mini|Wappen von Rot mini|Gemarkung Rot, Stand 1875 mini|Kulturdenkmale in St. Leon und Rot (1909) mini|Katholische Kirche von Rot Rot ist eine Ortschaft im Nordwesten von Baden-Württemberg. Es bildet heute den östlichen Teil der Gemeinde St. Leon-Rot im Rhein-Neckar-Kreis. Rot alleine hat 6.815 Einwohner und damit 300 weniger als der westliche Teil St. Leon (Stand 2020).Allgemeine Informationen auf der Website der Gemeinde St. Leon-Rot, abgerufen am 7. August 2026.
Geographie Rot liegt im Osten der Oberrheinischen Tiefebene am Hochufer im Norden der Niederung des Kraichbaches. Sie ist weitgehend trockengefallen und wird südlich des Ortes vom Kirrgraben durchflossen. Die Umgebung von Rot ist weitgehend flach.
Benachbarte Gemeinden und Gemarkungen (auch ehemalige) sind, beginnend im Nordosten und dann im Uhrzeigersinne, Wiesloch, Rauenberg, Malschenberg, Malsch, Bad Mingolsheim, St. Leon, Reilingen und Walldorf.
Geschichte Rot bildet einen Ausbauort des hohen Mittelalters. 1284 wurde es urkundlich erstmals erwähnt als Rode, was sich auf eine Rodung in der Lußhardt bezieht. Ursprünglich ein regelmäßiges Straßendorf, vergrößerte sich der Ort ab dem 19. Jahrhundert im Norden und Nordwesten in rechtwinkliger Form. In jüngerer Zeit kamen Neubaugebiete im Westen und Südosten hinzu.
Verwaltungszugehörigkeit Rot gehörte zum Gebiet des Speyerer Hochstifts, wo es zum Amt Kislau, ab 1771 zum Amt Philippsburg zählte. Mit der Auflösung des Hochstifts 1803 fiel es an Baden.
In den ersten Jahren kam es dort zu einem mehrfachen Wechsel. Das speyrische Amt Philippsburg wurde zunächst der Landvogtei Michelsberg unterstellt. Sie wurde 1807 aufgelöst, das Bezirksamt Philippsburg wurde eigenständig. Es existierte bis 1864, dann kamen die meisten der Orte zum Bezirksamt Bruchsal. Lediglich Rot und St. Leon wurden dem Bezirksamt Wiesloch zugeteilt.Übersicht über die neue Verwaltungsgliederung Badens, veröffentlicht im Großherzoglich-Badischen Regierungsblatt am 25. Juli 1864. Digitalisierte Version auf der Website der Badischen Landesbibliothek. Es wurde 1938 aufgelöst, Rot dem Bezirksamt Heidelberg zugewiesen. Aus diesem ging 1939 der gleichnamige Landkreis hervor.
Gemeinde Rot hatte früher eine eigenständige Gemeinde gebildet, 1757 gehörte ihr ein Platz bei der Kirche, auf dem sie ein Rathaus und eine Schule errichten ließ. Das Rathaus wurde später mehrfach erweitert. Anfang 1974 wurde Rot mit St. Leon zu einer Gemeinde zusammengeschlossen.
Verkehr Durch Rot verläuft die Landesstraße 546, die Neulußheim im Westen mit Hoffenheim im Osten verbindet. Zwei weitere Landesstraßen beginnen in Rot. Diese sind die L 598, die in nördlicher Richtung nach Heidelberg führt, sowie die kurze L 628, die bei Frauenweiler im Nordosten endet.
Gemeinsam mit Malsch hat Rot hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Mannheim–Basel, die, in diesem Abschnitt, Heidelberg über Bruchsal mit Karlsruhe verbindet.
Religiöses In Rot steht die katholische Kirche unter Denkmalschutz.
Literatur Abschnitt zu Rot in: Staatl. Archivverwaltung Baden-Württemberg in Verbindung mit den Städten und den Landkreisen Heidelberg und Mannheim (Hrsg.): Die Stadt- und die Landkreise Heidelberg und Mannheim: Amtliche Kreisbeschreibung, Bd. 2: Die Stadt Heidelberg und die Gemeinden des Landkreises Heidelberg, S. 808–819. Karlsruhe 1970 Abschnitt zu Rot in: Adolf von Oechelhäuser: Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden. Band Sinsheim Eppingen Wiesloch, S. 15f. Digitalisat
Weblinks
Eintrag Rot bei LEO-BW
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Rhein-Neckar-Kreis Kategorie:St. Leon-Rot Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Rhein-Neckar-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1284 Kategorie:Gemeindeauflösung 1973