Eduard August Maaß (* Album academicum universitatis tartuensis I (1986) in Dorpat, Gouvernement Livland, Kaiserreich Russland; † 18. März 1958 in Schönburg, Bezirk Halle, DDR) war ein evangelisch-lutherischer Geistlicher deutschbaltischer Herkunft.

Leben Herkunft und Familie Sein Vater war der Seminardirektor Eduard Maaß (1838–1930), seine Mutter Amalie geb. Besch (1834–1919). Er war verheiratet mit der Malerin Editha von Haken (1883–1960).

Eduard Maaß’ älteste Tochter Editha Amalie (* 1903 in Nuckö) wurde Ärztin.https://kulturstiftung.org/biographien/mueller-stahl-armin Sie war mit Alfred Mueller-Stahl verheiratet. Aus der Ehe gingen u. a. die Kinder Hagen Mueller-Stahl und Armin Mueller-Stahl hervor.

Werdegang Maaß besuchte von 1883 bis 1889 das Gymnasium in Dorpat und von 1889 bis 1894 die St. Petri-Schule in St. Petersburg. Er studierte von 1894 bis 1899 Theologie an der Kaiserlichen Universität Dorpat, wo er Mitglied des Theologischen Vereins wurde. 1899 bestand er das Konsistorial-Examen in Reval und hielt von 1899 bis 1901 sein Probejahr bei P. Grohmann in Reval und beim Propst Rinne in Karusen (Estl.). Am 6. Mai 1901 wurde er in Reval von Generalsuperintendent Leopold Hörschelmann ordiniert. Von 1901 bis 1902 war er Pastor-Adjunkt an der Johanniskirche in Reval. Ab 1902 war er als Pastor in Nuckö (Estl.) tätig.Album des Theologischen Vereins zu Dorpat-Jurjew (1905), S. 174 Von 1910 bis 1913 war er Pastor in Weißenstein und Schuldirektor, von 1913 bis 1918 Pastor und Lehrer in St. Petersburg, 1918 Gymnasialdirektor in Werro. Maaß wirkte sodann von 1919 bis 1931 als Pfarrer an der Deutschen Kirche in Tilsit.Nachtrag zum Album des Theologischen Vereins zu Dorpat (1929), S. 65 Von 1946 bis 1948 war er als Pfarrer in Schönburg an der Saale tätig.

Literatur

Album des Theologischen Vereins zu Dorpat-Jurjew (1905) Nachtrag zum Album des Theologischen Vereins zu Dorpat (1929) Neander, Wilhelm (Bearb.): Lexikon deutschbaltischer Theologen seit 1920, Hannover, Hirschheydt (1967) ISBN 978-3-77770-937-6. Album academicum universitatis tartuensis I (1986) Nr. 15799 Die Pastoren des Konsistorialbezirks Estland 1885-1919, hrsg. von Erik Amburger. Bearb. von Helmut Intelmann unter Mitw. von Helmut Speer u. Karl-Johann Paulsen, Böhlau Verlag, Köln/Wien (1988). Erik Amburger: Die Pastoren der evangelischen Kirchen Rußlands vom Ende des 16. Jahrhunderts bis 1937 (1998)

Weblinks

Erik-Amburger-Datenbank #95141 Eintrag Eduard Maaß im Deutschen Geschlechterbuch. Ekkehard Maaß: Ellen Dagmar Freifrau von der Goltz. 100 Jahre Erinnerungen (PDF)

Einzelnachweise

Kategorie:Deutsch-Balte Kategorie:Absolvent der Kaiserlichen Universität Dorpat Kategorie:Person (Gouvernement Estland) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied des Theologischen Vereins zu Dorpat Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1875 Kategorie:Gestorben 1958 Kategorie:Mann