Doris J. Stevenson (* im 20. Jahrhundert) ist eine US-amerikanische Pianistin und Musikpädagogin.

Leben Stevenson studierte zunächst an der Arizona State University, wo sie 1967 den Bachelor of Music erlangte. Danach setzte sie ihre Studien an der University of Southern California fort und schloss dort 1969 mit dem Master of Music ab.

Stevenson wurde zu Beginn ihrer Laufbahn von Jascha Heifetz und von Gregor Piatigorsky zu Kammerkonzerten eingeladen und trat auch mit Ruggiero Ricci und Paul Tortelier auf. Zu ihren musikalischen Partnern zählten auch die Cellisten André Navarra, Leslie Parnas und Gary Hoffman, die Geiger Charles Castleman und Elmar Olivera, die Bratschisten Walter Trampler und Paul Neubauer sowie die Sängerinnen Kaaren Erickson und Catherine Malfitano. Als Solistin konzertierte sie mit dem Boston Pops Orchestra und spielte in der Carnegie Hall und der Alice Tully Hall in New York, im Kennedy Center in Washington, in der Salle Pleyel in Paris, in der Sala de Musica Arango in Bogota und in der Suntory Hall in Tokio.

Sie wirkte als Pianistin an den Cello-Meisterkursen Piatigorskys mit und gibt für die Piatigorsky Foundation in jeder Saison zwanzig Konzerte in Schulen, Bibliotheken, Gefängnissen und abgelegenen Gemeinden. Als Mitbegründerin des Sitka Summer Music Festival in Alaska tourte sie durch den gesamten Bundesstaat mit Auftritten vor den Einwohnern auch kleiner Gemeinden.

Das besondere Interesse Stevensons gilt der zeitgenössischen Musik, und sie spielte bei Konzerten die Werke von mehr als zwanzig lebenden Komponisten. Sie war die erste Frau, die Frederic Rzewskis Stück De Profundis für einen sprechenden Pianisten aufführte, und nahm auf CD Hauptwerke von David Kechley und Ileana Velazquez-Perez auf. Sie unterrichtete zehn Jahre an der University of Southern California und ist seit 1987 Artist in Residence am Williams College.

Diskographie The Romantic Cello (mit Jeffrey Solow), 1975 Chopin – The Complete Works For Cello & Piano (mit Nathaniel Rosen), 1976 Robert Schumann – The Complete Works For Cello And Piano (mit Nathaniel Rosen), 1976 Vocalise (mit Jeffrey Solow), 1982 Bravura Variations on Alaska’s Flag Song and other favorites (mit Paul Rosenthal), 1983 Orientale Romantic Music For Cello (mit Nathaniel Rosen), 1991 Reverie – Romantic Music For Quiet Times (mit Nathaniel Rosen), 1996 Schostakowitsch Sonatas (mit Nathaniel Rosen), 2006 Tschaikowski: Trio in A Minor, Op. 50; D’Indy: Violin Sonata in C Major, Op. 59 (mit Jeffrey Solow, Henri Temianka), 2006 Seven World Premieres (mit Carlos Prieto), 2010 At the Dragon’s Gate: Works by David Kechley (mit Joanna Kurkowicz, Nathaniel Parke), 2021

Quellen Williams College: Doris J. Stevenson Raven Radio, 7. Juni 2018: Queen of the keys, pianist Doris Stevenson returns for chamber festival

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