Sera Kalo (* um 1987 in Connecticut als Christine Seraphin) ist eine amerikanische Musikerin (Gesang, Songwriting), die genreübergreifend arbeitet.
Leben und Wirken Kalo wuchs in einem musikliebenden Elternhaus in Connecticut auf; ihre Eltern stammen aus St. Lucia und Dominica. Im Alter von acht Jahren begeisterte sie sich für klassische Musik und nahm klassischen Klavierunterricht. Später entdeckte sie ihre Liebe zum Gesang und konzentrierte sich schließlich auf ihre Stimme. Zu ihren Vorbildern als Sängerin zählten unter anderem Carmen McRae, Sarah Vaughan, Nancy Wilson, India Arie und Erykah Badu. „2008 oder 2009“ zog sie von New York City nach Dresden um, wo sie eine Zeitlang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber studierte und mit dem Saxophonisten Paul Berberich die Band SoulSom gründete.
Kalo, die mittlerweile in Berlin lebt, tourte mit zahlreichen Projekten in den USA und Deutschland. Sie ist auf mehr als 23 Alben, die in Deutschland und Asien produziert wurden, vertreten. Nach ihrem ersten aufgenommenen Projekt Seraleez (2016) erhielt ihre Arbeit zahlreiche Anerkennungen. 2023 veröffentlichte sie ihr erstes Soloalbum mit dem Projekt „eXante“, das bei der Kritik positiv vermerkt wurde. Ihr Nachfolge-Projekt eX.II kombiniert freie Improvisation, Poesie, Jazz und Groove und führte dazu, dass Kalo als musikalischer Beitrag für den Soundwalk der Wassily-Kandinsky-Ausstellung 2024 im Amsterdamer H’ART Museum ausgewählt wurde. In ihrer Musik verbindet sie „Jazz-Einflüsse mit verschiedenen Stilrichtungen und hinterfragt dabei traditionelle Genregrenzen.“
Preise und Auszeichnungen Kalo erhielt 2024 den Female* Producer’s Prize in der Kategorie „Self-Producing Artists“ (der von Music Women Germany und Sony Music Germany vergeben wird) sowie den Listen to Berlin Award für ihr Projekt Diasporic Arts Alliance. 2025 erhielt sie den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Vokal“.
Diskographische Hinweise eXante (O-tone Music 2023, mit Ruhi Erdogan, Otis Sandsjö, Vincent Bababoutilabo, Julia Kadel, Petter Eldh, Samira Aly, Philo Tsongui, Kboko) Sera Kalo eX.II: Jazz Is Punk (Unit Records 2026, mit Marius Max, Nick Dunston, Dylan Greene sowie Sofia Eftychidou)
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Einzelnachweise
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