Leichtathletik-Länderkämpfemit bundesdeutscher Beteiligung 1987 zentriert|100px 1./2. Länderkampf 1987, Werfer (Männer): – / – 16. Mai 1987 1. 2. 54 P34 P 1. 2. 53 P35 P 3./4. Länderkampf 1987, Werfer (Frauen): – / – 16. Mai 1987 1. 2. 40 P25 P 1. 1. 33 P33 P 5. Länderkampf 1987, Männer: – – – 18. Juni 1987 1. 2. 3. 4. 247 P166 P153 P139 P 6. Länderkampf 1987, Frauen: – – – 18. Juni 1987 1. 2. 3. 4. 206 P138 P103 P76 P 7. Länderkampf 1987, Männer: – – 27. Juni 1987 1. 2. 3. 166 P150 P93 P 8. Länderkampf 1987, Frauen: – – 27. Juni 1987 1. 2. 3. 139,5 P120,5 P66,0 P 9. Länderkampf 1987, Zehnkampf (Männer): – 16./17. Juli 1987 1. 2. 36.965 P35.205 P 10. Länderkampf 1987, Siebenkampf (Frauen): – 16./17. Juli 1987 1. 2. 29.526 P25.616 P 11. Länderkampf 1987, Straßenlauf (Männer): – – – 25. Juli 1987 1. 2. 3. 4. 5:01:19 h5:04:15 h5:04:30 h5:11:11 h 12. Länderkampf 1987, Straßenlauf (Frauen): – – – 25. Juli 1987 1. 2. 3. 4. 2:32:00 h2:33:36 h2:34:57 h2:35:15 h 13. Länderkampf 1987, Männer U22: – – – 8. August 1987 1. 2. 3. 4. 200,0 P184,0 P152,5 P122,5 P 14. Länderkampf 1987, Frauen U22: – – – 8. August 1987 1. 2. 3. 4. 157,0 P143,5 P121,5 P53,0 P 15. Länderkampf 1987, Geher (Männer): – – – – 8. August 1987 1. 2. 3. 4. 5. 66 P60 P44 P40 P32 P 16. Länderkampf 1987, Geher (Frauen): – – – – 8. August 1987 1. 2. 3. 4. 5. 36 P35 P23 P21 P6 P 17. Länderkampf 1987, Geher (Männer): – – 26. September 1987 1. 2. 3. 37 P28 P27 P 18. Länderkampf 1987, Geher (Frauen): – – 26. September 1987 1. 2. 3. 17 P15 P14 P Chronik ← Länderkämpfe 1986 Länderkämpfe 1988 →
Im Jahr 1987 wurden achtzehn Leichtathletikländerkämpfe mit bundesdeutscher Beteiligung in sechzehn Veranstaltungen ausgetragen. Das war ein Vergleich weniger als im Vorjahr. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben.
Nicht berücksichtigt sind Veranstaltungen wie der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 11. Juni 2025, der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 11. Juni 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 11. Juni 2025 sowie ähnliche Events. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1987)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 11. Juni 2025 und der Geher-Europacup (ab 1996) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.
Aufgeführt sind hier die Länderkämpfe bundesdeutscher Leichtathleten. Die Sportler der DDR führten nach der deutschen Teilung im Jahr 1949 eigene Veranstaltungen durch.
Nur noch sechs der Vergleiche in dieser Saison bestanden aus dem allgemeinen leichtathletischen Programm, wobei zwei davon speziell für die Altersgruppe der unter 22-jährigen Athleten reserviert waren. Die Tendenz im Länderkampfprogramm ging dahin, mehr und mehr Vergleiche in Teilbereichen der Leichtathletik auszutragen, was hier in zwölf Fällen zutraf. Dort standen die Wettbewerbsbereiche Werfen (4 Vergleiche), Gehen (4), Mehrkampf (2), Straßenlauf (2) auf dem Programm. Männer und Frauen bestritten je neun Begegnungen. In der weitaus überwiegenden Mehrzahl hatten zuvor die Männer mehr Länderkämpfe ausgetragen als die Frauen.
Von den Frauenbegegnungen fanden drei als Veranstaltungen allgemeiner leichtathletischer Disziplinen statt, darunter ein U-22-Vergleich. Je zwei gab es im Gehen und Werfen sowie je eine im Straßenlauf und Siebenkampf.
Ebenfalls drei der Männerbegegnungen waren Wettkämpfe mit den allgemeinen leichtathletischen Disziplinen, darunter auch hier ein U-22-Vergleich. Je zwei Länderkämpfe wurden von den Gehern und Werfern bestritten sowie je einer von den Straßenläufern und Zehnkämpfern. So kam es zum ersten Mal bei Frauen und Männern zu einer identischen Verteilung der Formate von Länderkämpfen.
Saisonhöhepunkt In diesem Jahr standen vor allem die vom 28. August bis 6. September in Rom ausgetragenen zweiten Weltmeisterschaften im Saisonmittelpunkt. Das Abschneiden des bundesdeutschen Teams war mit einer Silber- und zwei Bronzemedaillen stark enttäuschend. In der Medaillenwertung bedeutete das Rang achtzehn. Bei den vorausgegangenen Weltmeisterschaften 1983 in Helsinki hatte das bundesdeutsche Team noch zwei WM-Titel und sechs weitere Medaillen gewonnen, womit sie Platz fünf in der Medaillenwertung erreicht hatten.
Außerdem gab es 1987 auch wieder einen Europacup, der für Frauen und Männer gemeinsam am 27./28. Juni in Prag ausgetragen wurde. Die Frauen verbesserten sich dort vom zuvor siebten auf den vierten Platz. Auch die Männer wurden Vierte, verschlechterten sich aber gegenüber 1985 um einen Rang. Die Abstände zu den Spitzenmannschaften waren groß, bei den Frauen fehlten 42 Punkte zur siegreichen DDR, die Männer lagen am Ende 29 Punkte hinter den Gewinnern aus der Sowjetunion.
Jahresbilanz In der Saison 1987 gab es für die bundesdeutschen Männer in ihren neun Länderkämpfen mit fünf Niederlagen dieselbe Anzahl verlorener Vergleiche wie im Vorjahr und drei weniger als 1974, dem Jahr mit den meisten Niederlagen, in dem es allerdings neun Länderkämpfe mehr gegeben hatte als 1987: Zehnkampf-Vergleich gegen die Sowjetunion am 16./17. Juli in Tallinn Straßenlauf-Vergleich gegen Frankreich, die Niederlande und die Schweiz am 25. Juli in Winschoten (Platz drei hinter Frankreich und den Niederlanden) U-22-Ländervergleich gegen Polen, Spanien und die Tschechoslowakei am 8. August in Krakau (Platz zwei hinter Polen) Geher-Vergleich gegen Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn und die USA am 8. August in Fürth (Platz vier hinter Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei) Geher-Vergleich gegen Frankreich und Großbritannien am 26. September in Osny (Platz drei hinter Frankreich und Großbritannien) Die vier weiteren Männerbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athleten für sich. Die Siege resultierten aus zwei Begegnungen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm und aus zwei Vergleichen der Werfer. Damit wiesen die Männer wie 1976, 1977, 1979, 1980 und 1982 eine negative Bilanz auf.
Die Frauen mussten in ihren neun Länderkämpfen sogar sechs Niederlagen hinnehmen, das war bei einem Vergleich mehr noch einmal eine mehr als im Vorjahr. Folgende Länderkämpfe der Frauen gingen verloren: Werfer-Vergleich gegen Bulgarien am 16. Mai in Plowdiw Siebenkampf-Vergleich gegen die Sowjetunion am 16./17. Juli in Tallinn Straßenlauf-Vergleich gegen die Niederlande, Frankreich und die Schweiz am 25. Juli in Winschoten (Platz drei hinter Frankreich und der Schweiz) U-22-Ländervergleich gegen Polen, Großbritannien und Spanien am 8. August in Krakau (Platz drei hinter Großbritannien und Polen) Geher-Vergleich gegen Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn und die USA am 8. August in Fürth (Platz drei hinter Ungarn und USA) Geher-Vergleich gegen Frankreich und Großbritannien am 26. September in Osny (Platz drei hinter Großbritannien und Frankreich) Darüber hinaus gab es noch ein Unentschieden: Werfer-Vergleich gegen Ungarn am 16. Mai in Plowdiw Lediglich die beiden weiteren Frauenbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athletinnen für sich. Der Siege wurden erzielt in den beiden Länderkämpfen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm: Ländervergleich gegen Schweden, die Schweiz und Ungarn am 18. Juni in Lüdenscheid Ländervergleich gegen Frankreich und Polen am 27. Juni in Versailles Die Bilanz war bei sechs Niederlagen, einem Remis und zwei Siegen deutlich negativ.
Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.
Bedeutung der Länderkämpfe in der Leichtathletik Der Stellenwert von Länderkämpfen war in den letzten Jahren erheblich gesunken, daran hatte sich auch 1987 nichts geändert. Die Konkurrenz anderer Veranstaltungen war groß und sollte weiter wachsen. In den vergangenen Jahren waren neue Wettkampfformen hinzugekommen wie der oben schon genannte Europacup und der Weltcup (später Continentalcup). Außerdem gab es Europa- und Weltcupveranstaltungen für Teildisziplinen der Leichtathletik wie dem Gehen (Lugano-Cup) und dem Mehrkampf, die mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen als die früher hoch im Kurs stehenden Länderkämpfe. Die Bedeutung einzelner Sportfeste, die für die Sportler im Hinblick auf Prämien für den Antritt, für Siege und für Rekorde immer lukrativer wurden, nahm sukzessive zu. Hier sind unter anderem Events wie Weltklasse Zürich, ISTAF Berlin, ASV-Sportfest Köln oder Sportfeste in Stockholm, Oslo, Monaco, … zu nennen, die später als IAAF Super Grand Prix, IAAF Golden League und Diamond League noch erheblich bedeutsamer wurden.
So wurden in den 1950er, 1960er und beginnenden 1970er Jahren Länderkämpfe noch teilweise als Live-Sendung im Fernsehen übertragen, was danach nicht mehr der Fall war, weil die Aufmerksamkeit in der Leichtathletik auf andere oben genannte Bereiche überging. Die Gewichtung sollte sich in den kommenden Jahren noch viel mehr auf Veranstaltungen verschieben, in denen der Fokus stärker auf die Einzelsportler und Staffeln gerichtet war. Länderkämpfe und Ländervergleiche auch in Form von Europacup und Weltcup spielten dabei abgesehen von der Beachtung durch ein Fachpublikum eine in den kommenden Jahren zunehmend untergeordnete Rolle. Neben bestimmten klassischen Sportfesten mit hohen Prämien ragten dabei vor allem die Wettbewerbe bei Olympischen Spielen, Europameisterschaften und ab 1983 bei Weltmeisterschaften heraus.
Die Anzahl der Länderkämpfe blieb allerdings weiter auf dem hohen Level der Jahre, in denen diese Vergleiche eine große Rolle spielten. Die Verbände suchten allerdings andere Formen mittels Veranstaltungen mit eingeschränkten Teilbereichen und Begegnungen mit mehreren Gegnern gleichzeitig, die an einem Tag durchgeführt wurden. So gab es keinen einzigen der früher klassischen Zweiländerkämpfe mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm. Häufig kam es zu einer Besetzung der Wettbewerbe durch Teilnehmer aus der zweiten Reihe. Einerseits sollten die Toppathleten nicht überbelastet werden, andererseits hatten die Sportler aus dem Spitzenbereich auch kein Interesse an diesen Wettkämpfen, in denen es keine finanziellen Anreize gab und die auf kein allzu großes Öffentlichkeitsinteresse stießen. Außer den Mehrkampf-Begegnungen wurden alle Länderkämpfe, darunter auch die Vergleiche mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm ausschließlich eintägig veranstaltet.
Verschiedene Formen von Länderkämpfen Es gab weiterhin eine Reihe verschiedener Arten von Länderkämpfen: