Diese Liste ist eine Sammlung der Namen der meisten Mitarbeiter in der Münchner Gestapo-Zentrale zwischen 1933 und 1945.

Durchschnittlich arbeiteten 300 Menschen im Wittelsbacher Palais – die meisten verbeamtete Mitglieder der Staatspartei NSDAP, die höheren Ränge Mitglieder der SS, und alle mit deutlich höheren Einkommen als bei der Polizei.

Die Liste ist so umfangreich, weil es viele Wechsel im Laufe der Jahre gab. Die zentrale Quelle für diese Namen ist Erich Kasbergers Buch über die Münchner Gestapo-Leitstelle. Er führt aus, dass im Palais praktisch alle, auch Sekretärinnen oder Kraftfahrer, über die Häftlinge, die Haftbedingungen und deshalb auch über die Folterungen Bescheid wussten, weswegen sie in dieser Zusammenstellung ebenfalls genannt werden.

Bei den meisten Personen fehlt das Sterbedatum. Das hat den Hintergrund, dass Kasberger vorwiegend auf die Akten der Spruchkammern nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgreifen musste, als alle noch lebten. Die Unterlagen der Gestapo waren bei einem Brandbombenanschlag völlig verloren gegangen. Dem Sterbedatum in den späteren 1940er Jahren lag in der Regel die Hinrichtung (Beispiel Emil Weil) oder der Suizid (Beispiel Konrad Schmidbauer) zugrunde.

Folgende Abkürzungen kehren in der Liste immer wieder:

BPP: Bayerische Politische Polizei (Vorläufer der Gestapo) RSHA: Reichssicherheitshauptamt (Gestapo-Zentrale Berlin) SA: Sturmabteilung SD: Sicherheitsdienst der SS SiPo: Sicherheitspolizei (Gestapo und Kripo) SS: Schutzstaffel Waffen-SS: militärischer Arm der NSDAP