El Colombiano war eine im Jahr 1900 von Daniel Angulo gegründete, zwei Mal wöchentlich erscheinende konservative Zeitung in Bogotá, Kolumbien.
Geschichte Am 24. Dezember 1900 veröffentlichte Daniel Angulo – Sohn des konservativen Generals Diego Euclides de Angulo y Lemos – die erste Ausgabe von El Colombiano, die er als „politisch, religiös, literarisch, erzählerisch und unterhaltend“ verstand. Er druckte die Zeitung in seiner eigenen Druckerei in Bogotá. Zunächst erschien sie dienstags und freitags, später mittwochs und samstags. Die Zeitung erschien im Tabloid-Format, anfangs mit vier, später mit fünf Spalten.Antonio Cacua Prada: Historia del Periodismo en Colombia. Hrsg.: Sociedad de Asesoría Industrial Clacec Ltda. 2. Auflage. Ediciones sua limitada, Bogotá 1968, S. 121. Das Abonnement für 50 Ausgaben kostete 2 Pesos und 40 Centavos, dasjenige für 25 Ausgaben kostete 1 Peso und 20 Centavos. Die Einzelausgabe wurde für 5 Centavos verkauft. Diego Euclides de Angulo y Lemos war im Direktorat der Zeitung und ab dem 12. April 1901 gehörte auch Daniel Angulos Bruder, Euclides de Angulo Bucheli, der Leitung der Zeitung an. In einer Notiz in der Ausgabe vom 11. August 1904 wurde mitgeteilt, dass die Zeitung aufgrund gesundheitlicher Probleme des Ersten Direktors vorübergehend eingestellt werde; diese Ausgabe blieb die letzte.
Inhalte Die Zeitung dokumentierte unter anderem die Ereignisse des Tausendtagekriegs (span. Guerra de los Mil Días) sowie die Eröffnung des Panamakanals. Darüber hinaus erschienen auch Meinungsbeiträge, die die damaligen Regierung unter Präsident José Manuel Marroquín unterstützten. Zusätzlich enthielt jede Ausgabe zwei Seiten Werbung, jeweils auf der ersten und der letzten Seite. In der Ausgabe Nr. 256 wurde eine Rede des Dichters und Politikers Guillermo Valencia veröffentlicht, die dieser am 15. Juli 1903 in der Sitzung der Abgeordnetenkammer zum Thema der Pressefreiheit gehalten hatte.
Autoren Während der vierjährigen Erscheinungszeit schrieben zahlreiche konservative Persönlichkeiten für El Colombiano, darunter mehrere Generäle und Politiker wie Manuel Casabianca, Próspero Pinzón, Rafael Reyes und Ramón González Valencia. Auch namhafte Intellektuelle und Politiker wie José Vicente Concha, Antonio Sanclemente, José Manuel Marroquín sowie die Schriftsteller Víctor M. Londoño, Rafael Pombo, José María Caro Grau, Luis Trigueros und José María Carrasquilla zählten zu den Autoren.
Die Zeitung gab der 1912 von Francisco de Paula Pérez Tamayo in Medellín gegründeten Tageszeitung El Colombiano ihren Namen.Antonio Cacua Prada: Historia del Periodismo en Colombia. Hrsg.: Sociedad de Asesoría Industrial Clacec Ltda. 2. Auflage. Ediciones sua limitada, Bogotá 1968, S. 379.
Einzelnachweise
Weblinks
Digitalisate in der Biblioteca Luis Ángel Arango der Banco de la República, Kolumbien.
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