter im Vest Recklinghausen
Wappen Blasonierung des Stammwappens In Silber eine rote Hausmarke (schrägrechts gelegter Doppelhaken (Wolfsangel) von zwei einfachen Haken ((Steinmetz-)Keilen) senkrecht überlegt). Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken die Hausmarke vom Schild zwischen einem offenen silbernen Flug. Alternativ sind Schild und Flug golden, die Hausmarke schwarz und die Helmdecken schwarz-golden.Spießen (1901–1903), S. 104.
Blasonierung des Freiherrenwappens (1706) Goldener Schild, der auf einem roten Krückenkreuz liegt. Im Schild ein schwarzer Adler, der mit einem goldgekrönten blauen Schild belegt ist, in welchem zwei silberne Keile aufrecht nebeneinander stehen, die von einer schrägrechts liegenden Wolfsangel überzogen sind. Zwei gekrönte Helme: L. mit rot-silbernen Decken zwei silberne Büffelhörner mit roter Mündung, dazwischen ein rotes goldgekröntes Krückenkreuz, in jedem Winkel von einem kleinen roten Kreuzchen begleitet; II. mit blau-silbernen Decken zwischen einem offenen von Gold und Schwarz geteilten Flug der goldgekrönte blaue Schild mit Keilen und Wolfangel. Als Schildhalter zwei einwärtssehende goldene Löwen auf grünem Grund.
Literatur Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden. Band 1, Köln 1848, S. 358 (hhu.de); Band 2, S. 117 (hhu.de). Gustav Adelbert Seyler: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 5 (Bürgerliche Geschlechter Deutschlands und der Schweiz): 7. Abt.: Achtzehnhunderteinundsiebenzig bürgerliche Wappen, Nürnberg 1906, S. 56 (uni-goettingen.de) und Tfl. 56 (uni-goettingen.de). 8. Abt.: Fünfzehnhundertachtundzwanzig bürgerliche Wappen, Nürnberg 1909, S. 71 (uni-goettingen.de) und 86 (uni-goettingen.de) sowie Tfl. 76 (uni-goettingen.de). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 7: Ossa–Ryssel, Leipzig 1867, S. 457 (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 282 (digitale-sammlungen.de). Herbert M. Schleicher: Die genealogisch-heraldische Sammlung des Kanonikus Joh. Gabriel von der Ketter in Köln, Band IV (Mu–U) (= Veröffentlichen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde, Neue Folge Nr. 32), Köln 1986, S. 230–243. Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 104 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfln. 243 (hhu.de) und 255 (hhu.de).
Weblinks Österreichisches Staatsarchiv, AT-OeStA/AVA Adel RAA 341.70 Rensing, Franz Heinrich von, Ritter des Heiligen Grabes zu Jerusalem, kaiserlicher Jägereiintendant, Freiherrenstand, „Wohlgeboren“ für das Reich und Erblande, Lehenberechtigung, privilegium denominandi, Recht im Falle des Absterbens zu adoptieren, 1706.05.09.
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Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht